Smarter Handschuh für die Industrie

Die Zukunft in der Hand

In enger Kooperation haben Hersteller und Werkstoffspezialisten eine wichtige Komponente des smarten Handschuhs Proglove überarbeitet. Neue Kunststoffe ermöglichen einfachere, schnellere und sicherere Arbeitsprozesse.

Solche funktionalen Handschuhe beschleunigen die Prozesse vor allem in Logistikanwendungen. © Workaround

Der Proglove befindet sich bereits unter verschiedenen Herstellermarken in Automotive, Logistik und Chemie im täglichen Einsatz. Auf der Fakuma wurde eine optimierte Version präsentiert. Ein wichtiger Bestandteil des Handschuhs besteht aus dem semi-transparenten Polyamid Ultramid Vision B3K von BASF. Das teilkristalline Polyamid lässt Licht passieren und bietet hohe Lichttransmission bei geringer Lichtstreuung. In das Polyamid werden nach dem Spritzgießen metallische Kontakte eingepresst, die mit der Elektronik im Inneren verbunden werden. Zudem bietet das Material einwandfreie Sicht auf die Status LEDs im Anzeigenfeld. Somit hat der Arbeiter beide Hände frei und muss seinen Arbeitsprozess nicht unterbrechen. Aufgrund seiner exzellenten Medien- und Temperaturbeständigkeit sowie guten Kratzfestigkeit eigne sich das Material auch für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen.

Beim Einsatz in Werk- und Lagerhallen, wo ein Kontakt mit aggressiven Flüssigkeiten und heißen Oberflächen auftreten kann, sind die Anforderungen an das Gehäusematerial besonders hoch. In solchen Umgebungen muss das Sichtfeld für den Laserscanner einwandfrei funktionieren und darf nicht durch äußere Einflüsse Schaden nehmen. Der smarte Handschuh Proglove ist in der Industrie harten Einsatzbedingungen ausgesetzt. Der bis dato aus amorphem Kunststoff gefertigte Teil des Scanners habe für die Anforderungen dieser speziellen Anwendung nicht immer erfüllt.

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Hohe Medienbeständigkeit
Die Anforderungen waren vor allem eine entsprechende Chemikalienbeständigkeit und Transluzenz, damit der Mitarbeiter die Signale der im Inneren verbauten LEDs sehen kann. Das Polyamid habe sich von Anfang an in dieser Anwendung bewährt. Somit lag es aufgrund der Eigenschaften nahe, das neue Ultramid Vision einzusetzen. Neben der ungefärbten Variante stehen weitere Produktspezifikationen zur Verfügung. Je nach Kundenwunsch ist es möglich, verschiedene Streugrade und auch Farben einzustellen. Das Polyamid lässt sich besondere dort einsetzen, wo eine Sichtkontrolle notwendig ist. Sei es in der Automobil-, Bau- oder Konsumgüterindustrie oder als Designelement für leuchtende Farbeffekte – der Werkstoff lässt Spielraum für vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten.


Das Unternehmen Workaround
Unter der Marke Proglove entwickelt das Unternehmen Workaround Industrie-Wearables, um den Werker mit Industrie 4.0-Anwendungen zu verbinden. Das Münchner Unternehmen wurde im Dezember 2014 von Thomas Kirchner (CEO), Jonas Girardet (COO), Paul Günther (Produktingenieur) und Alexander Grots (Berater) gegründet, nachdem es die Intel „Make it Wearable”-Challenge im Silicon Valley gewonnen hatte. In diesem Jahr wurde die zweite Finanzierungsrunde von 5,5 Millionen Euro, angeführt von Intel Capital, Gettylab, Bayern Kapital und DICP Capital, abgeschlossen. Bis heute wurden 7,5 Millionen Euro gesammelt. www.proglove.de

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