Infrarot-Drehrohr

Licht trocknet Mahlgut

Infrarot-Drehrohr für PET-Werkstoffe verbessert
Bekanntes Prinzip, weiter entwickelte Technik – das Infrarot-Drehrohr wird vor allem für PET eingesetzt, eignet sich aber für viele frei fließende Schüttgüter.
Das Infrarot-Drehrohr soll die produktschonende und effiziente Erwärmung, Kristallisation und Trocknung von Schüttgütern ermöglichen. Diese Technik steht nun in der zweiten Maschinengeneration zur Verfügung.

Vorteil der kurzwelligen Infrarotstrahlung ist der direkte Wärmeeintrag in das Material, der das Trockengut von innen erwärmt. Durch die Erwärmung des Materials vom Kern und der im Verhältnis deutlich kühleren Umgebungsluft entsteht ein Wärmefluss nach außen, der außerdem den Transport der verdampfenden Feuchte nach außen beschleunigt. Dieser direkte Wärmeeintrag macht das Infrarot-Drehrohr zu einer energiesparenden sowie flexiblen Alternative zu herkömmlichen Verfahren. Eine neue Maschinengeneration knüpft an die schon bekannte Technik an, jedoch mit einigen konstruktiven Verbesserungen.

Das überarbeitete Infrarotmodul kombiniert mit einer neuen Steuerungsphilosophie sind neben weiteren Detailverbesserungen nennte der Hersteller als Highlights der neuen Trocknergeneration. In enger Partnerschaft mit Zulieferern wurde ein Infrarotmodul konzipiert, das neben Strahlern mit Reflektoren aus Aluminiumoxidkeramik über eine Auskleidung mit spezieller Funktionskeramik verfügt. Thermische und strömungstechnische Optimierungen sollen Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Module deutlich steigern. Durch die Kooperation mit der BSG Bruckmann Steuerungstechnik, einem Unternehmen der Kreyenborg-Gruppe, gelang die Umsetzung eines intuitiv zu bedienenden Automatisierungskonzepts mit Touch-Screen-Steuerung und optimierter Temperaturregelung. Neben den komfortablen Optionen der neuen Steuerung bieten sich eine unkomplizierte Einbindungsmöglichkeit der Anlage in Gesamtanlagen sowie ein umfangreicher Online-Service über Modem.
Schwerpunktmäßige Anwendung der Infrarot-Drehrohre ist die Kristallisation und Trocknung von PET-Mahlgut. Neben der Möglichkeit, beide Aufgaben in einem Verfahrensschritt zu realisieren, können zudem hohe Eingangsfeuchten im Prozentbereich auf eine Ausgangsfeuchte von 300 ppm, mit Nachtrocknungsbehälter sogar unter 50 ppm, gesenkt werden. Eingesetzt werden die Infrarot-Drehrohre zur Verarbeitung von Flaschenmahlgut und Folienschnitzeln in Flachfolien- und Verpackungsbandanlagen.

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Besonders gute Ergebnisse werden allerdings auch bei der Trocknung und Kristallisation von PLA-Mahlgut erzielt. Dieses lässt sich aufgrund der niedrigen Kristallisationstemperatur und der starken Neigung zum Verkleben kaum in den Produktionsprozess zurückführen. Permanente Durchmischung des Materials im Infrarot-Drehrohr kann diesen Problemen jedoch beseitigen, so dass aktuell vier Maschinen weltweit für diese Anwendung in Betrieb genommen wurden.

Energieersparnis und ständigen Durchmischung während der Trocknung machen diese Technik auch für weitere Anwendungen interessant. Neben dem Einsatz in der Kunststoffverarbeitung eignen sich die Infrarot-Drehrohre zur Verarbeitung von nahezu allen frei fließenden Schüttgütern. Zur Erprobung neuer Verfahren steht beim Hersteller ein Technikum mit verschiedenen Trocknertypen unterschiedlicher Durchsatzleistungen zur Verfügung. Als energiesparende Alternative zu konventionellen Trocknungssystemen eröffnet die Infrarot-Technik somit ein Vielzahl neuer Möglichkeiten für verschiedenste Industriezweige.

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