Poolfilter aus Plexiglas

Annina Schopen,

Klares Wasser im Pool mit tranparentem Filter

Acis, Hersteller von Swimmingpool-Ausstattung, hat leistungsstarke Kartuschenfilter mit transparentem Zylinder aus Plexiglas von Röhm entwickelt. Die durchsichtigen Filterkammern reduzieren Zeit und Aufwand bei Reinigung und Filterwechsel.

Filterwechsel nur bei Bedarf: Durch die transparente Filterkammer aus einer Plexiglas-Formmasse, hier in einer grauen Einfärbung, ist der Verschmutzungsgrad der Filterlamellen gut erkennbar. Das spart Poolbetreibern Zeit und Aufwand © Acis

Sandfilter oder Kartuschenfilter? Das ist eine Grundsatzfrage für Betreiber von Swimmingpools. Beide Systeme müssen nach einem bestimmten Zeitraum gereinigt werden, der von der Größe des Schwimmbeckens und vielen anderen Faktoren abhängt. Kartuschenfilter müssen häufig zum Reinigen herausgenommen oder nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden, weil der anhaftende Schmutz die Filterleistung beeinträchtigt. Hier ist es ein großer Vorteil, wenn der Kartuschenfilter mit einer durchsichtigen Filterkammer ausgestattet und der Verschmutzungsgrad von außen gut erkennbar ist. Das spart im Vergleich zu blickdichten Gehäusen Zeit und Aufwand bei der Wartung des Pools und der Sicherung der Wasserqualität, weil die Filterkartusche nur bei Bedarf ausgebaut werden muss.

Das französische Unternehmen Acis, Spezialist für Swimmingpool-Zubehör, gehört zu den wenigen Herstellern, die auch sehr große Kartuschenfilter mit einer rundum transparenten Filterkammer anbieten. Gefertigt wird sie aus Plexiglas, dem Marken-Polymethylmethacrylat (PMMA) von Röhm. Bei den Filtern der Produktreihe Vipool 6-Clone nimmt die Kammer aus Plexiglas bis zu 67 Prozent des Gehäuses ein. Sie ist je nach Modell 266 oder 516 Millimeter hoch und hat einen Durchmesser von 300 Millimetern. Bei Pools mit bis zu 95 Kubikmeter Volumen seien diese leistungsstarken Kartuschenfilter eine ressourcenschonende Alternative zu Sandfiltern, denn das regelmäßige Rückspülen von Sandfiltern verbrauche viel Leitungswasser, erklären die Produktdesigner.

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Transparentes, robustes, chemikalienbeständiges Material

„Für unsere Kartuschenfilter der Produktreihe Vipool 6-Clone suchten wir ein transparentes und dabei sehr robustes und chemikalienbeständiges Material“, so beschreibt Laurent Lévêque aus dem Designbüro von Acis die Vorgaben bei der Produktentwicklung. „Wir haben uns für Plexiglas entschieden, weil diese etablierte Marke für die Qualität ihrer Produkte bekannt ist. Außerdem konnte Röhm die Formmasse in einer Ausführung liefern, die perfekt zu unserem Produktdesign passt.“ Der Zylinder besteht aus schlagzähem Plexiglas Resist in einer transparenten rauchgrauen Einfärbung, die mit dem Schwarz des Gehäuses und der Sockelplatte harmoniert.

„Plexiglas ist ein hochwertiger und langlebiger Kunststoff für Formteile aller Art. Unsere Formmassen sind für transparente Anwendungen in unterschiedlichen Transmissionsgraden, mit einem breiten Spektrum an Eigenschaften und auch in nahezu jeder gewünschten Einfärbung erhältlich“, sagt Françoise Schmit, Senior Business Manager im Geschäftsbereich Molding Compounds bei Röhm.

Transparenter Werkstoff für den Filter – klares Wasser im Pool

Kartuschenfilter aus durchsichtigem Kunststoff sind – trotz der ökonomischen und ökologischen Vorteile – nicht der Standard im Poolfilter-Markt. Das Designbüro von Acis begründet das damit, dass die Fertigung technisch sehr komplex sei, weil das Gehäuse intensiven mechanischen und chemischen Belastungen standhalten müsse. Optimale Material- und Verarbeitungseigenschaften seien insbesondere bei großflächigen transparenten Komponenten erforderlich, wie bei den Poolfiltern der Produktreihe Vipool 6-Clone.

Geprüfte Sicherheit und Langlebigkeit: Die Kartuschenfilter entsprechen der Norm NF EN 16713-1. Das Gehäuse mit der Filterkammer muss einem Prüfdruck von 3,5 bar standhalten. © Acis

Acis legt strenge Qualitätskriterien an, damit die Kartuschenfilter sowohl während des Einbaus als auch im laufenden Betrieb ein Höchstmaß an Widerstandsfähigkeit bieten. Das Gehäuse muss stoß- und druckfest sein. Lévêque präzisiert, was das bedeutet: „Im Hinblick auf Sicherheit und Langlebigkeit entsprechen unsere Kartuschenfilter der Norm NF EN 16713-1. Diese fordert einen maximalen statischen Prüfdruckwiderstand von 3,5 bar und einen Widerstand gegen zyklische Druckschwankungen. Alle unsere Filter werden genau geprüft, bevor sie unser Werk in Frankreich verlassen. Im Alltagsgebrauch sind sie einem Druck von 0,8 bis 1,4 bar ausgesetzt.“ Neben der mechanischen Stabilität war Chemikalienbeständigkeit ein wesentliches Kriterium bei der Werkstoffauswahl.

„Für die speziellen Anforderungen an die Poolfilter haben wir unsere Formmasse Plexiglas Resist zk5HC empfohlen“, sagt Schmit. „Plexiglas Resist ist schlagzäh modifiziert und sehr robust. Die Produkte aus der zkHC-Reihe verfügen außerdem über eine besonders hohe Spannungsrissbeständigkeit. Deshalb eignet sich unser Werkstoff besonders gut für Bauteile, die mit Chemikalien in Berührung kommen.“

Unempfindlich gegen Poolchemikalien und UV-Strahlung

Ein Swimmingpool ist ein komplexes chemisches Milieu mit schwankender Wasserqualität und schwankendem pH-Wert. Poolbetreiber müssen die Wasserqualität permanent kontrollieren und die Werte im Gleichgewicht halten. Das geschieht unter anderem mit Chlor gegen Bakterien und mit anderen chemischen Zusätzen wie Säuren oder Laugen, die den pH-Wert regulieren. „Deshalb ist eine angemessene Chemikalienbeständigkeit für die Langlebigkeit unserer Poolfilter unerlässlich“, betont Lévêque. Darüber hinaus trägt das Marken-PMMA von Röhm hier mit seiner außergewöhnlichen UV-Stabilität zur Langlebigkeit bei, weil es selbst bei intensiver Sonneneinstrahlung nicht vergilbt und nicht versprödet.

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