Effizienz bei Anlagen und Werkstoffen im Fokus

Von modularem Materialhandling bis zur LFT-Technik

Zur Fakuma vorgestellt wurde eine neue Generation stationärer Modul-Trocknungsanlagen in Kombination mit einem Trockenlufterzeuger sowie ein gravimetrisches Dosiersystem.

Das modulare Konzept des neuen Trocknersystems aus einem Trockenlufterzeuger und bis zu zwölf modularen Trocknungstrichtern ermöglicht verschiedene Anlagenvarianten und Erweiterungen bestehender Anlagen.

Demonstriert wurden die stationären Modul-Trocknungsanlagen der neuen Somos D-Reihe auf dem Messestand mit einem Trockenlufterzeuger des Typs D500 und zwei daran angeschlossenen Trocknungstrichter-Modultischen, einem Einzeltisch mit einem 600 Liter-Trichter und einem Zweier-Tisch mit je einem 300 Liter- und einem 100 Liter-Trichter. Die Kombination mehrerer Trocknungstrichter auf einem Modultisch erlaube die kompakte, platzsparende und zugleich wirtschaftliche Bauweise der Trocknungsanlage. In der jetzt komplettierten Baureihe stehen Einer-, Zweier-, Dreier- und Vierer-Tische für verschiedene Trichtergrößen zur Verfügung. Alle Modultische lassen sich flexibel auslegen und miteinander kombinieren, bestehende Trocknungsanlagen können damit erweitert werden.

Ein Trockenlufterzeuger kann laut Anbieter bis zu zwölf Trocknungstrichter mit Trockenluft einer konstanten Taupunkttemperatur von –35 Grad Celsius versorgen. Dabei lasse sich der Trockenluftdurchsatz variabel auf den aktuellen Trockenluftbedarf einstellen. Bedient werden die Trockenlufterzeuger über eine Siemens S7-Steuerung, die alle Trocknungstrichter und die zugehörigen Fördergeräte zum Befüllen der Trichter steuert. Für hohe Energieeffizienz sollen bewährte Regelmechanismen zur Abstimmung der Trockenluftmenge auf den aktuellen Materialdurchsatz und zur Anpassung der Trockenmittelregeneration an die jeweils aktuelle Feuchtebeladung des Adsorptionsmittels sorgen.

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In dieser Anlage entstehen durch Pultrusion hochwertige LFT-Granulate mit vielfältiger Polymermatrix und unterschiedlicher Faserverstärkung.

Besonderheit bei dem auf der Fakuma vorgeführten gravimetrischen Dosier- und Mischsystems Somos Gramix E – einem Dosiersystem für Durchsätze bis 300 kg/h und bis zu fünf Komponenten – ist die darin integrierte Kleinmengendosierung für maximal etwa 2 kg/h Materialdurchsatz. Mit der sensiblen Wägeelektronik des Dosiersystems lassen sich nun Mengen von 200 g/h, entsprechend 3 g/min, prozessstabil dosieren. Erforderlich ist diese Präzision, um beispielsweise hochkonzentrierte Masterbatche in Kleinstmengen zuzudosieren.

LFT-Granulat für den Leichtbau
Die auf der Fakuma vorgestellte Anlagentechnik Solido wird zur Produktion eines breiten Spektrums langfaserverstärkter Thermoplaste (LFT) mit vielfältiger Polymermatrix und unterschiedlicher Faserverstärkung angeboten. Diese Verbundwerkstoffe entstehen mit Fasern in Granulatlänge – üblich sind Längen von 7 bis 25 Millimeter – im Pultrusionsverfahren. Mit der vorgestellten Technologie werden Glasfaser- oder Kohlefaserstränge im Imprägnierwerkzeug in die Filamente vereinzelt und die Einzelfasern mit der Polymerschmelze ummantelt (imprägniert). Die so hergestellten LFT-Granulate ergeben nach der Weiterverarbeitung Bauteile mit guter Oberflächenqualität bei hoher mechanischer Belastbarkeit. Realisierbar sind mit der Technologie Fasergehalte bis 60 Gewichtsprozent und Anlagen mit Durchsätzen bis 1,2 t/h.

LFT-Granulate sind im Spritzguss verarbeitbar und erschließen bisher Duroplasten vorbehaltene Anwendungen. Sie verleihen den daraus gefertigten „Leichtbauteilen“ neben hoher Festigkeit, Steifigkeit und Schlagzähigkeit auch eine hohe Wärmeformbeständigkeit. Einsatzgebiet für LFT ist zurzeit besonders der Automobilbau. Auch Biokunststoffe sollen sich damit „aufwerten“ lassen, sie erreichen laut Anlagenbauer das Eigenschaftsniveau technischer Kunststoffe.

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