ONI-Rückblick auf die Fakuma 2023

Annina Schopen,

Systeme zur Effizienzoptimierung weiter stark gefragt

Besonders energieintensive Betriebe haben mit den immer noch hohen Energiepreisen zu kämpfen. Auf der Fakuma 2023 verzeichnete ONI-Wärmetrafo nicht nur eine gestiegene Zahl der Besucher am Stand, sondern auch eine hohe Nachfrage nach Systemlösungen zur Effizienz- und Prozessoptimierung.

Die Fachbesucherzahl auf dem Messestand gegenüber der Fakuma 2021 sei um mehr als 40 % gestiegen, freut sich ONI. © ONI-Wärmetrafo

Auch wenn sehr viele Branchenbereiche derzeit einen merklichen Rückgang in der Auftragssituation verzeichnen, führt die Notwendigkeit zum Energiesparen zu einer hohen Nachfrage nach Effizienz- und Prozess optimierenden Systemen. „Die Zahlen im Auftragseingang sprechen da eine eigene Sprache. Während viele Verarbeiter und Maschinenhersteller über Einbrüche im Auftragseingang in der Größenordnung von 30 % sprechen, können wir bis jetzt ein zweistelliges Plus im Auftragseingang verzeichnen“, berichtet Rüdiger Dzuban, Marketing-Leiter bei ONI-Wärmetrafo in Lindlar.

Ein Grund für diese zum übrigen Markt gegenläufige Entwicklung sei sicherlich auch die Förderung von Effizienzmaßnahmen durch den Bund. Im Zusammenspiel mit den erzielten Energiekosteneinsparungen stelle es sich so dar, dass die Einsparraten sehr viel höher ausfallen als eine Finanzierungsrate. „Kurz gesagt, die Energiesparmaßnahme finanziert sich in kürzester Zeit selbst und bringt für den Betreiber durch den Ertragsüberschuss zusätzliche Liquidität, die oftmals dringend gesucht wird. Das zusätzlich eine massive Reduzierung des CO2-Ausstosses erzielt wird, zeigt einmal mehr, dass sich Umweltschutz auch noch bezahlt macht“, so Dzuban.

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Um die von der Bundesregierung formulierten Ziele in Richtung nachhaltige Energieverwendung und CO2-Reduzierung zu erreichen, wäre eine Art Zwischenfinanzierung von Energiesparmaßnahmen durch die KfW überaus hilfreich, so Dzuban weiter, und würde keine zusätzlichen Steuergelder kosten. Das Modell sehe vor, dass alle Energiesparmaßnahmen, die sich bei Industriebetrieben in zwei Jahren wirtschaftlich darstellen lassen, zwingend umgesetzt werden. Die KfW finanziere diese Maßnahmen vor und die Betreiber würden die Finanzierungsraten über die Einsparung bezahlen. Damit würde der Anlagenbetreiber von der Finanzierungsbeschaffung und deren Besicherung weitestgehend entlastet. Der Betreiber bekäme eine neue Anlage, die vom ersten Tag des Betriebes mehr einspart als die Finanzierung kostet, die Umwelt würde massiv entlastet und die Steuergelder würden über die KfW zurückfließen, abzüglich einer Förderquote.

Fakuma 2023 im Rückblick

Die Fakuma in Friedrichshafen war für ONI-Wärmetrafo rundum positiv. „Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Fachbesucherzahl auf unserem Messestand gegenüber der Fakuma 2021 um mehr als 40 % gestiegen ist, obwohl viele Firmen bedingt durch eine niedrigere Auslastung und Personalbelegung keine oder sehr viel weniger Mitarbeiter zur Fachmesse entsendet haben“, berichtet Dzuban.

Zudem sei eine längere Verweilzeit der Fachbesucher auf dem Stand zu bemerken gewesen. Immer mehr Betriebe gehen dazu über, die Energie- und Prozesssituation ganzheitlich zu bewerten bzw. Fachleute zu Rate zu ziehen, die dieses Feld bespielen können. „Man hat schlicht und ergreifend die Erfahrung gemacht, dass nur durch die ganzheitliche Analyse und Bewertung der einzelnen Bereiche ein Maßnahmenplan entwickelt werden kann, der nach Priorisierung angegangen und nach Umsetzung der einzelnen Maßnahme eine Bewertung der erzielten Ergebnisse im Kern und Umfeld zulässt“, so Dzuban.

Sehr oft sei die Thematik „Einflussnahme der unkontrollierten Luftströmungen auf die Formteilqualität“ angesprochen worden. Luftströmungen haben mehr oder weniger starken Einfluss auf die Werkzeugoberflächentemperatur, was in der Folge die Formteilqualität beeinflusst. Eine Werkzeugform ist wärmetechnisch wie ein Wärmeaustauscher zu behandeln: Werden bei einem solchen Element auf einer Seite wärmetechnische Parameter verändert, wirkt sich das zwangsläufig auf das Ergebnis der gegenüberliegenden Seite aus. Im konkreten Fall einer Spritzgießform, führen veränderliche Luftströmungen im Außenbereich zu einer Beeinflussung der Formteilqualität. Natürlich ist das stark abhängig von der wärmetechnischen Trägheit des Systems und dessen dämpfender Wirkung. Die Einflussnahme fällt jedoch umso stärker aus, je empfindlicher das Formteil hinsichtlich Qualität und Maßhaltigkeit ist. Speziell dann, wenn hohe Anforderungen an die Formteilqualität im Raum stehen, muss man die Einflussnahme durch unkontrollierte Luftströmungen von vorherein ausschließen.

Auf dem ONI-Messestand wurden dazu passend verschiedene lufttechnische Konzept gezeigt, mit denen dafür gesorgt wird, dass die gesamte Maschinenhalle mit einer weitestgehend homogen temperierten, langsam fließenden Verdrängungs-Luftströmung beaufschlagt wird. Die Frischlufteinleitung in die Hallenbereiche erfolgt über Verdrängungsluftauslässe, die das Einströmen der Luft mit niedrigen Fließgeschwindigkeiten sicherstellen. Angepasst auf die Maschinenplatzierung und die sich daraus ergebenden thermischen Belastungspunkte werden die Auslässe entsprechend der Erfordernisse verteilt. In den meisten Fällen ist eine bodennahe Anordnung zu bevorzugen, um die Frischluftmengen gezielt so zu führen, dass unter Berücksichtigung der thermischen Gesamtsituation eine bestmögliche Verteilung erzielt wird.

„Bedingt durch die immer komplexer werdenden Aufgabenstellungen und die Notwendigkeit, neben dem Kernprozess auch die Peripherie in alle Betrachtungen einzubeziehen, wurde einmal mehr deutlich, dass eine umfassende Systemkompetenz von Fachleuten gefragt ist. Dazu braucht es auch die Fähigkeit über den sogenannten Tellerrand zu schauen und dem Kunden oder Zielkunden geldwerte Hinweise neben der Systemtechnik zu bieten“, resümiert Dzuban. „Die Fakuma hat wieder einmal gezeigt, dass die Messe ganzheitlich dazu genutzt wird, um durch das Zusammenspiel von erstklassiger Produktpräsentation, Fachkompetenzebene und vertrauensbildender Begegnungsstätte Menschen in eine nachhaltige Geschäftsverbindung zu führen.“

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