3D-Druck

Verstärktes PA6-Pulver als Basis für Verkleidungsteile

Ein elektrischer Klapproller, konstruiert für den Einsatz in der Stadt, hat der französische Hersteller Kleefer in Zusammenarbeit mit dem Lieferanten der verwendeten Kunststoffe entwickelt.

Leichter, zusammenklappbarer elektrischer Roller mit Verkleidungsteilen aus Sinterline Technyl. (Quelle: Kleefer)

Die stromlinienförmigen Verkleidungsteile des Rollers werden aus dem ersten glasverstärkten PA6-Pulver hergestellt, das sich leut Hersteller Solvay besonders für das selektive Lasersintern (SLS) eignet. Die Technologie liefert voll funktionsfähige Teile bei größerer Designfreiheit sowie signifikanten Gewichts- und Kosteneinsparungen im Wettbewerb mit Aluminium. Vor der Fertigung im SLS-Verfahren wurden die Verkleidungsteile im MMI Technyl Design optimiert, einschließlich der Multi-scale Modeling und Strukturanalysen.

Kleefer mit Sitz in Lyon, der den Roller unter dem Namen Bud-e im Laufe des Jahres 2015 auf den Markt bringen will, nutzt Werkstoff und Technologie für die Prototypen- und Kleinserienproduktion. Sinterline-Pulver haben sich nach Unternehmensangaben als günstige Alterbnative zur Validierung von 3D-Modellen und Computersimulationen bewährt. Sie ermöglichen die schnelle Fertigung funktionsfähiger, zuverlässiger Prototypen mit der erforderlichen Leistungsfähigkeit und Oberflächenqualität. Die glasverstärkten Pulvertypen des Materials eignen sich zur Produktion kleiner bis mittlerer Stückzahlen.

Der Roller verfügt über einen abnehmbaren Lithium-Akku, der in zwei Stunden vollständig aufgeladen und dem hochkompakten Gefährt im elektrischen Fahrbetrieb bei Geschwindigkeiten bis 25 km/h eine Reichweite von 20 Kilometer verleihen soll. Vorderrad-Nabenmotor, pannensichere Luftbereifung und einem zuverlässiges Bremssystem sollen die Praxistauglichkeit sicherstellen.

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