Dosiertechnik

Meinolf Droege,

Additive bodennah und synchron zudosieren

Ein patentiertes System zum Dosieren von Farben und Additiven in den Hauptmaterialstrom auf dem Extruder oder der Spritzgießmaschine soll das Nachfüllen dank der tiefen, bodennahen Position ergonomischer machen. Das gilt besonders bei hohen Durchsätzen und großen Maschinen.

Bodennahes System zum Dosieren von Farben und Additiven in den Hauptmaterialstrom von Extruder oder Spritzgießmaschine. © Plastrac

Das System namens Colorstream entstand laut Anbieter Plastrac aus der Anfrage eines Kabelherstellers. Dort mussten die Mitarbeiter bislang Leitern oder Treppen zu nutzen, um die Trichter an den Seiten des Hauptkomponentenladers für die Dosierung von Farben und Additiven zu reinigen oder zu tauschen. Gleichzeitig hatte der Kunde nicht genügend Platz, um ein großes, bodenmontiertes Dosiersystem zusammen mit dem zentralen Saugförderer unterzubringen, um ihn direkt zu beschicken.

Das System entkoppelt die Dosierung von Farben und Additiven von der Handhabung und Zuführung des Hauptmaterials, indem es kompakt auf Bodenhöhe angeordnet wurde. Der Hauptmaterialbehälter mit zentraler Förderung bleibt wie gewohnt auf Spritzgießmaschine oder Extruder. Auf diese Weise werde sichergestellt, dass Reinigung und Farbänderungen auf Bodenebene stattfinden konnten, was aber auch erfordert, dass alle Colorstream-Komponenten, die über Bodenniveau angeordnet sind, selbstreinigend arbeiten. Das System sei einfach zu handhaben, da es nahezu wartungsfrei und mit minimalem Energieverbrauch arbeite. Für höheren Bedienkomfort wurde es auf einem rollbaren Wagen montiert, um vor allem bei Wartungs- und Reinigungsarbeiten flexibler zu sein.

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Der Wagen kann bis zu vier Farb- und Additiv-Dosierbehälter bestücken, die radial um einen Sammeltrichter angeordnet sind, um die Additive in eine vertikal montierte, individuell angepasste Venturi-Führung mit Transportschlauch fördern zu können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Venturidüsen, die den Einsatz von Druckluft aus dem zentralen System des Unternehmens erfordern, wird hier mit geringem Druck gearbeitet, den ein Gebläse liefert, das ebenfalls auf dem Wagen angeordnet ist. Diese Gebläse können laut Anbieter mehr als fünf Jahre ununterbrochen betrieben werden und saubere Luft liefern, da es keine Kontaktteile gibt, die geschmiert werden müssten.

Am oberen Ende des Systems ist eine Luftleitbox am Einlassflansch der Kunststoffverarbeitungsmaschine montiert. Der obere Flansch dieser Box unterstützt den zentralen Saugförderer sowie den Hauptbehälter des Kunden, die dem Prozess das Neumaterial zuliefern. Ein Zyklon-Abscheider im Inneren der Luftleitbox trennt die Additive von der Transportluft, die seitlich aus der Box geleitet wird. Ein Metallsieb zwischen Zyklon und Abluftkanal soll garantieren, dass verwirbelte Additivgranulate nicht gemeinsam mit der Abluft entweichen können. Additivgranulate können das Metallsieb nicht verschmutzen, da ihre viel größere offene Fläche die Luftgeschwindigkeit unter die zum Heben des Granulats erforderliche Luftzirkulation reduziert. Alle Oberflächen werden durch die Transportluft oder das Auftreffen des Additivgranulates automatisch sauber gehalten, so dass Farbänderungen keine Reinigung des Schlauches oder der Luftleitbox-Komponenten erfordern.

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