Grundsteinlegung am Standort Shanghai

Annina Schopen,

Covestro recycelt künftig Polycarbonate in China

Covestro baut eine Anlage für das mechanische Recycling von Polycarbonaten in Shanghai. Sie soll 2023 in Betrieb ehen und jährlich mehr als 25.000 Tonnen Polycarbonate und Blends mit mechanisch rezyklierten Anteilen liefern können.

Spatenstich (v.l.n.r.): Roman Wang, Vice President of Procurement Strategy, Process Excellence Chief of Staff, Schneider Electric, Guopei Yang, Director of Body Exterior Interior, Human Horizons, Lily Wang, globale Leiterin des Segments Engineering Plastics, Covestro, Dr. Yun Chen, Head of Covestro Integrated Site Shanghai, und Renqi Hu, Senior Manager of Center Lab, Saic Motor. © Covestro

Das Recycling von Kunststoffabfällen durch mechanische Verfahren wie Sortieren, Mahlen, Regranulieren und Compoundieren ist ein wesentlicher Bestandteil der Kreislaufwirtschaft. Covestro hat nun Pläne für die Errichtung seiner ersten speziellen Anlage für das mechanische Recycling (MCR) von Polycarbonaten an seinem integrierten Standort in Shanghai angekündigt. Die neue MCR-Anlage solle die wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren Lösungen bedienen, insbesondere mit Post-Consumer-Recycled (PCR)-Produkten, die vor allem für den Compoundierschritt bei der Herstellung von Elektro- und Elektronikprodukten, Automobilanwendungen und Konsumgütern verwendet werden.

Die Anlage, die mit einer Investition von mehr als 27 Millionen Euro verbunden ist, werde nach ihrer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2023 jährlich mehr als 25.000 Tonnen hochwertiger Polycarbonate und Blends mit mechanisch rezyklierten Anteilen liefern können. Insgesamt will das Unternehmen in der Lage sein, bis 2026 jährlich mehr als 60.000 Tonnen Polycarbonate mit Rezyklatanteil im asiatisch-pazifischen Raum zu liefern.

"Die MCR-Produktionslinie ist ein weiterer spannender Schritt auf dem Weg, uns vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten und unser Ziel zu erreichen, bis 2035 klimaneutral zu werden", sagte Sucheta Govil, Vorständin für Vertrieb und Marketing bei Covestro. "Das Recycling von Kunststoffabfällen ist für die Kreislaufwirtschaft absolut unerlässlich und gehört zu den größten globalen Herausforderungen, denen wir uns als Gesellschaft gemeinsam stellen."

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"Um die schnell wachsende Nachfrage nach nachhaltigeren und kreislauforientierten Lösungen unserer Kunden zu bedienen, werden wir weiterhin in den Ausbau unserer Kapazitäten investieren", sagte Lily Wang, Leiterin des Segments Engineering Plastics von Covestro, bei der Grundsteinlegung. "Diese MCR-Produktionslinie ist das jüngste Beispiel für unsere Bemühungen in dieser Hinsicht und signalisiert unser Engagement, den Übergang zu nachhaltigeren Produkten in dieser Region, insbesondere in China, voranzutreiben."

Umnutzung einer Compoundieranlage in Thailand

Covestro will auch eine bestehende Compoundieranlage an seinem Standort Map Ta Phut in Thailand in eine Anlage für mechanisches Recycling umwandeln. Der Umbau der Anlage soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein und den Weg für die Deckung der Marktnachfrage nach Polycarbonaten aus Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) in zahlreichen Branchen in der ASEAN-Region ebnen. Nach den derzeitigen Prognosen werde die Anlage bis 2030 bis zu zehn Prozent ihres jährlichen Produktionsvolumens auf PCR-Basis liefern.

Dr. Nicolas Stoeckel, Leiter des operativen Geschäfts im Segment Engineering Plastics, sagte: "Bei den neuen Entwicklungen in China und Thailand geht es nicht nur um Investitionen in die Kapazitätserweiterung, sondern auch um die Verbesserung unserer Fähigkeit, mehr Produkte mit höherem Rezyklatgehalt und gleichbleibender Qualität herzustellen. Diese Entwicklungen werden den Ruf Asiens als weltweit führender Hersteller von Polycarbonat-PCR-Typen weiter stärken."

Die beiden Anlagen in Shanghai und Map Ta Phut werden die Produktion der PCR-Polycarbonate Makrolon R und Bayblend R von Covestro erhöhen, die bis zu 75 Prozent Recyclinganteil enthalten und zu einer Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um bis zu 50 Prozent beitragen können, während sie gleichzeitig sowohl die Leistungsvorgaben als auch Umweltstandards erfüllen.

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