Trockner Dry-Flex

Stimmige Randbedingungen

Peripherietechnik definiert den Spritzgießerfolg
Die „nackte“ Spritzgießmaschine macht keine effiziente Teilefertigung aus. Neben dem Formenbau ist die auf die Randbedingungen abgestimmte und flexibel einsetzbare Peripherietechnik maßgebend für die Qualität und Effizienz des Prozesses.

Nahezu alle kosten- und qualitätsrelevanten Prozessparameter beeinflusst die Materialtrocknung. Energieeffizienz, Produktionssicherheit und Bedienkomfort sind gefordert, um zu optimalen Ergebnissen zu kommen. Hier hat Colortronic mit seiner Großtrockner-Familie angesetzt. Sie sind nicht nur mit Energie-Rückgewinnungssystemen ausgestattet, sondern mit einem Energiemanagement, das den Energieverbrauch nach Anbieterangaben bis zu 50 Prozent reduziert. Verfügbar sind Geräte mit 250 bis 2400 m3/h Luftleistung. Zur Prozesssicherheit tragen der einstellbare Taupunkt, ein wirkungsvoller Übertrocknungsschutz und der Trocknungstrichter aus poliertem Edelstahl bei.

Zur Energieeinsparung trägt eine ganze Reihe von Maßnahmen bei. Dazu gehören eine beladungsabhängige Regenerierung, die taupunktabhängige Regenerierumschaltung, optimierte Druckverhältnisse im System, Rückkühlung der Trocknungszellen ohne Wiederbefeuchtung, Energierückführung beim Regenerierprozess, ein „intelligentes“ Energie-Management und das Energie-Rückgewinnungssystem.

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Herz der Trocknungstechnik ist die auf der Siemens S7 basierende CS7-DF Touch, über die der Trockner und alle angeschlossenen Trocknungstrichter gesteuert werden. Ein Farb-Touch-Screen mit einer laut Hersteller selbsterklärenden Bedienung bildet die Schnittstelle. Hinterlegt ist eine Prozessdatenbank und Event-Log zur Qualitätssicherung. Anfahrüberwachung, Wochenzeitschaltuhr und Fördersteuerung sind integriert. Ein mehrstufiger Passwortschutz mit Benutzerverwaltung sorgt für Sicherheit.

Einstellbare, taupunktabhängige Regenerierumschaltung mit Taupunktanzeige und die Durchsatzkontrolle am Trocknungstrichter zur automatischen Überwachung der Verweilzeit dienen der Sicherstellung der Produktqualität. Das Modul zur Fernwartung und die Prozessdatensicherung auf Speicherkarte sorgen für Ausfallsicherheit, die integrierten Modul zur Betriebsdatenerfassung über OPC und ein Kommunikations-Interface stellen die unkomplizierte Vernetzung mit der Umgebung her. Außerdem stehen Funktionen bereit, um die Auditierfähigkeit, beispielsweise nach FDA, sicher zu stellen.

Soviel wie nötig, sowenig wie möglich

Abhängig von der Art des jeweiligen Materials, von dessen Anfangsfeuchte und momentanem Durchsatz kann der Energie- und Trockenluftbedarf an den einzelnen Trocknungstrichtern und im Gesamtsystem sehr unterschiedlich sein. Zusätzlich wirkt sich die jahreszeitabhängige Umgebungsfeuchte auf die Leistungsfähigkeit des Systems aus. Bei konstanter Trockenluftmenge könnte das Material thermisch hoch belastet werden, die zu hohe Trockenluftmenge muss aufgeheizt werden, damit das Material durch die Durchströmung nicht abkühlt und die Rückluft aus dem Trichter muss verfahrensbedingt wieder abgekühlt werden.

Das kann weder aus Sicht des Energieverbrauchs noch unter Aspekten der Materialschonung sinnvoll sein. Mit dem i-tronic genannten System kann sowohl der individuelle Luft- und Wärmebedarf jedes einzelnen Trocknungstrichter sowie das Gesamtsystem stufenlos geregelt werden. Die patentierten, Fuzzy-Logic-geregelten Luft-Regulierklappen regeln den Luftdurchsatz jedes Trichters, das drehzahlgeregelte Prozess-Gebläse erzeugt nur die benötigte Luftmenge. Individuell getaktete Trocknungsheizungen erzeugen nur die benötigte Wärmemenge. Aus diesen Regelparametern resultieren, so der Anlagenhersteller, die oben genannten Energie-Einsparungen von bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig sei ein wirkungsvoller Übertrocknungsschutz gegeben und der problemlose Betrieb des Systems mit wechselnden Durchsätzen und/oder wechselnden Materialien sichergestellt.
In den weitaus meisten Unternehmen dürfte die Trocknungstechnik noch einige Reserven bieten, um einerseits die Kosten nachhaltig zu drücken und andererseits die Produktqualität bzw. die Prozesssicherheit zu verbessern. Die Technologien stehen zur Verfügung – es gilt, sie sachgerecht einzusetzen.

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