Prüftechnik für die Kunststoffindustrie

Kunststoffprüfung – von statisch bis dynamisch

Labor und Produktion mit unterschiedlichen Anforderungen. Unterschiedliche Prüfsysteme für die Kunststoffbranche – vom Wareneingang über das Labor bis zur Produktion – aus einer Hand zu beziehen hat einige Vorteile.

Ein Portfolio an Materialprüfmaschinen für die Kunststoffindustrie. HDT/Vicat-Prüfsystem (oben links), elektromechanische Tisch-Prüfmaschine für Zug, Druck und Biegung mit automatischer Probenbestückung (rechts), Fallwerk (unten links) und elektrodynamisches Prüfsystem mit patentierter, ölfrei laufender Linearmotor-Technologie (Mitte), die alle im Verbund mit maßgeschneiderten Softwarepaketen betrieben werden. (Bild: Instron)

Für statische Zug-, Druck- und Biegebelastung, für Schäl-, Scher- und Weiterreißtests sowie für zyklische Prüfungen zeigte Instron zur K 2016 eine universell einsetzbare elektromechanische Zweisäulen-Tischprüfmaschine des Typs 5969 für mittlere Prüfkräfte, ausgestattet mit pneumatischen Spannbacken für 10 Kilonewton Nennlast und einem automatisch ansetzenden Extensometer.

Für die automatisierte Zug- und Biegeprüfungen entsprechend den Anforderungen aller üblichen Prüfnormen soll der neue Testmaster AT3 gezeigt werden. Sobald der Probenhalter bestückt und der Startknopf gedrückt ist, verringere die automatisierte Probenzuführung die manuellen Tätigkeiten und steigere die Wiederholgenauigkeit der Prüfungen sowie die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. Weil der Bediener den direkten Prüfbereich verlassen kann, steige die Sicherheit, und da sich ständig wiederholende, für Serienprüfungen typische Arbeitsabläufe entfallen, verbessern sich auch die Arbeitsbedingungen. Die universelle Bluehill 3 Prüfsoftware übernimmt die Steuerung, Überwachung und Dokumentation aller Prüfabläufe sowie die Ablage der Werte in einer Datenbank. Integrierte Programmpakete sollen komfortabel handhabbare Anwendungslösungen für Laborleiter und Materialprüfer gleichermaßen liefern.

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Für Schlagprüfungen zeigt Instron ein Fallwerk für Schlagenergien von 0,59 bis 750 Joule (bzw. bis 1800 Joule), ausgerüstet mit einer Klimakammer, sowie ein motorisiertes Pendelschlagwerk. Beide laufen mit der Software Ceast Visual Impact, die sie steuert, die Kraft und die absorbierte Energie erfasst und die Ergebnisse visualisiert, die Berechnung der Schlagzähigkeit übernimmt und die weitere Versuchsauswertung unterstützt. Die Datenerfassungsrate von 4 MHz sei bei der Prüfung spröder Werkstoffe und bei der Prüfung mit hohen Geschwindigkeiten oder bei tiefen Temperaturen besonders vorteilhaft.

Für HDT- und Vicat-Prüfungen ist die Präsentation der HV-Serie angekündigt, die die Arbeitsbelastung im Prüflabor senken und die Effizienz steigern könne. Am Messestand werde die Variante HV6X mit sechs Prüfstationen und sich automatisch absenkenden Gewichten verfügbar sein. Eine Elektronik setzt die LVDT-Wegaufnehmer vor dem Beginn jeder Messung automatisch auf Null, wodurch sich der Zeitaufwand sowie Möglichkeiten zur Fehlbedienungen durch Laborpersonal reduzieren. Die Prüfsoftware steuert das Prüfsystem. Mit nur wenigen Mausklicks ermögliche sie das Editieren von Prüfabläufen, die Auswertung der Ergebnisse sowie die Konfiguration des Systems. Dadurch sinke der Arbeitsaufwand weiter, so dass die Effizienz des Labors und der Probendurchsatz steigen können. Für dynamische Prüfungen zeigt Instron das elektrodynamische Prüfsystem Electropuls E1000 zeigen, in dem eine patentierte, ölfreie Linearmotor-Technologie arbeitet, die den Betrieb im Labor ebenso wie im Büro ermöglicht. Prüfsysteme dieser Baureihe eignen sich für langsame statische ebenso wie für Hochfrequenz-Ermüdungsprüfungen mit Nennlasten bis 10 Kilonewton axial oder bis 10 Kilonewton und 100 Nm bei kombinierter axialer und Torsionsbelastung. Auf dem Messestand werde es mit dem kürzlich vorgestellten Advanced Video Extensometer AVE2 ausgestattet sein. Dieser kontaktfrei arbeitende Dehnungsaufnehmer für dynamische Prüfungen ermögliche die Einstellung unterschiedlicher Messbereichslängen und Verfahrwege für schnelle und flexible Untersuchungen des Materialverhaltens ohne Vorschädigung der Probenoberfläche. Er kompensiert Temperaturschwankungen im Prüflabor und minimiert mögliche Fehlmessungen auf Grund von Änderungen der Temperatur und der Beleuchtung im Bereich der Probeneinspannung.

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