Rundumservice

Gemeinsamkeit macht stark

Typischerweise verfügen mittelständische Unternehmen über sehr viel Know-how in einem speziellen Bereich und sind ihren Kunden gegenüber flexibel in ihrem Angebot und leiden nicht unter überbordender Administration. Tun sich mehrere solcher Unternehmen zusammen, entsteht ein entsprechend erweitertes Feld Know-how Spektrum, ohne die sonstigen positiven Eigenschaften zu verlieren. Damit kann man sogar chinesische Unternehmen gewinnen.

Von der Entwicklung bis zur Serienreife: Das Leistungs- und Produkt-Portfolio, das die Ehlebracht Kunststoff-Technik als System- und Baugruppenlieferant gemeinsam mit Proconcept Engineering und Finke Formenbau bietet, umfasst das gesamte Spektrum von der Konzeption bis zur Serienproduktion. Ehlebracht verfügt über Kunststoffspritzguss- und Montagewerke in Deutschland, der Slowakei und China. Hier werden Komplett-Lösungen entwickelt und produziert für OEM-Kunden und Systemlieferanten aus den Branchen Haushaltsgeräte, Consumer, Elektronik, Automobilzulieferer und Küchenmöbel. Proconcept engineering mit Sitz in Dresden bietet Dienstleistungen an der Schnittstelle der Artikel- zur Werkzeugkonstruktion an, beispielsweise Formteilentwicklung einschließlich Festigkeitsberechnungen, Konstruktion, FMEA und Beratung sowie das Datenmanagement. Der Werkzeugbauer Finke aus Altenbeken produziert Werkzeuge für Spritzguss und Druckguss bis 20 Tonnen Gewicht und 2400 x 1000 Millimeter.

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Das eine solche Kooperation funktionieren kann, zeigt das Beispiel: Für einen OEM-Kunden der Haushaltsgeräte-Industrie wurde ein Auftrag für den chinesischen Markt gewonnen. Dabei geht es um die Lieferung kompletter Türen sowie weiterer Baugruppen für eine neue Modellreihe von Waschmaschinen.

Die Zusammenarbeit in der Projektumsetzung enthielt Leistungen von der Co-Entwicklung über Bauteil-Optimierung und Abstimmung mit dem Kunden in der Konstruktionsphase bis zu Konstruktion und Bau der Spritzgießformen einschließlich Etagen- und Tandemwerkzeug-Konzepten für optimalen Output und zur Realisierung von Synergie- und Kostenvorteilen in der Produktion.

Auch die komplette Entwicklung von Lösungen, die sowohl das Gesamtsystem im Blick haben als auch die funktionalen Anforderungen an die einzelnen System-Komponenten absichern, war Bestandteil des Angebots und funktioniert in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. So wird etwa der Türgriff der Waschmaschine aus zwei Kunststoff-Komponenten gefertigt, die im Ultraschall-Schweißverfahren gefügt werden. Das Artikel- und Fertigungskonzept vereint so die Anforderungen an Design, an die Öffnungs- und Schließfunktion des Griffs für die Waschmaschinentür und die technisch-konstruktive Forderung der Torsionssteifigkeit des Kunststoffgriffs.

Mit dem beschriebenen Projekt wird im Herbst 2008 am neu bezogenen Fertigungsstandort in Shenzhen der Serienanlauf zur Belieferung des chinesischen Kundenwerks starten. Entscheidend waren hier die Erfahrungen, die bei der Serieneinführung vergleichbarer Systeme und Komponenten, beispielsweise für Elektrowerkzeuge, in Europa gesammelt wurden – und die für das chinesische Projekt eine wertvolle Basis bilden.


Fakuma, Halle B5, Stand 5212

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