Kompetenz für die Extrusion

Motan übernimmt Bolder automation

Zum 1. Juli 2021 hat die Motan Holding GmbH, Konstanz, alle Geschäftsanteile der Limburger Bolder Automation GmbH übernommen. Mit der Bolder-Expertise hinsichtlich kundenindividueller Lösungen und dem internationalen Kundenstamm will Motan vor allem das Leistungsportfolio für die Sparten Blasformen und Extrusion nachhaltig stärken.

Sandra Füllsack, hier mit Dr. Georg Bolder: „Mit dieser Übernahme holen wir uns zusätzliche Kompetenz ins Haus.“ © Motan Gruppe

Das im Jahr 1993 von Georg Bolder im hessischen Limburg an der Lahn gegründete und seitdem von ihm geleitete Unternehmen ist auf die Steuerung kontinuierlicher Prozesse in der Kunststoffindustrie, vor allem an Extrusions- und Blasformanlagen, spezialisiert. Er erklärt: „Unsere Stärken sind kunden- und verfahrensspezifische Lösungen wie sie in der Extrusion gefordert werden. Hierzu setzen wir Mess- und Regelungstechnik bei den Extrusionlinien ein und integrieren Fördergeräte, Trockner und Dosierer. Für OEM-Kunden wird die Steuerung und Bedienung dieser Verfahrensteile in das Anlagenkonzept überführt. Verarbeiter profitieren bei der Anlagenmodernisierung von einer gesamtheitlichen Lösung“

Bereits seit dem Jahr 2001 kooperiert Bolder in verschiedenen Entwicklungs- und in Kundenprojekten mit der Motan-Gruppe. Mit Übernahme von Bolder erwartet Geschäftsführerin Sandra Füllsack eine Reihe positiver Effekte: „Bolder hat in den letzten Jahrzehnten prozesstechnisches Wissen und einen exzellenten Ruf in der Branche aufgebaut. Zudem kennen die Mitarbeiter die Produkte von Motan aus ihren Projekten sehr genau. Damit erhält unsere Gruppe einen sehr viel besseren Zugang in die internationale Extrusionswelt – und Bolder kann das internationale Vetriebs- und Partnernetz von Motan ab sofort nutzen.“

Anzeige

Die von Bolder entwickelte modulare Steuerungstechnik ermöglicht das Vernetzen von Materialförder- und –dosiersystemen verschiedener Hersteller mit diversen Extrudertypen und – in Verbindung mit moderner Messtechnik – deren präzise Steuerung. Auch komplexe Werkstoffe und sehr geringe Werkstücktoleranzen lassen sich mit hoher Prozesssicherheit beherrschen. Prozess- und Steuerungs-Know-how zur Realisierung kundenindividueller Anwendungen liegen hier in einer Hand. Zudem eröffnen sich dem Bolder-Team durch die räumliche Nähe von Bolder und dem Tech Center der Motan-Colortronic in Friedrichsdorf, exzellente Test- und Entwicklungsmöglichkeiten. „Kundenanfragen für das Materials Handling werden immer individueller, das gilt beim Spritzgießen, besonders aber in der Extrusion“, stellt Sandra Füllsack fest. „Hier holen wir uns zusätzliche Kompetenz ins Haus.“

Dr. Georg Bolder wird bis 31.08.2021 das Unternehmen als Geschäftsführer leiten und bis Ende des Jahres beratend tätig sein. Darüber hinaus werde er zwei im Unternehmen tätige Mitarbeiter bis zum Ende ihrer dualen Studien begleiten. Bolder soll am Standort Limburg mit allen elf Mitarbeitern und als eigene Marke weitergeführt werden.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Blasformen

Altes und doch modernes Verfahren

Bis vor 20 Jahren stellte das Unternehmen Roth Tanks für die Heizöllagerung ausschließlich aus Stahlblech her. Dann begann zusätzlich die Produktion aus Kunststoff im Blasformverfahren. Diese damit nicht mehr junge Technologie wurde stetig...

mehr...

Ehrung

Ulrich Reifenhäuser in der Plastics Hall of Fame

Nach drei Jahren wurden wieder Persönlichkeiten der Kunststoffbranche in die „Plastics Hall of Fame“ aufgenommen – eine davon ist Ulrich Reifenhäuser, Geschäftsführer der Reifenhäuser Gruppe, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Kunststoffmesse K...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Blasformen

Kühlen von zwei Seiten

Kürze Kühlzeiten, weniger Spannungen in den Produkten sowie gerinere Kristallisationsraten verspricht ein spezielles Kühlsystem für die formgebenden Werkzeuge beim Blasformen. Um 15 Prozent oder mehr soll sich die Produktion damit steigern lassen.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Druckbehälter aus Polyamid

Für 320 Liter Wasserstoff

Erstmals wurde im Extrusions-Blasformverfahren ein Wasserstoff-Druckbehälter mit 320 Liter Volumen produziert. Der Liner ist mehr als zwei Meter lang, hat einen Durchmesser von etwa 500 Millimetern und fasst 320 Liter. Und das soll noch nicht das...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite