Strategie

Keine Energie verschwendet

Wolfgang Oehm – ein Macher wird 70
Der erste „Oni“ – Größe und Wirkungsgrad der Systeme sind immer weiter gewachsen, ebenso wie das Unternehmen.
Eine für die deutsche Nachkriegszeit in vielen Aspekten exemplarische Entwicklung hat der mittelständische Unternehmer Wolfgang Oehm hingelegt: Eine gute Idee, viel Energie beim Aufbau erster Kunden, ständige konsequente Weiterentwicklung der Technik und Märkte und ein gutes Gespür für „das Machbare“ aufgrund eigener Tätigkeit im Tagesgeschäft sind einige der Zutaten.

Soeben wurde bei Oni Wärmetrafo in Lindlar das 25-jährige Unternehmensjubiläum gefeiert, am 7. Juli 2009 vollendet deren Gründer und Geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Oehm sein 70. Lebensjahr. Aus kleinsten Anfängen hat er ein Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern geformt.

Mit seiner Basisidee „Energie ist zu teuer um sie zu verschwenden“ hat er ein Produkt- und Dienstleistungsportfolio aufgebaut, dass es in dieser Form und Kombination wohl kein zweites Mal gibt. Bemerkenswert ist die unternehmerische Weitsicht: Die Erkenntnis, dass Energieeinsparungen sinnvoll sind und noch viel wichtiger werden, hat er bereits vor 30 Jahren gewonnen, als die Reserven noch unerschöpflich schienen und Energiekosten in den Kalkulationen und Bilanzen kaum eine Rolle spielten.
Wolfgang Oehm hat seit seiner Lehrzeit bei Battenfeld in Meinerzhagen das Thema Energieeinsparung stets an seiner Seite. Als Abteilungs- und später als Betriebsleiter hat er effiziente Maschinenkonstruktionen entwickelt und umgesetzt.

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In seiner Funktion als Betriebsleiter bei einem Kunststoffverarbeiter störte ihn gewaltig, dass Abwärme von Maschinen einfach in die Luft geblasen wird und er für die Wintermonate Heizöl kaufen musste, um die Hallen zu beheizen. So entwickelte er Anfang der achtziger Jahre das weltweit erste Wärmerückgewinnungssystem für Kunststoffmaschinen und ließ es sich patentieren. Mit dem sicheren Gespür, eine zukunftsträchtige Entwicklung in Händen zu haben, wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit und startet eine erfolgreiche Unternehmerkarriere. Dabei wurde keine Energie verschwendet. Zielstrebig ging er auf Bereiche los, die künftig interessante und profitable Geschäfte versprachen.

Auf Anhieb erfolgreiche Anlage installiert

„In dem Betrieb, in dem die ersten Wärmerückgewinnungsgeräte eingesetzt wurden, haben wir auf Anhieb 90 Prozent der Energiekosten, das heißt, sage und schreibe 270.000 Liter Heizöl in einem Jahr eingespart. Trotz dieser Erfolge war es anfangs aber nicht ganz einfach, interessierte Kunststoffverarbeiter zu finden. Energie war zu diesem Zeitpunkt einfach zu billig“, erinnert sich Wolfgang Oehm. „Heute setzen wir für Industrieunternehmen ganzheitliche Energiesparkonzepte um, mit denen bis zu 95 Prozent der Heizenergiekosten und bis zu 80 Prozent der Stromkosten für Kühlmaschinen eingespart werden.“

Es folgen Systementwicklungen, wie die unter dem Begriff „Maschinenabspeckung“ bekannt gewordene Technik, mit der viele Kunststoffverarbeiter den Stromverbrauch ihrer Spritzgießmaschinen um bis zu 36 Prozent reduziert haben. Hier wurden bereits rund 2000 Maschinen energieoptimiert.

Wolfgang Oehm hat es wie kaum ein Anderer verstanden, den Verantwortlichen in den Unternehmen der Kunststoffbranche, die realisierbaren Energieeinsparungen und Effizienzverbesserungen transparent zu machen und sie für diese zukunftsrelevanten Themen zu sensibilisieren. Seine Energiesparlösungen haben zudem ein gutes Stück weit zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen in Deutschland beigetragen. Sein weitgefasstes Wissen und seine Marktkenntnisse stellt Wolfgang Oehm seinen Kunden und interessierten Marktpartnern zur Verfügung und erfährt dafür in den verschiedenen Industriebranchen hohe Anerkennung.
Heute ist ONI ein weltweit agierender Spezialist für Systemlösungen rund um die Themen Energieeinsparung und Prozessoptimierung. Dazu zählen beispielsweise die Kühl- und Kälteanlagentechnik bis zu Leistungen von 150.000 kW, Wärmerückgewinnung, Klima-, Lüftung-, Reinraumtechnik, Druckluftsysteme und die prozessüberwachende und optimierende Werkzeugtemperierung.

Aktuell setzen laut Oni Kunden in mehr als 50 Ländern Systemlösungen aus Lindlar ein. Dazu gehören Unternehmen wie Airbus, Audi, Behr, BMW, Bosch-Siemens, Delphi, Dynamit Nobel, Gardena, Gerresheimer, Hilti, Kautex, Magna, Mercedes, Röchling, Salzgitter Ind., Schuler, Siemens-VDO, SMS, Sulo, Thyssen-Krupp, Tupperware, Warsteiner, VW und ZF-Boge.

Auch im Hinblick auf die besondere soziale Verantwortung eines erfolgreichen Unternehmens setzt Wolfgang Oehm Zeichen. So werden 23 junge Menschen im Ausbildungsjahr 2009 in fünf Berufen ausgebildet und neue Arbeitsplätze zum Großteil mit älteren Arbeitnehmern besetzt. Darüber hinaus stellt er seit Jahren sechsstellige Beträge für die verschiedenen sozialen Einrichtungen und Organisationen, Vereine, Schulen und Kindergärten zur Verfügung.

Unternehmertum und Verantwortung

Wolfgang Oehm zählt zu den erfolgreichsten Unternehmern in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommen gleich mehrere Jurys bedeutender Unternehmerwettbewerbe. Beispielsweise die Oskar-Patzelt-Stiftung, deren „Großer Preis des Mittelstandes“ seit 1994 vergeben wird oder die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, die in 40 Ländern den Unternehmerpreis „Entrepreneur des Jahres“ ausschreibt. In allen Wettbewerben werden die kontinuierliche Unternehmensentwicklung, die Schaffung und Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, das soziale Engagement im Unternehmen und der Region, die Innovationskraft und Zukunftsperspektive sowie Service und Kundenzufriedenheit bewertet. In allen Bereichen bescheinigen hochkarätige Juroren dem Unternehmer und dem Unternehmen herausragende Leistungen.

Als Geschäftsführender Gesellschafter wird Wolfgang Oehm zusammen mit seinen beiden Geschäftsführern Michael Schnippering und Günther Steeger die kontinuierliche Entwicklung des Unternehmens vorantreiben. „Im Team mit unseren hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeitern haben wir in 25 Jahren viel erreicht und eine rasante Entwicklung erlebt. Ich bin mir sicher, dass wir auch zukünftig erfolgreich sein werden, weil wir die Energiesparsysteme zu bieten haben, die durch steigende Energiepreise immer stärker gefragt sind.“

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