Kunststoffaufbereitung

Nicht die Größe allein macht es

Durchsatzmenge oder Größe des Aufgabeschachts sind nicht die einzigen Größen zur Beschreibung der Leistungsfähigkeit eines Zerkleinerers. Oft lohnt ein Blick hinter die Kulissen, sprich ins Gehäuse, um sich ein Bild zu machen.

Beispielsweise beeinflusst die Wahl der Antriebstechnik ganz maßgeblich das Leistungs/Kosten-Verhältnis der Zerkleinerung. Weima bietet verschiedene Konzepte nebeneinander an, um die aufgabenabhängig jeweils optimale Lösung einsetzen zu können. Zur Wahl stehen Hydraulik-, Kompakt- und konventioneller Antrieb. Einwellen-Geräte werden überwiegend zur Zerkleinerung von schwer zu zerkleinernden bis hin zu zähesten Kunststoffen, Folien und Stoffgemischen eingesetzt. Hier sind hydraulische Antriebe zumeist die richtige Wahl. Sie sind unempfindlich gegen Störstoffe. Drehzahl und Drehmoment können gemäß der Zusammensetzung des zu zerkleinernden Materials angepasst werden, ohne Stromspitzen zu provozieren. Die Antriebskraft kann so optimal eingesetzt werden, wobei die Stromaufnahme im Teillastbereich auf bis zu 30 Prozent sinkt. Beim Kompaktantrieb ist Elektromotor direkt mit der Zerkleinerungsmaschine verbunden. Ein Frequenzumrichter erzeugt die geforderte Drehzahl oder das richtige Drehmoment, so dass auf ein Getriebe verzichtet werden kann. Die Maschinen sind kompakt mit hoher Leistungsdichte und eigenen sich vor allem für Einwellenzerkleinerer im Drehzahlbereich von 20 bis 200 min-1. Leiser Lauf, wenig Verschleiß und eine hohe Systemsteifigkeit sind weitere Eigenschaften. Eine typische Anwendung ist die Zerkleinerung großvolumiger, dünnwandiger Behälter wie IBC, Fässer, Kanister und Kraftstofftanks. Die dafür entwickelte kompakte Maschine ist mit einer speziellen Niederdruckeinrichtung ausgestattet, die die wirtschaftliche Aufbereitung auch sehr großvolumiger Kunststoffteile ermöglichen soll. Die in den Mahlraum integrierte Einrichtung presst die aufgegebenen Hohlkörper von oben gegen den Maschinenboden und damit zusammen. Gleichzeitig geschieht über einen horizontal angeordneten Schieber die lastabhängig gesteuerte Materialzufuhr gegen den sich drehenden Rotor.

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Das Material wird zwischen Rotor- und Statormesser zerkleinert und über ein unterhalb des Rotors angeordnetes Sieb ausgetragen. Die Arbeitsbreite beträgt 1200 Millimeter, so dass auch Intermediate Bulk-Container, IBC mit Abmessungen von 1 Meter in allen drei Dimensionen aufbereitet werden können. Der Rotordurchmesser beträgt 368 Millimeter, die Antriebsleistung 37 oder 45 Kilowatt. Die Durchsatzleistung soll etwa 600 bis 1000 kg/h bei Sieblochgrößen zwischen 10 und 100 Millimeter erreichen.

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