Premiere zur K

Batches mischen ohne Stillstandzeiten

Ein spektakuläres Exponat findet sich während der K in Halle 9: Im typischerweise eher weniger „aufregenden“ Themenfeld Fördern, Mischen und Dosieren wirbelt ein Kuka-Roboter Mischcontainer schneller als jemals zuvor.

Der automatisierte Containermischer trennt das Mischbehältersystem von der Maschinenbasis. Der Roboter greift sich einfach einen Behälter nach dem anderen einschließlich Mischwerkzeug und startet unverzüglich den folgenden Mischauftrag. (Bild: MIT)

Mischcontainer verschiedener Größe verarbeitet der C tec Pro von MTI automatisch, mit minimalen Wechselzeiten und hohem Durchsatz. Kern der Anlage ist ein Kuka- Roboter mit 1 Tonne Traglast und sieben gesteuerten Achsen. Alle Mischprozesse laufen ohne manuelle Produktionsschritte ab. Zur Vorbereitung wird die jeweilige Rezeptur verwogen und in den Container gefüllt. Von einer zentralen Aufgabestation entnimmt der Roboter den jeweils vordersten. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet er automatisch den jeweiligen Mischprozess individuell ab, bis er den Container in einer Abgabestation bereitstellt. Ein Schlüsselelement dafür ist – neben dem anwendungsspezifisch optimierten Industrieroboter – der neuartige Containerdeckel mit integrierter Mischerwelle für die Aufnahme unterschiedlicher Mischwerkzeugkonfigurationen. Er ermöglicht ein geschlossenes System, in dem das Mischen geschieht – mit dem für die jeweilige Charge individuell festgelegten Mischwerkzeug oder auch ohne, sofern für die Rezeptur vorgewählt.

Bei bestehenden Konzepten muss der fest mit der Maschine verbundene Mischkopf bei jedem Produktwechsel manuell gereinigt werden. Das neue Konzept dagegen ermöglicht frei wählbare Kombination unterschiedlicher Mischrezepte. Anders als bisher erfordern Rezepturwechsel keine Stillstandzeiten für die Reinigung, denn die Anlage wechselt mit der Charge den zugehörigen Container und dessen bereits mit Mischwerkzeug konfektionierten Deckel. Dies ermögliche einen nahezu unterbrechungsfreien Betrieb und damit erhebliche Steigerungen der Chargenanzahl. So ist beispielsweise der Wechsel von Schwarz zu Weiß ohne Stillstand der Maschine möglich. Dabei lassen sich Containergröße und Mischwerkzeugkonfiguration individuell den Anforderungen anpassen und für die Produktionsmenge jeder Charge optimieren.

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Weil sich unterschiedliche Behältervolumen von 100 bis 600 Liter frei wählbar kombinieren lassen, kann der C tec Pro im Tagesbetrieb mehrere konventionelle Containermischer und zugleich unterschiedliche Maschinengrößen ersetzen. Das mache die Produktionsplanung trotz höherer Kapazität und Flexibilität deutlich weniger komplex. Und weil jeweils mit dem optimalen Füllgrad gearbeitet wird, werde eine konstant hohe Mischqualität erreicht und die Zahl der benötigten Container sinke.

Auch bei der Finanzierung des C tec Pro geht MTI neue Wege. An Stelle einer einmaligen Investition stellt das Unternehmen Betreibern der neuen Batchmischer die System- und Servicekosten monatlich im Rahmen eines Full-Service-Konzepts in Rechnung. Dieses schließt alle Ersatz- und Verschleißteile für die Dauer von 36 Monaten ebenso ein wie eine jährliche vorbeugende Wartung und den Online-Support.

K 2016, Halle 9, Stand B22

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