Flexibilität für die Temperierung

Meinolf Droege,

Mehr Freiheiten für Konstrukteure im Formenbau

Mit flexiblen Temperierkanälen lässt sich der gestalterischen Spielraum von Konstrukteuren im Formenbau deutlich erweitern. Dank der reversiblen Biegsamkeit dieser Wellschlauch-Lösung aus Edelstahl können die Kühl- und Heizkanäle in den Kavitäten freier layoutet werden. Auf diese Weise lassen sich konturnahe Verlegemuster mit engen Radien realisieren. Eventuell kann zudem auf anspruchsvolle Tiefbohrungen verzichtet werden.

Dank der reversiblen Biegsamkeit des Temperierkanals können Kühl- und Heizkanäle in den Werkzeugen frei layoutet werden. Konturnahe Verlegemuster mit engen Radien lassen realisieren. © Hotset

Dicht besetzte Innenräume, fehlerhafte Bohrungen oder auch zu ehrgeizige Zeitvorgaben – solche Widrigkeiten für Form- und Werkzeugbauer Werkzeugbauer in Kunststoff- und Gießereitechnik zum Alltag. in Kunststoff- und Gießereitechnik zum Alltag. Als anwendungsfreundliche und kostengünstige Problemlösung bietet Hotset die Tempflex-Temperierkanäle an. Hierbei handelt es sich um ein flexibles Wellschlauch-Produkt aus Edelstahl, das sich für die schnelle und einfache Realisierung konturnaher Temperierungen in den Kavitäten entwickelt worden sei. Der Werkzeugbauer und sein Konstrukteur erhalten damit die Möglichkeit, ohne aufwändige Tiefbohrungen selbst komplex strukturierte Kanal-Layouts mit Biegeradien von nur 10 Millimeter gestalten. Sie werden. Die Temperierkanäle werden lediglich in zuvor gefräste Nuten eingepasst und mit den Steckkupplungen ihrer Enden an die Medienversorgung angeschlossen. Sie können grundsätzlich zum Kühlen, Vorwärmen oder Beheizen von Werkzeugen der Spritzgießtechnik, der Extrusionstechnik, des Thermoformens und des Gießereiwesens eingesetzt werden.

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Einsetzbar bis 250 Gad und 10 bar

Serienmäßig bietet Hotset den Temperierkanal Tempflex in Längen von 200 bis 2 600 Millimeter sowie in den Querschnitten 8,0 x 8,0 Millimeter 12,0 x 12,0 Millimeter an. Der Wellschlauch besteht stets aus Edelstahl, während seine Steckkupplungen entweder in Messing (metrisch) oder in Edelstahl (zöllisch) ausgeführt sind. Bei Betriebstemperaturen bis 250 Grad Celsius kann der flexible Temperierkanal für Anwendungen mit Öl und für Wasser eingesetzt werden. Das System ist laut Unternehmen so ausgelegt für 10 bar Maximaldruck und so konzipiert, dass sie im Vergleich zu gängigen 90 Grad-Umlenkungen nur geringen Druckwiderstand verursachen – selbst bei engen Verlegeradien.

Die Entwickler haben das System in letzter Zeit weiterentwickelt, sodass das anpassungsfähige Wellschlauch-Produkt dem Werkzeugbau inzwischen als Problemlösung für verschiedene Aufgabenstellungen zur Verfügung steht. Da seine Anwendung teure und zeitraubende Tiefbohrungen überflüssig mache, könne Tempflex auch für die schnelle Ausführung von Nacharbeiten oder Korrekturen an bestehenden Werkzeug-Kavitäten genutzt werden. Mitunter erweise er sich als kostengünstiges Retrofitting-Tool für die Wiederbelebung älterer oder ausrangierter Werkzeuge. Auch wenn nachträgliche Optimierungen am Temperiersystem eines komplexen Werkzeugs anstehen, weil beispielsweise dessen Innenleben zwischenzeitlich zu stark bebaut ist oder in bestimmten Abschnitten eine effizientere Kühlung benötigt wird, leiste das System wertvolle Dienste.

Abgesehen von seiner Flexibilität und Vielseitigkeit punkte die Technik als wartungsarme und korrosionsbeständige Temperierlösung. Sie verstopfe nicht, lasse sich sehr einfach handhaben und ohne den Einsatz von Spezialwerkzeugen einbauen und austauschen. Passend dazu gibt es metrische und zöllische Schnellkupplungen für ¼ Zoll-Schläuche mit oder ohne Absperrventil. Auf Wunsch erhält der Kunde auch Sonderlängen von mehr als 2600 Millimeter.

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