Großmühlen

Universell – aber nach Maß

Schneidmühlen auf den eigenen Bedarf zuschneiden
Wandlungsfähig – der Variationsrotor (hier in der offenen Ausführung) lässt sich an unterschiedliche Materialeigenschaften und Abmessungen des Schneidguts anpassen.
Fast so vielfältig wie die Kunststoffprodukte sind die Anforderungen an die Zerkleinerungstechnik. Es gilt, die Anlagentechnik jeweils so zuzuschneiden, dass die aus wirtschaftlicher und technischer Sicht günstigste Lösung zum Einsatz kommt.

Durchsatzmengen sind nicht alles, wenn die Zerkleinerungstechnik definiert wird. Ein maßgebliches Kriterium ist häufig die Variabilität der Anlagen. Dem folgend beansprucht Getecha für ihre nach eigenen Angaben bis zu 3000 Kilo Produktionsreste stündlich zerkleinernden Mühlen der Rotoschneider-Serie hohe Flexibilität: Mit verschiedenen Rotortypen, umrüstbaren Variationsrotoren und Alternativen bei Zuführung und Handling lassen sich demnach die hochautomatisierten Anlagen auf verschiedene Anwendungsfälle anpassen.

Klebrige Butzen, massive Klumpen, schwere Reststücke – mit solchen Überbleibseln sollen es die Kunststoff-Schneidmühlen aufnehmen. Zu den Stärken zählen vor allem flexible Rotorkonstruktionen und maßgeschneiderte Zu- und Abführsysteme. Das mache die Anlagen zu vielseitig einsetzbaren Zerkleinerungslösungen für Spritzgieß-, Extrusions- und Blasform-Produktionen.

Herzstück jeder Zerkleinerungsmühle ist der Rotor. Seine Konstruktion entscheidet nicht nur über die Schneidleistung, sondern auch darüber, welche Werkstoffe und welches Volumen die Anlage „verdauen“ kann. Je nach Fall rüstet Getecha seine Großmühlen daher mit 3-, 5- oder 7-Messer-Rotoren aus und optimiert so Materialeinzug und Schnittfrequenz. Die Segment-Bauweise der Rotoren erlaubt es zudem, die Messer exakt nebeneinander oder versetzt anzuordnen. Dadurch erhält der Rotor eine offene oder eine geschlossene Form. Das beeinflusst das Eintauch-Verhalten des Schneidguts und hat Auswirkungen auf Durchsatz, Messer-Standzeit und Blockade-Toleranz des Rotors.

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Wandlungsfähige Rotoren

Dank der Segmentierung können die Rotoren der Großmühlen auf unterschiedliches Schneidgut und ihr typisches Einzugs-Verhalten eingestellt werden. Für sperrige, hohlwandige Polymerteile eignet sich der offene Rotor mit seinen Buchten. Sie lassen das Schneidgut tief zwischen die Messer eintauchen, gewährleisten ein rasches Zerkleinern und verhindern unproduktives „Tanzen“ der Teile auf dem Rotor. Kompaktes, dickwandiges Material hingegen bedarf der geschlossenen Rotorform (Zylindergeometrie). Hier ragen die Messer knapp über die Rotorsegmente hinaus und „zerknabbern“ dicke Brocken kontinuierlich in kleine Partikel.

Eine Besonderheit ist der flexible Variationsrotor. Er kann sich durch den Einbau von Passelementen von einem offenen in einen geschlossenen Rotor wandeln. Eine Justage der Messer nach dem Umrüsten ist nicht nötig, da ihre Position im Rotor fixiert ist. Der Variationsrotor zerkleinert laut Hersteller sowohl massive Rundprofile, Platten und Klumpen als auch dickwandige Rohre – beispielsweise aus PVC oder PP.

Zuführen – aber richtig

Ein weiteres Flexibilitätsplus soll die Zuführtechnik bringen, mit der sich die Großmühlen in die komplexen Produktionsprozesse integrieren lassen. Je nachdem, ob lange Rohre, große Platten, dicke Profile oder dünne Folien zu zerkleinern sind, kommen maßgeschneiderte Platten-, Kombinations- oder Bypasstrichter zum Einsatz. Auch horizontale Zuführungen für Stäbe oder Platten von bis zu sechs Meter Länge sind realisierbar. Dabei führt ein Einzugsystem die Langteile automatisch in die Mühle.

Als prozesstechnisches Bindeglied zwischen den Funktionsmodulen der Komplettanlagen dient die durchgehende Automatisierung. Sie sorgt für das Zusammenspiel von Fördertechnik, Metalldetektion, Schneidwerk, Mahlgut-Entsorgung (mit Big Bag-Abfüllstationen), Entstaubung sowie Kühl- und Ablufttechnik. Über den Betriebsstatus informieren Leuchtanzeigen im Schaltschrank. Auf Wunsch stattet Getecha die Zerkleinerungsanlagen mit einer SPS-Lösung und Touch Screen aus. Meldungen, Warnungen oder auch Störungen werden hier via Bildschirm visualisiert und mehrsprachig in Klartext angezeigt. Die Anlagen sind überaus bedienerfreundlich und auch Reinigung und Wartung lassen sich sicher und einfach bewerkstelligen – je nach Maschinentyp öffnen und schließen sich Trichter und Mahlraum elektrohydraulisch. Die Fernwartung ist möglich.

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