Nidisi

Annina Schopen,

Alpla unterstützt Recycling-Programm in Nepal

Alpla, Spezialist für Verpackungslösungen und Recycling, unterstützt seit Ende 2021 die gemeinnützige Organisation Nidisi. Unter dem Namen „Revalue“ baut diese aktuell Recycling-Zentren in Nepal auf.

Unter dem Namen „Revalue“ baut Nidisi aktuell Recycling-Zentren in Nepal auf. © Alpla

Littering, die achtlose Verschmutzung der Weltmeere und Naturlandschaften, stellt eine der großen Herausforderungen unserer Zeit dar. Laut aktuellen Studien gelangen jährlich über acht Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane. Ein Großteil davon stammt aus Ländern, in denen es keine funktionierenden Abfallsammelsysteme gibt. Neben der Gefährdung der Ökosysteme gehen dadurch wichtige Wertstoffe für die Industrie verloren. Alpla setzt sich daher weltweit für einen geschlossenen Kreislauf und den Ausbau von Recycling-Infrastrukturen ein.

Im Zuge dessen unterstützt Alpla jedes Jahr spannende Organisationen, die das Potential haben, einen Beitrag zur Eindämmung der Umweltverschmutzung zu leisten. Ziel ist, Partnerschaften aufzubauen, die ein gegenseitiges Voneinander-Lernen ermöglichen und eine positive Entwicklung im Bereich Nachhaltigkeit zur Folge haben. Unterstützt werden sowohl technologisch innovative Organisationen als auch solche, die eine Infrastruktur für Abfallsammelsysteme in Ländern schaffen, in denen genau diese fehlen. Passend dazu gab ALPLA Ende 2021 bekannt, die gemeinnützige Organisation Nidisi finanziell zu unterstützen.

Was macht Nidisi in Nepal?

Die in Berlin angesiedelte Organisation Nidisi initiiert Social-Development-Projekte mit Fokus auf Bildung, Menstruationsgesundheit und -hygiene, Wasser und Recycling in Nepal. Für Alpla ist besonders das Projekt Revalue interessant, das sich für den Aufbau einer lokalen Recycling-Infrastruktur einsetzt, da in Nepal Plastik in Ermangelung von Alternativen oft in der Umwelt entsorgt oder unkontrolliert verbrannt wird.

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Anfang Februar 2022 konnte das erste Recycling-Zentrum in Betrieb genommen werden. © Alpla

Genau hier setzt Nidisi an, um dem Abfall unter dem Motto „Don’t waste the waste“ einen Wert zu geben. Gemeinsam mit dem nepalesischen Partner Avni werden schrittweise lokale Recycling-Kapazitäten aufgebaut, um den massenhaft vorhandenen Plastikmüll wieder in den Wertstoffkreislauf zu integrieren. Ausgangspunkt ist der von Alpla finanziell unterstützte Bau von zwei Recyclingzentren, in welchen Kunststoff mit einer Ballen-Presse komprimiert wird. Dies ermöglicht den Transport und den Verkauf von wiederverwertbaren Kunststoffen aus Gebieten ohne Abfallsystem an Recyclingunternehmen in Nepal.

Erstes Recycling-Zentrum in Betrieb

Anfang Februar 2022 konnte das erste Recycling-Zentrum in Betrieb genommen werden. Bereits in der ersten Woche wurden 800 kg Kunststoff gepresst, bei voller Auslastung werden pro Monat 20.000 kg Kunststoff gesammelt, gepresst und in weiterer Folge recycelt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Kunststoffverbrauch von rund 32.000 Nepalesinnen und Nepalesen pro Monat. Gleichzeitig wird die lokale Wirtschaft angekurbelt, da mit jedem Recycling-Zentrum rund 13 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Finanziert werden diese Arbeitsplätze durch den Wiederverkauf des Kunststoffes.

Recycling wirtschaftlich tragfähig machen

Durch den Einsatz von Plastic Credits, die als eine Art Währung dienen, wird das Recycling in Nepal wirtschaftlich tragfähig gemacht und gleichzeitig werden die Verwaltungskosten gedeckt. Für jede Tonne Kunststoff, die in Nepal recycelt wird, generiert Nidisi einen Credit. Diese Gutschriften werden an Unternehmen im Globalen Norden verkauft, die nachweisen können, dass sie ihren Plastikverbrauch gesenkt haben und das verbleibende Plastik kompensieren wollen. Diese Unternehmen können dann ihren Plastikverbrauch kompensieren, während Nidisi das Geld in die Entwicklung einer weiteren Recycling-Infrastruktur investiert. So soll eine sich selbst verstärkende Aufwärtsspirale für den nepalesischen Abfallsektor entstehen, die das Littering langfristig stoppen soll.

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