Überwachter Kupplungsbahnhof

Materialverteilung mit Sicherheit

Kleinere Serien, ein breiteres Spektrum an verarbeiteten Werkstoffen, die Nowenidigkeit möglichst kurzer Umrüstzeiten – Materialwechsel werden tendenziell anspruchsvoller. Fehler werden zumeist teuer: Ausschuss und im schlimmeren Fall Beschädigungen der Spritzgießform sind die Folgen. Überwachte Kupplungsbahnhöfe können das Problem deutlich entschärfen.

Am Kupplungsbahnhof lassen sich verschiedene Rohrmaterialien einsetzen und auch kombinieren. © Wittmann

Der mechanische Aufbau von Materialverteilern kann laut Wittmann Battenfeld individuell festgelegt werden. Zudem ist der Einsatz unterschiedlicher Materialien möglich, beispielsweise ausschließlich Edelstahl, oder eine Kombinationen aus gehärtetem Edelstahl und Glaselementen. Die unter dem Namen Codemax vertriebenen Kupplungsbahnhöfe bieten eine steckbare Variante mit abgedichteten Rohrschellen. Das ermöglicht den nachträglichen Tausch von Rohrelementen, beispielsweise gegen verschleißärmere Teile.

Die speziellen Camlock Schnellkupplungen für die Materialleitungen werden laut Wittmann exklusiv für diese Kupplungsbahnhöfe hergestellt. Sie bestehen aus Aluminium, sind mit einer Dichtung versehen, benötigen kein Gewinde und werden auf Edelstahlrohren montiert. So seien typische Kundenvorgaben einzuhalten wie ausschließlich Edelstahl für produktberührende Komponenten einzusetzen. Ihr stabiler Aufbau erlaube auch einen robusten Umgang mit den Kupplungen bei laufendem Produktionsbetrieb. Schließlich komme es vor, dass Materialschläuche mitsamt den Kupplungen fallen gelassen werden – und dennoch keine Verformungen erleiden oder andere Schäden davontragen dürfen. Die Camlock Kupplungen sollen für sichere Verbindungen ohne Leckagen sorgen und doch schnell umsteckbar sein.

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RFID-Antennen und Tags für jede Kupplung ssollen garantieren, dass in jedem Fall korrekte Verbindungen zwischen den Materialzuleitungen und den Verarbeitungsmaschinen hergestellt werden. Die Verbindungen werden über die Wittmann Netzwerksteuerung für Förderanlagen verwaltet, wobei stets ein Abgleich mit den Eingaben des Anlagen-Bedieners stattfindet. Wird ein Kuppelvorgang ohne Eingabe an der Netzwerksteuerung vorgenommen, erzeugt das System eine Fehlermeldung und der betreffende Fördervorgang stoppt. So wird unterbunden, dass einer Verarbeitungsmaschine das falsche Material zugeführt wird. Sollte ein Materialwechsel über die Steuerung angestoßen worden sein, und am Kupplungsbahnhof ist das falsche Material gekuppelt, wird dasselbe Prozedere in Gang gesetzt. Schon vor Durchführung eines Kupplungsvorgangs wird dem Anlagen-Bediener an der Steuerung gezeigt, welcher Materialschlauch mit welchem Verteiler zu verbinden ist. Falsch vorgenommene und offenstehende Verbindungen visualisiert die grafische Oberfläche der Steuerung. Somit sei für jeden einzelnen Fall sichergestellt, dass die Verarbeitungsmaschinen nur mit dem gewünschten Material versorgt werden; darüber hinaus werden durch offenstehende Verbindungen verursachte Leckagen verhindert.

Die speziellen Camlock Schnellkupplungen bestehen aus Aluminium und sind auf Edelstahlrohren montiert. © Wittmann

Die RFID-Antennen sind bestens vor Stößen geschützt, da sie in einem Gehäuse aus Aluminium verbaut und in eine stoßabsorbierende Kunststoffschicht eingegossen sind. Bestehende Materialverteiler können auch mit RFID-Antennen nachgerüstet werden, und die nachträgliche Erweiterung überwachter Kupplungsbahnhöfe ist problemlos möglich.

Die Netztwerksteuerung ist Dreh-und Angelpunkt der zentralen Materialverteilung. © Wittmann

Alle aktuell gegebenen Kupplungsmöglichkeiten sind an zentraler Stelle abrufbar. Mit Hilfe einer solchen Anlage werden rasche Materialwechsel zur Norm, Materialquellen wie Trockner, Rollcontainer oder Außensilos können für mehrere Verbraucher genutzt werden, und insgesamt sorgt die RFID-Überwachung für einen fehlerärmeren Produktionsablauf.

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