Filter ERF250

Schmelzefilter für die Depolymerisation

Durch den Einsatz eines selbstreinigenden Filters werden Schäden an der Depolymerisationsanlage vermieden und die Instandhaltungskosten erheblich gesenkt.

Vor dem Recycling muss die Lebensmittelfolie weitgehend von Aluminiumanteilen befreit werden. Nach der Filtration beträgt der Aluminiumgehalt im Kunststoff weniger als 0,5 Prozent. Der Störstoffaustrag besteht aus Aluminium und PET.

Bei der Verölung von Lebensmittelfolie aus einem Verbund von Polyethylen und Polyethylenterephthalat (PE/PET), die mit einer 7 Mikrometer dicken Aluminiumschicht bedampft ist, führte das Leichtmetall zu Schäden an der Reaktor-Innenverkleidung. Die Folgen waren in kurzen Zeitabständen durchzuführende, teure Reparaturen bis hin zur vollständigen Erneuerung der Ausmauerung mit einhergehendem Stillstand der gesamten Anlage.

Um die Standzeit der Ausmauerung zu verlängern und einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen, musste der Aluminiumgehalt in der Kunststoffschmelze unter 1 Prozent gesenkt werden. Dabei war die zwar dünne, aber großflächige Aluminiumbeschichtung auf der eingesetzten Folie eine echte Herausforderung für den Filtrierprozess. Der Anlagenbetreiber Hosokawa begegnete ihr mit Einsatz eines selbstreinigenden Schmelzefilters. Das zuvor in einem Extruder aufgeschmolzene Materialgemisch wird in den kontinuierlich arbeitenden Filter ERF250 gefördert. Dort wird der rotierende Filter mit einer Filterfeinheit von 150 Mikrometer so angeströmt, dass sich die Aluminiumschicht auf der sich drehenden Filtertrommel anlagert. Von dieser hebt ein Abstreifer das Metall ab und führt es einer Austragsschnecke zu.

Anzeige

Da jede Umdrehung der Filtertrommel zu einer vollständigen Reinigung der Filteroberfläche durch den Abstreifer führt, ist es möglich, das Aluminium abzuscheiden ohne die Filteroberfläche zu blockieren. Der Störstoffkuchen mit einem Aluminiumgehalt von etwa 60 Prozent fördert die Austragsschnecke kontinuierlich aus dem Filtergehäuse. Der so gefilterte Kunststoff hat einen Aluminiumgehalt kleiner 0,5 Prozent und wird unmittelbar dem Reaktor zugeführt und zu Dieselöl verölt.

Der ERF ist seit einem Jahr in Betrieb. Durch Einsatz des automatischen Filters wurden die Reparaturintervalle nach Angaben des Betreibers um ein Vielfaches verlängert und die Wirtschaftlichkeit der Anlage wesentlich gesteigert. Der bis auf den Abtransport des Störstoffkuchens automatische Betrieb des Filters ist ein weiterer Bei- trag zur Rentabilität der Gesamtanlage.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite