Technologie wirkt innen und außen

Design in neuem Licht

Anhand einer neu entwickelten Designerleuchte lässt sich zeigen, wie - technologisch und designerisch - anspruchsvolle Lösungen "in Kunststoff" umgesetzt werden können. Dabei umfasst die Gesamtlösung pfiffige Details im Inneren und anspruchsvolle Elemente außen.

Buchstäblich im neuen Licht präsentiert sich die Designfabrik der BASF mit einem ihrer jüngsten Projekte: Der Leuchte Winkel w127, einer von Dirk Winkel gestalteten und vom schwedischen Leuchten-Hersteller Wästberg produzierten Lampe. Sie ist, so das Unternehmen, eine massive und dennoch elegante Tischlampe mit Dimm-Effekt und Timer. Ihre warm-weiße LED-Lichtquelle mit Reflektor- und Diffuser-Linsen, kombiniert mit einer Sichtschutzblende und Mikro-Gasdruckfedern, ermöglichen individuell einstellbare Beleuchtung. Der Lampe besteht aus Polyamid, die Konstruktion wurde im Vorfeld in intensiven Simulationen optimiert.

Bei der Entwicklung der Design-Lampe berieten die Mitarbeiter der Designfabrik den Jungdesigner Dirk Winkel und Produzent Wästberg bei der Materialauswahl und kunststoffgerechten Gestaltung, geeigneten Verarbeitungsverfahren, Oberflächen und Farben sowie Form und Funktion. Die Wertigkeit, die von außen zu sehen und zu fühlen ist, soll auch im qualitativ hochwertigen Vollkunststoff der Lampe zu finden sein. Das stellte die Kunststoffingenieure vor eine besondere Herausforderung. Ein Produkt so massiv zu konstruieren, ist eher materialunüblich.

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Nachwachsender Rohstoff gesucht

Minimalistisch und klar ist die Designer-Tischleuchte gestaltet. Sie sei durch ihr Vollkunststoffkonzept, die Mikrogasfedern in den Gelenken und die LED-Lichtquelle massiv und hochwertig zugleich.

Für die Leuchte wurde ein Kunststoff gesucht, der auf nachwachsenden Rohstoffen basiert. Gewählt wurde ein Polyamid (PA) 6.10 aus der Serie Ultramid S Balance, der spezielle technische Eigenschaften aufweist und zu einem hohen Anteil biobasiert ist. Dieser Werkstoff ist durch seine für Polyamide relativ geringe Wasseraufnahme dimensionsstabil und bietet hohe Chemikalienbeständigkeit. Vor allem in der glasfaserverstärkten Variante ist er besonders fest, steif und wärmeformbeständig.

Langlebiger Massivbau: Nicht ohne Computersimulation

Bei der Entwicklung von Produkten aus Kunststoff steht häufig der Leichtbau im Vordergrund - hier standen ausnahmsweise andere Wünsche im Vordergrund. Die Lampe soll den Werkstoff so zeigen, wie er ist. Auch Wästberg sieht in dem technischen Kunststoff das passende Material, denn so kann eine solide und formschöne Lampe in größeren Mengen relativ kostengünstig gefertigt werden. Bei der Produktion legten Designer und Hersteller in jeder Hinsicht großen Wert auf Stabilität. In den Gelenken kamen aus diesem Grund Mikro-Gasdruckfedern zum Einsatz: Sie seien mit einer Belastbarkeit von 50.000 Kompressionsvorgängen ohne Leistungsverlust einer klassischen Feder bei weitem überlegen und damit ¿ ebenso wie die energie-effiziente Multichip-LED-Lichtquelle und der Kunststoff - enorm langlebig. Damit die Lampe alle gestellten Anforderungen erfüllt, wurde sie mit Ultrasim, dem Simulationswerkzeug der BASF, auf Leistungsfähigkeit und gleichzeitig auf Ästhetik ausgelegt. Beispielsweise ist es den Ingenieuren durch Computersimulation gelungen, die Lage der Einspritzstellen des Kunststoffs so zu optimieren, dass der Verzug der einzelnen Lampenkomponenten minimal wird. Darüber hinaus verschwinden diese Einspritzstellen an nicht sichtbaren Punkten, zum Beispiel im Gelenk der Lampenarme.

Schneller Erfolg im Markt und bei der Jury

Für ihre außergewöhnliche Gestalt und das Material-Konzept hat das Chicago Athenaeum Museum of Architecture and Design in Kooperation mit dem European Centre for Architecture, Art, Design and Urban Studies die Lampe bereits 2012 mit dem "Good Design" Award ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde die Lampe für den Design S Award nominiert, der im Zwei-Jahres-Takt von "Svensk Form" - einer gemeinnützigen Organisation der schwedischen Regierung - verliehen wird. Und schließlich kam 2013 noch die Nominierung für den "Design of the year"-Preis hinzu, den das Londoner Designmuseum jährlich für innovatives und zukunftsweisendes Design vergibt. Der Markterfolg des erstmals 2012 auf der Orgatec vorgestellten und dann in Mailand 2013 offiziell herausgebrachten Produkts zeigt sich in den bereits 10.000 verkauften Lampen. Fokus der Vermarktung liegt im anspruchsvollen Objekt- und Bürobereich. Weitere Informationen zur leuchte unter http://www.wastberg.com

Wo die Beratung daheim ist

Die "Designfabrik" liegt im weitläufigen Industrieareal des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen. Sie ist ein Beratungszentrum für Kunden, die als freie oder angestellte Industriedesigner Unterstützung bei der Arbeit benötigen. Hier bieten Designer und Ingenieure Informationen über Bauteilgestaltung, die richtigen Verarbeitungsmethoden, Oberflächen und Farben, über Form und Funktion. "Sie helfen dabei, das richtige Material, die beste Farbe und Anwendungsform zu finden, so dass am Ende einfach das bessere Produkt entsteht", erklärt Eva Höfli, die als Designerin an der Schnittstelle zwischen Kunde und BASF-Ingenieuren arbeitet. ( http://www.designfabrik.basf.com )

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