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Werkstoffe für die Auto-Elektronik - Weniger ist mehr

Nachhaltigkeitspreis für CovestroNeues Recyclingverfahren prämiert

Covestro: Neues Recyclingverfahren prämiert

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen im Verband der Chemischen Industrie (VCI NRW) hat Covestro für ein innovatives Recyclingverfahren in der Kunststoffproduktion mit dem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

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Werkstoffe für die Auto-ElektronikWeniger ist mehr

Für zuverlässige Mikroelektronik in sensiblen Auto-Anwendungen wie Steuergeräten und Sensoren hat BASF ein Portfolio verschiedener Polyamid 6- und -66-Typen entwickelt. Sie sollen helfen, Schäden durch Elektrokorrosion an den Schaltkreisen zu vermeiden.

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Spezifiziertes Polyamid

Die verschiedenen unter der Marke Ultramid EQ (Electronic Quality) angebotenen Typen seien besonders rein. Sie enthalten kaum elektrisch aktive oder korrosionsfördernde Stoffe und bieten trotzdem eine gute Wärmealterungsbeständigkeit. Sie unterliegen laut Hersteller einer besonderen Qualitätsprüfung, die die Auswahl der Rohstoffe, den Produktionsprozess und den Nachweis des Halogengehalts umfasst. Das global verfügbare Portfolio besteht aus ungefärbten und schwarzen Typen mit Glasfasergehalten von 30 oder 35 Prozent, die auch laserbeschriftbar sind. Es seien bereits mehrere Anwendungen realisiert worden.

Elektronische Baugruppen in modernen Getriebesteuerungen oder sicherheitsrelevanten Anwendungen wie Airbag- und Antiblockiersystemen werden immer kleiner und komplexer. Oft sind sie auch hohen Umgebungstemperaturen und aggressiven Medien wie Öl ausgesetzt. Die filigranen Schaltkreise werden häufig mit dünnen Drähten in der Wirebond-Technologie mit den Halbleitern verbunden. In dieser Konstellation können störende Effekte wie Korrosion, Ionenmigration, Elektrolytbildung oder Kriechströme auftreten, die zum Ausfall der gesamten Baugruppe führen. Kunststoffe für Gehäuse und Komponenten müssen so ausgerüstet sein, dass sie nicht mit den eingesetzten Metallen reagieren und damit Ausfälle in der Elektronik vermeiden.

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Alle EQ-Typen enthalten laut Datenblatt einen organischen Wärmestabilisator mit einem Halogengehalt unter 1 ppm. Das vermeidet, dass Halogene wie Jod oder Brom die metallischen Drähte angreifen, Ionen mit den Metallen reagieren oder unerwünschte elektrische Ströme entstehen. Mit einem aufwändigen Produktionsverfahren und Prüfungen der Chargen werde zudem sichergestellt, dass das Material auch während der Herstellung nicht mit Halogenen verunreinigt wird. Das entsprechende Zertifikat wird jedem Kunden auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Auch für den Einsatz in Elektro- und Hybridfahrzeugen mit höheren Spannungen im Gleich- und Wechselstrombereich sei das neue Sortiment gut geeignet.

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