Emissionsarmes POM

Emissionsarme Alternative für Zahnradanwendungen

Spezielles POM für Antriebe in Kraftfahrzeug-Innenräumen. Die Anforderungen an die Emissionsarmut von Kunststoffen im Fahrzeuginnenraum steigen weiter. Was für sichtbare Bauteile wie Sitze und Verkleidungen gilt, hat auch Bauteile und Komponenten Bedeutung, die „im Hintergrund“ wirken.

Zu den vielfältigen Anwendungen von Zahnrädern aus DuPont™ Delrin® im Kfz-Innenraum gehören die Lenkunterstützung, die Sitzverstellung, Türsysteme, Sicherheitsgurt-Retraktoren usw. (Bild: Shutterstock)

Mit dem extrem emissionsarmen Polyoxymethylen der Marke Delrin, genauer dem Typ 100CPE NC010 will Dupont einen Meilenstein in seinem Angebot an Polyacetalen für Getriebeanwendungen in der Automobilindustrie und anderen Branchen setzen. Seit sechzig Jahren werde Delrin 100 von OEM und Tier-1-Zulieferern benutzt, wenn es um anspruchsvolle Antriebslösungen in Kraftfahrzeugen geht, beispielsweise für Fensterheber, Lenkgetriebe, Sicherheits-Rückhaltesysteme, Scheibenwischer und andere. Die neue Variante hat Dupont nach eigenen Angaben in Kooperation mit einem industriellen Partner entwickelt, mit dem zusammen jetzt auch die Überleitung in die kommerzielle Produktion laufe.

Gemeinsam mit Herstellern von Automobil-Aktuatoren werde kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Lösungen gearbeitet. Der neue Werkstoff sei deutlich emissionsärmer als andere hochviskose Polyacetale. Seine Temperaturbeständigkeit und Kriechbeständigkeit bei hohen Temperaturen entsprechen denen des Standardprodukts. In Bezug auf die Emissionsarmut und die erreichbare Produktivität beim Spritzgießen übertreffe es aber die Erwartungen. So liegt die Formaldehyd-Emission unter 2 ppm, gemessen nach VDA 275. Damit lassen sich die Anforderungen der aktuellen und künftigen Industrienormen erfüllen.

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Damit ist, so Dupont, diese Delrin-Type der einzige technische Kunststoff mit Formaldehydemissionen unter 2 ppm und hoher Produktivität im Spritzguss, die eine unterbrechungsfreie Herstellung von mehreren Tausend Teilen ermöglicht. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen hinterlasse die Verarbeitung vergleichsweise saubere Werkzeug-Oberflächen mit signifikant verringerten Ablagerungen, was die Kosten für den Verarbeiter senkt. Der während der Verarbeitung auftretende Geruch von Formaldehyd sei ebenfalls deutlich reduziert. Seine guten Verarbeitungseigenschaften machen es in Verbindung mit der Emissionsarmut auch zu einem attraktiven Produkt für Nicht-Automobilbranchen, wie die Möbel- und Haushaltsgeräteindustrie.

Dazu Lukas Bartek, Global Gears Segment Leader bei DuPont Performance Materials: „Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis für nachhaltige, für beide Seiten lohnende Kooperationen mit Kunden. Wir unterstützen diese mit der Formulierung neuer Kunststoffe, die höchste Anforderungen in anspruchsvollen Getriebeanwendungen erfüllen können. Darüber hinaus wissen unsere Kunden, dass sie sich auf unsere globalen Produktionskapazitäten verlassen können.“ Ziel sei die Entwicklung innovativer Lösungen für die Herausforderungen, denen seine Kunden gegenüberstehen. Die direkte Zusammenarbeit mit Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette und die Bereitstellung von Know-how und Ressourcen ergebe Möglichkeit, kontinuierlich Ideen in konkrete Angebote umzusetzen.

Fakuma 2017, Halle B4, Stand 4200

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