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Kunststoff ersetzt Hybridbauteil

Konzept auf mehrere Baureihen übertragen

Den laut BASF weltweit erste Frontend-Montageträger ohne Metallverstärkung setzt der Volkswagen-Konzern ab sofort auch in den neuen Ausführungen von Passat und Sharan ein.

Vollständig aus Polyamid: Der Kunststoff-Montageträger wird nun auch im neuen Volkswagen Passat und Sharan eingesetzt. (Bild: BASF)

Nachdem im Golf VII im Jahr 2013 mit Hilfe eines umfassenden Simulationsservice ein Polypropylen-Stahl-Hybridbauteil durch ein reines Kunststoffbauteil aus einem Polyamid 6-Compound der Marke Ultramid ersetzt worden war, ist diese Konstruktion nun in mehrere Typen des Konzerns unterwegs. Diese beiden Montageträger seien deutlich leichter als die Vorgänger und sparen Montagezeit und Kosten ein. Die global verfügbare Polyamid-Type werde an zertifizierten Standorten mit prozessorientiertem Qualitätsmanagement hergestellt, um die Anforderungen der Automobilhersteller an Kosteneffizienz, Liefersicherheit und Flexibilität zu erfüllen.

Der neue Passat wurde unter anderem wegen seiner Innovationen für Sicherheit, Design und übergreifende Qualität zu Europas „Auto des Jahres“ 2015 gewählt. Der Montageträger im Passat ist das größte Polyamid-Bauteil des Fahrzeugs und rund 2,6 Kilogramm schwer. Die mit 40 Prozent Glasfasern verstärkte Polymid-Variante bietet laut Hersteller eine günstige Kombination von Dauer- und Betriebsfestigkeit. Damit weise das Kunststoffbauteil an definierten Stellen die richtige dynamische Steifigkeit auf und entspreche auch den Vorgaben des Automobilherstellers an Crashbeschleunigung und Schwingungsverhalten des gesamten Frontend- und Kühlersystems.

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Dank moderner Konstruktion konnten die Proportionen des Passat neu ausgelegt werden, beispielsweise mit niedrigerer Karosserie, längeren Radstand und größeren Rädern. Der Kunststoffmontageträger trage zu diesen Innovationen bei, weil er deutlich schlanker als sein Vorgänger sei und den engen Bauraum optimal nutze.

Die verschiedenen, teils sehr anspruchsvollen Lastfälle wurden beim Golf VII mit dem BASF-Simulationswerkzeug Ultrasim berechnet. Die Übertragung dieser Ergebnisse auf die Montageträger im Passat und Sharan seien auch deshalb problemlos möglich gewesen, weil sich das System in die Berechnungsumgebung des gesamten Fahrzeugs beim Automobilhersteller integrieren lasse. Dazu liegen spezielle, zum Beispiel crashrelevante Materialdaten des Kunststoffs vor, die den Einfluss von Temperatur, Feuchtigkeit und Belastungsgeschwindigkeit beschreiben.

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