Kunststoffe im Auto

Meinolf Droege,

PP mit Class-A Oberfläche und niedrigen Emissionen

Eine neue Variante von chemisch gekoppeltem, glasfaserverstärkten Polypropylen soll als kosten- und prozessoptimiertes Material besondere für Oberflächen in Fahrzeuginnenräumen sowie für industrielle Gebrauchsgüter geeignet sein.

Großflächige Interieurflächen sollen mit matter Optik und hoher Kratzbeständigkeit aufwarten. © Asahi Kasei

Vor allem Kratzfestigkeit und Oberflächenhaptik sowie die im Vergleich zu Wettbewerbsmaterialien besser Beständigkeit zeichne die unter dem Namen Soform von Asahi Kasei angebotenen Materialien aus. Sie gehören zur Thermylene-Werkstoffgruppe. Darüber hinaus bieten sie Mattglanz, einen geringen Emissionsgrad, hohe chemische Beständigkeit und Strukturfestigkeit. Verfügbar ist das Material mit verschiedenen Glasfaser-Anteilen zwischen 10 und 25 Prozent. Alle Typen seien für Spritzgussanwendungen kommerzialisiert und erhältlich in naturfarben oder eingefärbt.

Innenraumanwendung im Bereich Rückspiegel. © Asahi Kasei

Als geeignete Anwendungsbereichen im Automobilbereich nennt der Hersteller unter anderem Instrumententafeln, Türverkleidungen und weitere sichtbare Oberflächen wie Kartentaschen, Konsolenseiten, Spiegelumrandungen und Sitzverkleidungen. Zudem bieten sich Einsätze wie Möbelarmlehnen und andere verschleißfeste Oberflächen an. Die Strapazierfähigkeit und die haptische Oberflächenbeschaffenheit des Materials sollen Langlebigkeit und angenehme Optik und Haptik bieten. Im Vergleich mit anderen talkumverstärkten thermoplastischen Elastomeren seien durch die verbesserte Kratz- und Ritzbeständigkeit aus. Da das Material nicht mehr lackiert,umspritzt oder überschäumt werden muss, bietet es dem Kunden zusätzliche Kosteneinsparungen und nachhaltigere Optionen.

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