40-jähriges Jubiläum

„Volles Rohr“ auf zu neuen Ufern

Ifw – Formenbauer wird 40
Dr. Friedrich Kastner: „Der Standort wird sich in den kommenden Jahren mit unserem neuen Testzentrum noch stärker in Richtung Forschung und Entwicklung ausrichten.“
Die oberösterreichische Firmengruppe ist internationaler Technologie- und Weltmarktführer im High-Tech-Werkzeugbau für Kunststoff-Rohrverbindungen (Fittings) und steht für Innovationskompetenz und Beständigkeit.



Manfred Otte gründete 1969/70 im österreichischen Micheldorf den Formenbau Ifw, der sich bis heute zu einer weltweit präsenten Firmengruppe entwickelt hat. Die Spezialität: Entwicklung und Produktion von Präzisionswerkzeugen für Fittings. Seit 2007 agiert die Ifw Manfred Otte GmbH, so der vollständige Name, als Holding, die gemeinsam mit der Ifw Mould Tec, der Ifw Kunststofftechnik und der finnischen Tooler Systems Oy, die Ifw-Gruppe bildet. Die Umstrukturierung bewirkte laut Unternehmen eine optimale Positionierung, um die technologische Vorreiterrolle in den Kernbereichen auszubauen und die Innovationskraft des Unternehmens auch auf andere Bereiche auszuweiten.

„Konsequente Spezialisierung und kundenindividuelle Lösungen für Fittings sind seit der Gründung in 1969/70 der Schlüssel zum Erfolg. Unsere langjährigen Kunden schätzen besonders die Innovationskompetenz, die hohe Servicequalität und unsere Zuverlässigkeit“, stellt Geschäftsführer Dr. Friedrich Kastner, fest. Und er fügt hinzu: „Der Standort wird sich in den kommenden Jahren mit unserem neuen Testzentrum noch stärker in Richtung Forschung und Entwicklung ausrichten. Damit kann die Qualität und Präzision unserer Werkzeuge weiter gesteigert und die Produktionszeiten beim Kunden optimiert werden“.

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Eine neue und größere Produktionshalle wurde 1972 in Micheldorf, an der Pyhrnstrasse errichtet, sie ist heute Standort der Mould Tec. Ein weiterer Meilenstein war in 2008 der Kauf von weiteren 1000 m² Unternehmensfläche für die Konstruktion und Montage. 2009 wurden rund 1,3 Mio. Euro in die Errichtung eines neuen Testzentrums am Betriebsgelände der Mould Tec investiert. Sie sei heute Weltmarktführer im High-Tech-Werkzeugbau für Kunststoff-Rohrverbindungen und profitiere von der günstigen geografischen Lage des Werks.

Klares Bekenntnis zu Innovationen

Mit Anschaffung der ersten Spritzgießmaschine zur Qualitätssicherung der erzeugten Werkzeuge in 1973 fiel der Startschuss für zahlreiche Entwicklungen. So stammen unter anderem die Erfindung des mechanischen Kernzugs für verringerte Rüstzeiten und der Spreizkern zu Innovationen aus Micheldorf. „Wir sind bereits Inhaber zahlreicher Patente und arbeiten permanent an Innovationen. 2008 haben wir beispielsweise unsere Entwicklung Label & Gasket um das Feature Inline Druck ergänzt“, erläutert Dr. Kastner. Das Verfahren ermöglicht, in einem Arbeitsgang Dichtung und individuell gestaltbare Etiketten bei der Fitting- Produktion zu integrieren. Informationen wie Dimension, Standard, Datum, Uhrzeit, Chargennummer oder Barcode können auf dem Etikett inline verankert und in weiterer Folge jederzeit abgeändert werden.

Erfolgsfaktor Mitarbeiter

Ein weiteres wichtiges Erfolgsrezept ist die Investition in die Mitarbeiter. Es wurde früh die Entscheidung getroffen wurde, in den Aufbau einer qualifizierten Facharbeiterschaft zu investieren. In der, vom Staat Österreich ausgezeichneten Lehrwerkstätte werden seit 1971 permanent mehr als 20 Lehrlinge zu Facharbeitern ausgebildet. Bis dato wurden mehr als 200 Werkzeugbauer für die Berufswelt vorbereitet. Zwei Lehrlinge der ersten Stunde sind seit damals im Betrieb beschäftigt. „Eine Vielzahl unserer Mitarbeiter ist bereits seit Jahren im Unternehmen und verfügt somit sowohl über einen großen Erfahrungsschatz als auch die neuesten Erkenntnisse, um das Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich mit zu gestalten,“ stellt Dr. Kastner fest.

Als Resultat der Kontinuität und Investition in Mitarbeiter, erhielt das Unternehmen bereits 1997 den silbernen Pegasus, den wichtigsten Wirtschaftspreis Oberösterreichs. Dass dieses Erfolgsrezept auch in den letzten Jahren funktioniert hat, bewies die Unternehmensgruppe in 2008 mit dem besten Unternehmensumsatz seit Firmengründung. Das ausgezeichnete Unternehmensergebnis wurde in 2009 durch die neuerliche Verleihung des silbernen Pegasus abgerundet und am 10.06.2010, trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeit, durch den bronzenen Pegasus 2010 bestätigt.

Ausgezeichnete Leistungen

Seit Firmengründung erzielt Ifw den überwiegenden Teil der Umsätze im Ausland. Die Exportrate von rund 90 Prozent aus der auch als „Kunststoff-Valley“ bezeichneten Gegend rund um Micheldorf, stellt die weltweite Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis. Als Auszeichnung dafür, erhielt die Ifw Manfred Otte im Jahr 1997 auch den österreichischen Exportpreis vom Bundsministerium. Heute entwickelt und produziert die Ifw Mould Tec als Teil der Ifw-Unternehmensgruppe hochqualitative Werkzeuge für Kunststoff-Fittings mit dem Schwerpunkt kurze Rüst- sowie Produktionszyklen. Die Ifw Kunststofftechnik produziert kundenindividuelle Bauteile aus Kunststoff mit Gewichten zwischen wenigen Gramm und mehr als 25 Kilogramm. Das dritte, seit Ende 2007 operativ agierende Tochterunternehmen Tooler Systems Oy in Finnland entwickelt modulare Standard-Werkzeuge – ebenfalls für die Herstellung von Kunststoff-Fittings.

Wie die Geschichte weiter geht, dürfte während er K 2010 zu besichtigen sein: Das Unternehmen ist selbstverständlich ist einem eigenen Stand präsent, das eine oder andere Werkzeug dürfte aber wohl auch bei Partnerunternehmen zu sehen sein.

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