Roboter in der Kunststoffindustrie

Sackware depalettieren

Schüttgüter in Säcken sind schwierig zu handhaben. Falten oder Unebenheiten erschweren das automatisierte depalettieren – unmöglich machen sie es aber nicht.

Sackware ist in der Kunststoffverarbeitung – neben Silo und Big-bags – die gängige Lieferform. Um die Zufuhr in die Produktion zu automatisieren, wurde basierend auf Kawasaki Robotertechnik ein modulares System entwickelt, das sowohl die Gesundheit der Mitarbeiter schont, als auch die Effizienz der Produktion erheblich steigert.

Säcke mit Schüttgütern sind unberechenbar: Bedingt durch Transport oder Lagerzeiten können Mulden, Falten, Risse oder andere Beschädigungen in den Gebinden entstehen. Daher ist ein Werkzeug erforderlich, das diese Unregelmäßigkeiten ausgleicht. So wurde zunächst ein Roboterkopf entwickelt, der mit einer speziellen Vakuumtechnik zuverlässig die Säcke aufnimmt und durch ein Ansauggebläse auch den Staub von defekten Säcken absorbieren kann. In Verbindung mit einem Palettengreifer, steht ein Tool zur Verfügung, das einen Werkzeugwechsel überflüssig macht. Die hier abgebildete Depalettieranlage, sie besteht im Kern aus einem Kawasaki Roboter ZD 130, entnimmt die Säcke und legt sie auf einem Förderband ab, um sie zunächst zu einer Sackaufreißanlage zu transportieren. Die Anlage arbeitet ohne Lagenscanner, verschiedene Packschemata sind in der Robotersteuerung hinterlegt und werden über einen Touchscreen manuell gestartet.

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Eine weitere Variante dieser Anlage wurde für die Depalettierung von Säcken für die chemische Industrie hergestellt. Diese Anlage ist mit einem Lagenscanner ausgestattet, der die Packbilder ohne Bedienereingriff erkennt. Je nach Bedarf bietet das Anlagenkonzept weitere Optionen. Hierzu zählen unter anderem die automatische Palettenzufuhr sowie die selektive Auswahl von unterschiedlichen Säcken, die vom Roboter genau in der Reihenfolge depalettiert werden, die beispielsweise zur Herstellung spezieller Rezepturen notwendig ist.

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