Werkstoffe für die Medizintechnik

Maßgeschneiderte Materialien für die Medizintechnik

Produkte für die Medizintechnik unterliegen höchsten Anforderungen hinsichtlich Sicherheit - gleichzeitig sind die Massenprodukte preissensibel. Um beiden Ansprüchen gerecht zu werden, sind ständige Weiterentwicklungen bei den Werkstoffen erforderlich.

Zur Compamed hat BASF unter anderem die Präsentation der neuen Varianten der Hygentic-Werkstoffe angekündigt. Hygentic SBC ist ein transparentes, für den Spritzguss einsetzbares Styrol-Butadien-Blockcopolymer-Granulat, das antimikrobiell wirkende Silberionen enthält. Das Granulat kann direkt zur Herstellung von medizinischen Geräten wie Inhalatoren oder Ventilationsfiltern eingesetzt werden. Variante Hygentic PA ist ein antimikrobielles, mit Glasfasern verstärktes, spritzgießfähiges Polyamid-Granulat, das sich beispielsweise besonders zur Herstellung von Bedienelementen medizintechnischer Geräte eignet. Beide Werkstoffe zeichnen sich laut Anbieter durch ihre hohe Wirksamkeit gegen eine Vielzahl an Pilzen und Bakterien aus. Daraus hergestellte Medizintechnikprodukte lassen sich zudem mit herkömmlichen Verfahren desinfizieren.

Man arbeite an einem breiten Spektrum von Lösungen für medizintechnische Produkte, deren Oberflächen die Ansiedlung potenziell gefährlicher Mikroben langfristig unterbinden. Mit entsprechenden Additiven ausgestattete Polymere und Elastomere unterstützen die Maßnahmen einer professionellen Krankenhaushygiene. Das Risiko, dass daraus hergestellte medizintechnische Geräte zur Verbreitung von Mikroben beitragen, werde minimiert. Durch gezielte Kombination organischer und anorganischer antimikrobieller Wirkstoffe entstehen Synergieeffekte, die Effizienz der einzelnen Komponenten erhöhe.

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Mit Ultraform N2320 003 Pro findet sich eine Spritzgusstype mit höherer Viskosität im Sortiment. Dank höherer Schlagzähigkeit und Steifigkeit eigne sich diese Ultraform N-Type vor allem für die Fertigung besonders strapazierter Elemente wie Funktionsteile in Insulin-Pens, Zerstäubergeräten oder Trockenpulver-Inhalatoren. Demgegenüber ist Ultraform H4320 Pro speziell auf die Verarbeitung im Extrusionsverfahren mit hohen Ausstoßgeschwindigkeiten ausgelegt. Es ist sehr viskos, noch schlagzäher bei hoher Steifigkeit und Festigkeit und es verfügt über eine gute thermische Stabilität. Zielanwendungen sind hier Steckverbindungen, Griffe chirurgischer Instrumente und andere Bauteile, die aus Halbzeugen gefertigt werden.

Der Werkstoff Ultradur B4520 Pro ist das PBT für spritzgegossene medizintechnische Bauteile. Die von PBT bekannte hohe Dimensionsstabilität wurde laut Anbieter mit einem optimierten Schwindungsverhalten verbessert: So erfülle das Material die erhöhten Anforderungen an die reproduzierbare Maßhaltigkeit medizintechnischer Bauteile. Der Wertstoff ist vor allem leicht bedruckbar und gut mit ionisierender Gamma-Strahlung oder Ethylenoxid zu sterilisieren.

Bei diesen Werkstoffen garantiert der Hersteller, dass keine Änderungen der im Drug Master File (DMF) bei der FDA hinterlegten Kunststoffrezeptur vorgenommen werden. Alle im Pro-Portfolio enthaltenen Materialtypen bieten den Nachweis und die Einhaltung maßgeblicher internationaler Normen und Prüfungen zum Einsatz von Kunststoffen in der Medizintechnik, wie EU-, US- sowie japanische Pharmakopöe und DIN EN ISO 10993-5, welche (am Granulat) von unabhängigen externen Instituten durchgeführt werden.

Als hochtemperatur- und besonders chemikalienbeständiger Kunststoff eignet sich auch Ultrason für medizintechnische Anwendungen. Darüber hinaus ist er transparent. Außerdem verfügen die meisten Vertreter des Sortiments über die gängigen Lebensmittel- und Trinkwasserzulassungen.

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