Leichtbau

Kunststoffe in Fahrt

Kunststoffe gehören im Fahrzeugbau zu den Innovationstreibern – wobei „Fahrzeug“ nicht zwingend vier Räder hat.

Rasanten Downhills kann dank leichter und kompakter Antriebseinheit nun ein eher entspannter Aufstieg folgen.

Während der Fakuma diente ein Fahrrad als Demonstrator des innovativen Einsatzes von Hochleistungskunststoffen. Wichtige technische Komponenten des Antriebssystems bestehen aus Alamid-Varianten, einer Reihe von PA 6 und PA 6.6-Compounds mit besonders guter Abriebfestigkeit, Zähigkeit und Formbeständigkeit bei höheren Temperaturen sowie guter Chemikalienbeständigkeit. Zudem lassen sich viele Typen dieser Werkstoffgruppe mit unterschiedlichen Verstärkungen füllen und in einem weiten Bereich mit zusätzlichen Funktionen versehen: Von Brandschutzausrüstungen über antistatische Einstellungen bis zur Implementierung tribologischer Eigenschaften reichen die Möglichkeiten.

Ein Hersteller von Elektro-Nachrüstsätzen für Mountainbikes verwendet Teile aus Alamid für die Antriebstechnik seiner leichten und leistungsfähigen „Powerkits“. Diese Bausätze sollen sich schnell und unkompliziert an Fahrräder montieren lassen und mit einer Mischung aus „Mountainbiking“ und „Motocross“ viel Fahrspaß garantieren.

Mit bis zu 80 bar werden die Druckbehälter aus Kunststoff für den Automobilbau beaufschlagt.

Nicht so stark ins Auge fallend wie das Fahrrad-Antriebsmodul, aber nicht minder effizient umgesetzt ist das Trocknergehäuse für Luftfederkompressoren in Kraftfahrzeugen. Diese Module für vorzugsweise in der Fahrzeugoberklasse eingesetzte Systeme sind über Jahre hohen und wechselnden Druckbelastungen ausgesetzt. In der Qualitätssicherung müssen sie Berstdruck-Prüfungen bis 80 bar bestehen.

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Für diese Anwendung des Automobil-Zulieferer AMK Automotive hat Leis Polytechnik den Werkstoff Nylaforce A 50 schwarz-12643 entwickelt. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein in einem speziellen Verfahren produziertes Compounds auf Basis eines PA 6.6. Aufgrund einer speziellen Hydrolyse-Stabilisierung erfüllt der Werkstoff die Anforderungen an Funktionalität, Langlebigkeit und Design des Bauteils. Trotz des hohen Glasfasergehaltes von 50 Prozent lässt sich das komplexe Werkzeug laut Hersteller gut füllen. Der Werkstoff bietet hohe mechanische Festigkeit bei guten Dehnungswerten und ist daher für druckbeaufschlagte Gehäuseteile, die zuvor aus Metall gefertigt wurden, geeignet.

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