Trocknen, Fördern, Dosieren

Mischen und Dosieren in der Medizintechnik-Produktion

Die Materialzuführung bei der Produktion medizintechnischer Bauteile verlangt nicht nur eine prozesssichere Funktionsweise, sondern – aus Qualitäts- und Kostengründen – hohe Präzision.

Die Verarbeitung teilweise besonders teurer Rohstoffmischungen im „reinen“ Betrieb zu medizinischen Primärverpackungen, Bauteilen, Implantaten, Instrumenten und Geräten erfordert hohe Reinheit, Genauigkeiten und Kostendisziplin. Motan-Colotronic will zur Medtec die neue Version des gravimetrisch arbeitenden Chargendosier- und Mischgeräts Ultrablend 95 zeigen, die eine und gleichbleibend genaue Dosierung und Mischung rieselfähiger Rohstoffe wie Kunststoff-Granulaten und Additive gewährleisten soll. Es verbessere die Prozess-Qualität und leiste seinen Beitrag zur Produktionskosten-Minimierung. Beim Design der Behälter-Komponenten setzten die Konstrukteure auf elektropolierten Edelstahl und das Vermeiden „toter Zonen“. Die Nähte sind durchgeschweißt, hier können sich demnach keine Restmengen-Depots bilden und Folgechargen nicht kontaminiert werden. Alle produktberührenden Teile können rasch entnommen und gereinigt werden. Bei Materialwechsel ist der Dosierschieber verschlossen – Material und Restmengen können nicht auslaufen oder verschüttet werden.

Eingesetzt wird das Gerät überwiegend als präzise Kleinstmengen-Dosierungen direkt auf der Spritzgießmaschine, dem Extruder oder der Blasformmaschine. Maximal vier Rohstoff-Komponenten werden nacheinander gewichtsbezogen und rezepturgenau zudosiert, in der nachgeschalteten Mischkammer mit 4,5 Liter Volumen homogen vermischt und sie gelangen schließlich in die Einzugszone der Verarbeitungsmaschine. Die minimale Dosiermenge liegt bei drei Gramm pro Komponente (900 Gramm Chargengröße). Bei Einsatz von zwei Komponenten werden 260 kg/h als maximaler Durchsatz angegeben. Das Einzellastzellenprinzip kompensiert Vibrationen oder Schwingungen aus der Maschinenumgebung. Das soll hohe Wiegegenauigkeit – und damit der hohen Qualität des Endprodukts und geringe Herstellungskosten gewährleisten. Die Gravinet-Steuerung bietet ein Touch-Farbdisplay zur menügeführten Bedienung. Dank integrierter Ethernet-Schnittstelle ist zusätzlich die Bedienung über ein Motan Webpanel oder einen PC von beliebiger Stelle aus möglich. Bei Bedarf kann eine Fördersteuerung integriert werden.

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