Materials Handling

Meinolf Droege,

Materialkosten senken bei der Dosierung

0,006 Prozent Dosiergenauigkeit der Verwiegung soll es ermöglichen, vor allem teuere Matereialanteile und Additive auf das Minimum zu reduzieren.

Dosiergerät mit Klappdeckel und maximal 350 Kilogramm pro Stunde Durchsatzleistung. © Wittmann

Die sogenannte RTLS Echtzeitverwiegung (Real Time Live Scale) soll den Gravimax Dosiergeräten von Wittmann die entsprechende konstante Genauigkeit beim Erzielen der gewünschte Mischverhältnisse von Neuware und Additiven verleihen. Die neuen Funktionen der in verschiedenen Größen und für unterschiedliche Durchsätze erhältlichen Geräte trage bei schwierigen Dosiervorgängen zu merklichen Kosteneinsparungen bei.

Oft besteht in der Praxis der Kunststoffverarbeiter die Tendenz, die eigentlich ausreichende Dosis bei den Additiven deutlich zu überschreiten, also eine massive Überdosierung vorzunehmen. Eine Vorgangsweise, die schlicht auf der Befürchtung gründet, dass aufgrund schwankender Dosierung die notwendige Mindestmenge unterschritten werden könnte; und natürlich soll der Ausschuss in der Produktion geringgehalten werden. Anders ausgedrückt: So wird beispielsweise statt mit 5 Prozent Farbadditiv-Anteil mit 6 oder 6,5 Prozent produziert. Bei einem Preis von 2,80 Euro je Kilogramm Additiv und einem Materialdurchsatz von 50 Kilogramm pro Stunde, summiert sich dieser erhöhte Verbrauch pro Jahr auf einen fünfstelligen Betrag. Bei teureren Additiven kann das auch in den sechsstelligen Bereich langen.

Die Touch-Oberfläche der Gravimax Steuerung ermöglicht es im Zuge der Produktionsvorbereitungen einfach unterschiedliche Materialtypen anzuwählen, die entsprechenden Dosierungen einzustellen und in der Steuerung zu hinterlegen. Hierbei unterscheidet die Steuerung zwischen den Materialtypen Neuware, Mahlgut und Additiv.

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Ist die exakte mengenmäßige Zugabe von Additiv erforderlich – zur Vermeidung von Farbschwankungen und zu hoher Materialkosten – kann die Dosiereinstellung namens Referenz Additiv gewählt werden. Starke Vibrationen der Maschine oder Stöße können dazu führen, dass voneinander abweichende Mengen an Additiv dosiert werden, was zwangsläufig Teile unterschiedlicher Qualität ergibt. Im Dosiermodus Referenz Additiv passt das Gravimax Dosiergerät augenblicklich die zu dosierende Menge an Neuware der des Additivs an, damit das prozentuelle Verhältnis der beiden Materialsorten wieder der Vorgabe entspricht. Bei Überdosierung des Additivs wird diese also mit zusätzlicher Neuware ausgeglichen.

Besonders schwierig gestaltet sich ein exakter Dosiervorgang üblicherweise bei Verwendung von mit Langglasfasern (LGF) verstärkten Kunststoffen. Zum einen kommt dem richtigen Anteil von LGF-haltigem Material hohe Priorität zu, andererseits besteht hier die verstärkte Gefahr der Brückenbildung. Um diesem Effekt zu begegnen, sind die Dosiergeräte mit pulsierenden Dosierventilen ausgestattet. So werden LGF-Materialien während des Dosierens in Bewegung gehalten. Auch hier lässt sich den Auswirkungen einer Überdosierung – in diesem Fall der Neuware – mit einem speziellen Dosiermodus begegnen: Referenz Neuware. Sie sorgt dafür, dass, abhängig von der tatsächlich dosierten Menge an LGF-Neuware, die zu dosierenden Mengen der weiteren Komponenten entsprechend angeglichen werden.

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