Energieeinsparung

Effizientere Drucklufttrockner

Sparsamer mit Energie umgehen soll eine neue Generation von Kleinmengentrocknern, die auf eine effizientere Zweikreis-Technologie arbeiten.

Trotz kompaktem Aufbau bietet der Drucklufttrockner verschiedene Features, die den flexiblen Einsatz in vorhandenen Strukturen ermöglichen.

Die patentierte Zweikreis-Technologie setzt der österreichische Farrag Tech in seiner druckluftbasierten Trocknerserie Card L ein. Es benötigt laut Hersteller etwa 70 Prozent weniger Druckluft als Einkreis-Drucklufttrockner und ist damit besonders energieeffizient. Die in Deutschland vom sauerländischen Unternehmen Wenz vertriebenen Systeme stehen nun als Serie Card M in kleineren Baugrößen zur Verfügung. Besonderes Augenmerk sei bei der Entwicklung auf Beibehaltung der Kompaktheit gelegt worden. Auf einem Gestell montiert, benötigen die Geräte 0,7 Quadratmeter Grundfläche. Je nach Produktionsmaschine ist auch die direkte Montage auf dem Extruder möglich, wodurch keine zusätzliche Fläche benötigt wird.

Eine wichtige Voraussetzung für die gute Trocknung ist das Erwärmen des Materials. Dabei erhöht sich der Feuchtigkeitsdruck im Granulats, die Wassermoleküle aus dem Kern zur Oberfläche getrieben. Die Aufgabe der gleichmäßigen Erwärmung übernimmt beim Card M der Sekundärkreis. Ein Gebläse saugt Umgebungsluft an und bläst sie über eine Heizung und einen Luftverteiler in den Trocknungsbehälter. Das bringt das Material im oberen Bereich des Behälters auf Trocknungstemperatur. Den Entfeuchtungsvorgang übernimmt die über den Prozesskreis zugeführte Druckluft. Weil das Material bereits vorgeheizt ist, wird nun ein geringer Teil an Druckluft benötigt, um das Granulat im unteren Bereich des Trocknungsbehälters auf die gewünschte Restfeuchte zu trocknen. Bisher hatte das Erhitzen des Materials die größte Luftmenge benötigt, die Einkreis-Systeme nur über die Druckluft liefern können. Nun wird kostenlose Umgebungsluft genutzt, was den Druckluftverbrauch drastisch senkt. Darüber hinaus werden Gebläse im Sekundärkreis und Druckluft im Prozesskreis entsprechend den tatsächlichen Anforderungen des Materials kontinuierlich geregelt. Bei einer nicht vollständigen Auslastung des Trockners und bei Produktionsstillständen werden so weitere Kostensenkungen möglich.

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Über den Trockner kann ein Fördergerät für die Befüllung als auch für den Abtransport des getrockneten Materials zur Produktionsmaschine angeschlossen und gesteuert werden. Dabei kann es sich um Venturi- oder Saugfördergeräte als 1- oder auch 2-Komponeten-Förderer handeln. Auf diese Weise wird zum einen die Steuereinheit auf dem Fördergerät überflüssig, was die Investitionskosten senkt, zum anderen wird die zentrale Bedienung aller Komponenten sowie die Alarmierung im Fehlerfall gesammelt am Trockner ermöglicht.

Die Ausführung des Innenbehälters aus Spiegelblech, eine Servicetür und ein klappbarer Deckel erleichtern den Reinigungsprozess und minimieren den Zeitaufwand. Eine hochwertige Isolierung sorgt für weitere Energieeinsparungen. Zudem ermöglicht die Zweikreis-Technologie ermöglicht eine Wärmerückgewinnung durch die Nutzung der Abwärme schon ab 40 °C.

Die Kommunikation ist über die Produktionsmaschine möglich, die in diesem Fall die Trocknungsparameter vorgibt. Die Einstellungen kann der Bediener direkt am an der Steuerung der Verarbeitungsmaschine vornehmen. Wichtige Prozessdaten und Alarme werden laufend zurückgemeldet und aufgezeichnet. Die Bedienung am Granulattrockner ist in diesem Fall gesperrt und wird erst beim Unterbrechen der Schnittstellenverbindung wieder freigegeben.

Bei Vergabe einer entsprechenden IP-Adresse kann auf die Prozessdaten des Trockners auch online per Web zugegriffen werden. Der Webbrowser wird dabei zum unabhängigen Instrument für die Bedienung und Sichtung der Werte am Trockner. Verschiedene Kennlinien informieren über den Trocknungsverlauf der letzten Stunden und ermöglichen eine Prozessüberwachung über Unternehmensgrenzen hinaus.

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