Kunststoffe im Hochleistungssport

Pfeilschnelle Lösung

Bogenschießen ist eine Präzisionssportart, und deshalb unterliegen Pfeil und Bogen einer stetigen Technik-Evolution. Das gilt auch für die Nocken – den hintersten Teil des Pfeils, der mit der Sehne des Bogens für kurze Zeit eine Einheit bildet, bevor der gespannte Bogen den Pfeil wieder frei gibt.

Die Nocke ist ein zentraler Punkt am Ende des Pfeils. Über ihn wird die immense Abschussenergie des Bogens auf den Pfeil übertragen, um ih auf Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Die farbigen Nocken bestehen aus Polycarbonat. (Bilder: Covestro)

Ein zentraler Punkt also, der die Abschussenergie auf den Pfeil überträgt, um diesen auf Geschwindigkeiten von mehr als 300 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen.

Das Unternehmen Beiter im schwäbischen Dauchingen sieht sich als Pionier des Präzisionsspritzgusses und habe sich über Produktentwicklungen einen weltweiten Ruf als Premiumhersteller für Zubehörteile im Bogensport erarbeitet. Für die Nocken verwendet das Unternehmen ein Polycarbonat der Marke Makrolon von Covestro.

Mit seiner mechanischen Festigkeit und in Kombination mit den für diese Anwendung entwickelten Effektfarben definiere es die Qualität der Nocken. Schließlich basiere der gute Ruf dieser Produkte auf hoher Robustheit, gepaart mit einem optischen Effekt, der es dem Bogenschützen erlaubt, den Auftreffpunkt des Pfeils auch aus großer Entfernung präzise zu lokalisieren.

Nicht nur die deutsche Schützin Lisa Unruh hat mit Beiter-Nocken Erfolg – sie wurde kürzlich von der World Archery Federation zur Weltbogensportlerin des Jahres 2016 gekürt. Am Dauchinger Standort von Beiter sind in einer nach Unternehmensangaben weltweit einmaligen Testhalle für Bogenschützen Nationalteams, Weltmeister und Olympiasieger aus der ganzen Welt zu Gast. Immer auf der Suche nach der letzten Finesse, um die Grenzen der Weltspitze noch ein bisschen weiter zu verschieben. Damit sei auch der Werkstoff Makrolon immer ganz vorne dabei, wenn erfolgreiche Bogenschützen ihre Siege feiern.

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Von der Jagdwaffe zum Leistungssport

Das Bogenschießen gilt als eine der ältesten Jagdformen der Menschheit. Auch als Fernwaffe spielte der Bogen lange Zeit eine wichtige Rolle. Vor mehr als 100 Jahren erfuhr das Bogenschießen einen grundlegenden Wandel und reifte zur Präzisionssportart, die auch regelmäßig bei großen Sportveranstaltungen ausgeübt wird und olympischen Status hat.

Nicht nur die Präzision ist beim Bogenschießen erstaunlich, sondern auch die Reichweite: Mit Pfeil und Bogen kann man Distanzen von mehr über einem Kilometer überwinden. Schützen mit Spezialbögen schießen ihre Pfeile sogar über Entfernungen von mehr als zwei Kilometern.

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