Qualität in jeder Menge

Kunststoff-Pulver zwischen Qualität und Quantität

Werkstoffinnovationen kommen typischerweise sehr klein daher – im wörtlichen Sinn: Vermahlene Kunststoffe zur direkten Verarbeitung, zur Erzeugung von Masterbatches und für andere Anwendungen unterliegen je nach Anwendung hohen Anforderungen hinsichtlich Innovationsansprüchen und diverser Qualitätskriterien.

Werkstoffentwicklung und Vermahlung unter GMP-Vorgaben sind auch dank breiter Mengenvarianz mit überschaubaren Kosten möglich. © Dressler-Group

Der Begriff Qualität habe sehr viele Facetten, harte, aber auch viele weiche, erklärt Jan Dressler, gemeinsam mit seinem Bruder Axel geschäftsführender Gesellschafter der Dressler Group. „Nicht alles lässt sich anhand von Normen und Vorschriften bewerten. Letztlich ist nicht der Rohstoff allein ausschlaggebend für den erfolgreichen Einsatz, sondern die Aufbereitung und Veredelung.“

Die stets individuellen Spezifikationen ergeben sich nur in aufwändiger Detailarbeit von Experten mit langjähriger Erfahrung. Güther Krupp ist so ein Experte. Der Chemiker ist Leiter des Qualitätsmanagements bei Linus. Diese Tochterfirma ist spezialisiert auf die Lohnmahlung unter Reinraumbedingungen. „Unsere Kunden haben ganz unterschiedliche Anforderungen und Erwartungen. Entscheidend ist, dass wir zuerst einmal sehr genau zuhören und so lange nachfragen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind. Erst danach fangen wir mit analysieren, rechnen und probieren an. Und bisweilen bekommen die Kunden obendrauf Lösungen, von deren Bedarf sie bei der Auftragsbesprechung noch gar keine Ahnung hatten – ein für Dressler-Kunden typischer Mehrwert.“

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Versuche auch mit wenigen Gramm
Im Innovation Lab arbeiten Chemiker, Ingenieure und Techniker an der systematischen Verbindung der 40-jährigen Verfahrens- und Produktkompetenz einerseits und der Anlagenentwicklung andererseits. Alle bewährten und neuen Verfahren und Anlagen werden akribisch dokumentiert. Und dass sich Quantität und Qualität nicht ausschließen, das beweist das Technikum. Hier lassen sich anhand von Kleinstmengen schon ab wenigen Gramm bis zu rund 100 Kilogramm die späteren Produkteigenschaften erforschen, ohne Gefahr zu laufen, große Mengen möglicherweise unbrauchbaren Pulvers hergestellt zu haben. Für Kunden dient das Technikum auf Wunsch quasi als externe Werkbank und Forschungseinrichtung, mit überschaubarem Aufwand und ohne eigene Anlageninvestitionen.

Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip soll den Kunden Vertraulichkeit, absolute Reproduzierbarkeit und eine auditsichere Dokumentation garantieren und sie vor teuren Fehlschlägen schützen.

Ein wichtiger Punkt ist die nachweisbare Einhaltung aller relevanten Normen, Vorschriften und Zertifizierungen. Schließlich müssen Kunden in Zeiten der Globalisierung, der Compliance, der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung die umfassende Konformität gegenüber weiteren Kunden und Behörden lückenlos und jederzeit nachweisen können. Auch hier geht Dressler weit über das übliche Maß hinaus. Schließlich ist man – auch international – für alle Schlüsselbranchen tätig, darunter für so sensible wie Pharmazie, Kosmetik und Nahrungsmittel. Aber auch die Einhaltung von Umweltschutz- und Effizienzstandards sind gewährleistet.

Neben diversen DIN- und ISO-Normen berücksichtigt Dressler auch GMP-Vorgaben. Derzeit arbeitet das Unternehmen zusätzlich bei sämtlichen technischen Pulvern an der Anlagenvereinzelung. Das wird die Reinheit auch bei solchen Pulvern gewährleisten, für die die GMP-Grundsätze gar nicht vorgesehen sind – ein echter Mehrwert für die Kunden. Dazu kommen Zertifizierungen beispielsweise entsprechend HACCP, FSFC, FDA Koscher und Halal sowie ein durchdachtes Lagermanagement.

Weiche Qualitätsfaktoren
Und schließlich ist noch etwas untrennbar mit dem Qualitätsbegriff verbunden: Verbindlichkeit. „Unser Wort zählt“, sagt Jan Dressler, „nach innen wie nach außen. Wir setzen alles dran, dass sich unsere Mitarbeiter, Kunden und alle, die mit uns zu tun haben, auf uns verlassen können.“ So etwas lässt sich nicht zertifizieren. Aber erleben. Damit die Kommunikation in alle Richtungen so unkompliziert wie möglich funktioniert, wurde Ende 2016 die Dressler Group Customer Services (DGCS) gegründet. Ein persönlicher Ansprechpartner betreut dauerhaft jeden Kunden und eröffnet ihm auf dem kürzesten Weg den Zugang zur gesamten Angebotspalette und zum entsprechenden Experten.

Fakuma: Halle B4, Stand 4207

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