Anlagen für PET-Verarbeitung

PET-Aufbereitung – Reserven nutzen

Mehr Durchsatz ohne Hardware-Erweiterung
Modul-Kondensatabscheider mit den drei hintereinander geschalteten Einheiten Vorfilter-, Kühler- und Demister-Modul.
Spätestens zur Interpack vom 12. bis 18. Mai in Düsseldorf werden die PET-Verarbeiter zeigen, was man aus diesem Kunststoff machen kann. Eine Voraussetzung dafür ist das wirtschaftliche Aufbereiten des Rohstoffs für die Verarbeitung.



Materialtrocknung, Kristallisation und Kondensatabscheidung im Trocknungsprozess – diese Stationen im Prozess bieten nach wie vor Potenziale, um technische und wirtschaftliche Optimierungen zu erreichen. So steht der von Mann und Hummel Protec vorgestellte Trockenlufttrockner Somos D 200 (Luftdurchsatz 200 m³/h) laut Anbeter beispielhaft für die neue Generation der stationären Materialtrocknungssysteme. Das Erzeugen der taupunktkonstanten Trockenluft regelt eine neue, leistungsfähige Steuerung (MH 25). Sie führt im Verbund mit weiteren konstruktiven Neuerungen zu einer erheblich flexibleren Einsatzmöglichkeit der Trockner. So lässt sich beispielsweise der D 200-Trockner allein durch steuerungstechnische Anpassung von nominal 200 m³/h Trockenluftdurchsatz auf bis zu 500 m³/h „erweitern“. Damit könne der Verarbeiter den prozesssicher getrockneten Materialdurchsatz von ursprünglich maximal 100 kg/h ohne Hardwareergänzung auf bis zu 250 kg/h steigern. Gleichzeitig verkürze die ebenfalls neue Prozessführung beim Trockenmittel-Karussell des Trockners die Zeit beim Regenerieren des Trockenmittels und führe zu einer effektiven Nutzung der dafür notwendigen Energie.

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Der Trockner lässt sich modular mit Trocknungstrichtern von 50 bis 300 Litern Inhalt zu einer auf die jeweilige Verarbeitungsaufgabe zugeschnittenen Trocknungsanlage kombinieren und flexibel erweitern. Für die PET-Verarbeitung bei Verpackungsanwendungen, wo Materialdurchsätze von 500 bis 2.000 kg/h heute übliche Praxis sind, stehen entsprechend größer dimensionierte Trockner und Trocknungstrichter zur Verfügung. Die Verbreiterung der Betriebsweise bei der neuen Generation der D-Trockner ist auch bei diesen nominal höher ausgelegten Baugrößen umgesetzt.

Ebenfalls vorgestellt wird auf der Interpack der neue Modul-Kondensatabscheider. Damit lässt sich – wie beispielsweise beim Verarbeiten von PET-Flakes unumgänglich – die Rückluft aus dem Trocknungstrichter von sämtlichen mitgetragenen flüchtigen Bestandteilen wie Monomeren, Spaltprodukten und Staubpartikeln befreien. Mit diesem gesteuerten Abscheiden und Sammeln kann der Verarbeiter diese Materialverunreinigungen zielgerichtet dem Abfallrecycling zuführen.

Der Modul-Kondensatabscheider besteht aus drei hintereinander geschalteten Einheiten: dem Vorfilter-Modul zur Entstaubung der Prozessluft, dem Kühler-Modul, in dem eine Taupunkt-Unterschreitung der kontaminierenden Substanzen stattfindet, und dem abschließenden Demister-Modul als eigentlichem Kondensatabscheider. Alle Moduleinheiten sind gut zugänglich und lassen sich einfach und schnell reinigen. Die Modulbauweise erlaubt durch Erweiterung und Kombination der einzelnen Einheiten eine flexible Anpassung des Modul-Kondensatabscheiders an sich ändernde Produktionsbedingungen.

Diese Anlagen unterstützen den Verarbeiter von Verpackungsmaterialien wie PET effizient bei der für eine prozesssichere und wirtschaftliche Produktion zwingend erforderlichen Materialaufbereitung. PET muss, ob beim Spritzgießen zu Preforms oder beim Extrudieren zu Folien, stets getrocknet und bei amorphem Ausgangsmaterial auch noch kristallisiert werden. Wird aus wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten PET-Rezyklat in Form von Postconsumer-Flakes verarbeitet, gilt es darüber hinaus, qualitätsmindernde flüchtige Verunreinigungen und Spaltprodukte sicher aus dem Trocknungs- und Verarbeitungsprozess zu entfernen. Die für diese Verfahrensschritte erforderliche Anlagentechnik – für die PET-Aufbereitung inzwischen vielfach bewährt – eignet sich prinzipiell auch für die Aufbereitung von Biopolymeren wie PLA (Polymilchsäure) und ist zurzeit bereits in Pilotprojekten unter Praxisbedingungen in Erprobung.

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