Simulationsschrank MKF

Echt simuliert

Mit besonders ergonomischer Nutzung – neben den Möglichkeiten anspruchsvolle Testzyklen zu fahren – wirbt ein neu entwickelter Klimatestschrank.

Gut zugängliches Prüfgut das bequem be- und entladen werden kann, ist nicht eben die Stärke üblicher Klimatestschränke ab einer gewissen Größe. Eine vergleichsweise einfache Lösung hat der Hersteller Binder gefunden. Bekannter maßen sind ja die einfachen Lösung besonders effizient, und so wurde der Innenraum des Typs MKF mit 720 Liter Volumen „gedreht“. Er ist 1,2 Meter breit und 0,6 Meter tief, also anders angelegt als branchenüblich. Dadurch lässt sich Testgut einfacher einbringen und auch weiter hinten liegende Teile sind leicht zu erreichen, ohne dass man mit dem Ärmel alles davor abräumt und in den heißen Schrank steigen muss.

Neben diesem offensichtlichen Vorteil weist die neue Testschrank-Generation laut Hersteller eine Reihe weiterer Vorzüge als Standard auf, beispielsweise ein beheiztes Sichtfenster mit Innenbeleuchtung in der Tür. Das Gerät deckt den Temperaturbereich von 10 bis 95 Grad Celsius bei 10 bis 98 Prozent relativer Feuchte ab, ohne Feuchte sind Temperaturen von –40 bis 180 Grad Celsius möglich. Die Versionen für Tiefkälte erreichen demnach –70 Grad Celsius mit einer Änderungsgeschwindigkeit von etwa 5 Grad Celsius pro Minute. Die vergleichsweise hohe Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeiten erlauben schnellere Temperaturwechsel und damit anspruchsvolle Testzyklen. Erreicht wird die Temperaturgenauigkeit mit verschiedenen konstruktiven Kunstgriffen: So ist das LED-Beleuchtungssystem am Sichtfenster der Gerätetür integriert, und zwar außerhalb des Innenraums. Das erhöht dessen Lebensdauer und vermeidet Wärmeeintrag in den Schrank. Die Tür ist separat beheizt, um Kondensation zu vermeiden. Zwei Dichtungen – eine an der Tür, eine am Gerätekorpus – und neue Beschläge sollen dafür sorgen, dass der Schrank dicht und exakt schließt.

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Heizung und Lüfter sind platzsparend in der Rückwand installiert. Das Horizontal Airflow Design soll durch symmetrische Luftführung für eine naturähnliche Simulation sorgen. Die Luft werde dabei durch die gesamten Seitenwände ohne Verwirbelungen eingeführt. Die Heizung ist rund um den Lüfter angeordnet, um die Erwärmung zu beschleunigen. Außerdem können deshalb Durchführungen an fast jeder Stelle in den Seitenwänden eingesetzt werden. Eine zusätzliche Kerbdurchführung ist in der Tür integrierbar. Das neu entwickelte Be- und Entfeuchtungssystem spritzt elektronisch geregelt überhitzten Dampf unter Druck über ein Ventil in den Innenraum. Ein kapazitiver Feuchtesensor kontrolliert die Feuchtigkeit, er ist wie einige andere Technologien eine „Anleihe“ aus dem von gleichen Hersteller in den Wissenschaftsbereich gelieferten Schränken: Er sei völlig wartungsfrei, ohne Drift und garantiert störungsfreie Prüfprozesse. Der Schrank arbeitet wahlweise mit destilliertem Wasser oder mit Leitungswasser bis 8°dH. Das Wasseraufbereitungssystem Pure Aqua Service verlängert das Wartungsintervall und kann unabhängig von der Wasserqualität auch über einem Härtegrad von 8°dH eingesetzt werden. Die gesamte Technik wie Dampfmodul, Kühlung und Elektronik ist leicht zugänglich im Unterschrank verstaut. Der integrierte Wassertank kann von vorn befüllt werden, ohne ihn herauszunehmen. Der Schrank ist serienmäßig mit Rollen ausgerüstet. Neben der erwähnten Baugröße mit 720 Liter Volumen sind weitere Varianten Umweltsimulations-Schränke verfügbar.

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