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Plexiglas für die LuftfahrtEvonik startet Anlage für PMMA-Fliegwerkstoffe im Großformat

PMMA-Anlage für Fliegwerkstoffe im Großformat

Ende 2017 hat Evonik nach eigenen Angaben die weltweit modernste Reck- und Polieranlage für Fliegwerkstoffe aus PMMA in Betrieb genommen. Das Unternehmen stellt nun Platten der Marke Plexiglas mit 5,40 Meter Länge und 3,70 Meter Länge her.

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Polyketon ist wieder verfügbarComeback des Jahres

Chemische Formel Terpolymer Polyketon

Aliphatische Polyketon (PK), ist wieder verfügbar und anders als im Jahr 2000, als das von Shell unter dem Namen Carilon hergestellte Polyketon eingestellt wurde, setzen es nun verschiedene Compoundeure ein. Laut Akro-Plastc weisen Compounds aus diesem Werkstoff, gute Hydrolysebeständigkeit, hohe Barrierewirkungen gegen Kraftstoff und Sauerstoff sowie günstiges Verschleißverhalten bei gleichartiger Paarung und hohes Rückstellvermögen auf.

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Aliphatisches Polyketon (PK) hat einige interessante Eigenschaften, die, so Arko-Plastic, in dieser Kombination kein anderes Polymer aufweist. So ist das Rückstellvermögen signifikant höher als das von Polyoxymethylen (POM) und von Polyamid 12 (PA12). Spritzfrisch zeigt PK eine Streckdehnung von über 30 Prozent und die Reißdehnung ist größer 350 Prozent. Ansonsten zeigt Polyketon einige Ähnlichkeiten mit Polyamid 12. Die Wasseraufnahme liegt in Normklima unter 0,5 Prozent und beeinflusst dadurch die mechanischen Eigenschaften nur wenig. Die Steifigkeit des unmodifizierten PK liegt mit 1500 MPa auf gleichem Niveau wie PA12, allerdings schmilzt das Terpolymer des PK erst mit einer um 40 °C erhöhten Temperatur, also bei 220 °C. Die Beständigkeit von PK sei eine der größten Stärken dieses Werkstoffs. So widersteht PK dem Angriff durch leichte Säuren, die üblicherweise auch langkettige Polyamide wie PA12 zersetzen. Leichte Verfärbungen der Oberfläche seien nach der 25-tägigen Einlagerung in 10-prozentiger Salzsäure oder 30-prozentiger Schwefelsäure zu beobachten, die Reißdehnung verbleibe jedoch bei über 300 Prozent. Auch gegen halogenierte Kohlenwasserstoffe und Aldehyde sei Polyketon beständig.

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Als weiteres Highlight wird die hohe Barrierewirkung gegen viele niedermolekulare Medien wie Sauerstoff oder auch Kraftstoff genannt. Eine einschichtige 8x1 Kraftstoffleitung aus aliphatischem Polyketon habe eine höhere Barrierewirkung gegen Kraftstoff als eine Mehrschichtleitung aus PA12 und PVDF. Aber auch Quickkonnektoren gefertigt aus PK GF30 sollen signifikant bessere Sperrwirkungen erzielen als ein Bauteil aus PA12 GF30 und dabei einen Kostenvorteil von mehr als 40 Prozent ermöglichen.

Glasfaserverstärkte Varianten nutzen eine weitere Stärke des Polymers: Die Fähigkeit sich elastisch und somit reversibel zu verformen bringt in Kombination mit Glasfasern ein Produkt mit sehr geringer Neigung zum Kriechen. Eine Konstruktion aus unverstärktem Polyketon krieche bei 60 °C weniger als eine Konstruktion aus konditioniertem Polyamid 6.6 bei Raumtemperatur. Deshalb wurde ein Polyketon mit 50 Prozent Glasfasern entwickelt. Damit lassen sich hochbelastbare Bauteile erstellen, die auch von aggressiven Verbindungen wie ZnCl2 Lösungen nicht angegriffen werden und deutlich weniger unter Last kriechen als solche aus vergleichbaren Hochleistungspolymeren.

Gleichzeitig seien gute tribologische Eigenschaften gegeben. Beim Test gleichartiger Paarungen, die oft als ungünstig eingestuft werden, zeige Polyketon den geringsten Verschleiß aller getesteten Polymere. Somit sei der Werkstoff nicht nur in der Lage bei Zahnradpaarungen die Lücke zwischen POM und Peek zu schließen, sondern kann auch noch als glasfaserverstärkte Variante, mit vielen tribologisch modifizierten Systemen zu konkurrieren.

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