Kostensparen beim Recycling

Energie im Fokus vom Shredder bis zum Plastkompaktor

Mit Überarbeitungen unter dem Aspekt der Energieeinsparung und komplette Neuentwicklungen soll das Kunststoffrecycling effizienter werden – bei unverminderter oder steigender Qualität der erzeugten Materialien.

Detail des oszillierenden Shredders der Baureihe HOS für sperrige Teile. (Bilder: Herbold Meckesheim)

Zu den zur Fakuma vorgestellten Neuentwicklungen gehört der „oszillierende Shredder mit Raspel-Prinzip“. Er zielt auf die Verarbeitung sehr großer Ausschussrohren bis etwa 3 Meter Durchmesser hat Herbold Meckesheim einen neuen Shredder. Er soll neben hoher Leistung mit einem günstigen Preis/Leistungs-Verhältnis punkten. Der Rohrshredder der Baureihe HOS mit oszillierender Zerkleinerungsfläche kann mit wenig Antriebsleistung auch sehr große Rohre bis 6 Meter Länge in einem Arbeitsgang shreddern. Dabei ist der Betrieb laut Hersteller besonders leise und dank geringem Verschleiß auch für abrasive Materialien wie glasfaserverstärkte Kunststoffe geeignet. Trotz der außergewöhnlichen Größe des Aufgabematerials wie Windradflügel oder übergroße Anfahrbrocken sei der spezifische Energieverbrauch vergleichsweise gering.

Gründlich überarbeitet dagegen wurden die Schneidmühlen mit Zwangsbeschickung. Sie eignen sich nicht nur für die Zerkleinerung von PET-Flaschen, sondern sind auch für vorgeshredderte Materialien als Nachzerkleinerer einsetzbar. Als Leistungsbeispiel gibt das Unternehmen für eine SML 60/100 SB (Rotor 600 x 1000 Millimeter, Antrieb 75 KIlowatt), bei der Nachzerkleinerung von Fässern und Hohlkörpern 3,4 Tonnen pro Stunde im Dauerbetrieb bei 8 Millimeter Siebgröße an. Damit sei der Durchsatz um 30 bis 50 Prozent höher als bei konventionellen Schneidmühlen vergleichbarer Größe. In gleicher Größenordnung geringer sei der Energiebedarf. Zudem werde weniger Feingut und Staub im Mahlgut erzeugt. Die Schneckenbeschickung dieser Mühlen ist mit verschiedenen Patenten geschützt.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Energieeinsparung bietet die Kompaktierung mit dem Plastkompaktor. Er wird bei Post-consumer Anwendungen immer häufiger einer Wasch-Trennanlage nachgeschaltet, weil man so beispielsweise in großen Chargen mischen und homogenisieren kann. Mit Herbold-Plastkompaktoren lassen sich verschiedene Materialien verarbeiten: Thermoplastische Kunststoffe wie Fasern, Bändchen, Schaumstoffe, Folien, Stretch- oder Dünnfolien, Feinanteile, Pulver oder Späne, die schwierig zu fördern, zu lagern und zu mischen sind.

Das agglomerierte Material weist gute Rieselfähigkeit und ein hohes Schüttgewicht auf. Auch die Abtrennung von Restfeuchten wird im Agglomerierprozess effektiv und „nebenbei“ miterledigt. Die Herstellung eines Agglomerates kann eine dauerhaft preiswerte Alternative zum Betrieb eines Recyclingextruders sein.

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