Gummi- und TPE-Vermahlung

Gummizerkleinerung der kompakten Art

Weichgummi und TPE sortenrein aufbereiten für die Vulkanisation
Im Gegensatz zur üblichen Anforderung nach möglichst geringem Feinanteil im Mahlgut von Thermoplasten, verlangt die Aufbereitung von TPE ein besonders feines, gleichmäßiges Ergebnis.

Im Warmmahlverfahren, das ohne den Einsatz von zur Kühlung auskommt, produziert die neue Kompaktzerkleinerungsanlage GM 132 Mahlgut aus weichen Gummimischungen und thermoplastischen Elastomeren. Für Abfälle der Produktion beispielsweise von Dichtungen, Zahnriemen, Schläuchen und Formteilen gibt es kaum schlüssige Verwertungskonzepte. Eine Entsorgung als Sondermüll ist teuer und verschwendet wertvolle Ressourcen. Andererseits sind die Einzelmengen oft zu klein, um sie sortenrein zur Lohnzerkleinerung zu geben, ganz abgesehen von der Vermischungsgefahr. Eine Lösung für solche Fälle soll die genannte Kompaktzerkleinerungsanlage von Müller Maschinen bieten.

Die Maschinensteuerung ermöglicht laut Hersteller das Anpassen der Parameter der verschiedenen Teilprozesse wie Beschickung, Vor- und Feinzerkleinerung, Überkornabscheidung und Rückführung sowie Kühlung und Abfüllung des Mahlguts an die Eigenschaften der zu zerkleinernden Materialien. Herzstück ist das neuartige Feinmahlwerk, der eine lastabhängig geregelte Dosierschleuse das Gummigranulat zuführt.

Das Beschicken und Vorzerkleinern des Aufgabematerials, dessen Größe 20 bis 30 Millimeter betragen sollte, übernehmen Standardkomponenten aus dem Förderband- und Mühlenprogramm von Müller. Der Materialfluss innerhalb der Anlage wird automatisch mit Hilfe von Überfüllsicherungen, einer Dosierschleuse zur Beschickung des Feinmahlwerks sowie eines Feinsiebs zur Separierung und Rückführung des Überkorns geregelt. Bei Bedarf schützt ein Kühlgebläse das empfindliche Mahlgut vor einer thermischen Schädigung. Im Zusammenhang mit einer Absaugung dient eine Zellenradschleuse dem kontrollierten Austrag des Feinmahlguts.
Trotz ihrer Komplexität sei die gesamte Anlage im Falle eines Materialwechsels einfach zu reinigen. Die Gehäuse aller wichtigen Komponenten haben große Zugangsklappen, die mit Endschaltern geschützt sind und so die Sicherheit des Bedienpersonals gewährleisten. Mit der Antriebsleistung von 34 kW erzielt die Anlage den Angaben zufolge bis 80 Kilogramm Feinmahlgut pro Stunde mit der Korngröße 1 bis 1000 Mikrometer. Die bei diesem Zerkleinerungsprozess entstehenden Partikel weisen im Gegensatz zu Gummimehl, das im Kaltmahlverfahren gewonnen wurde, eine aktive Oberflächenstruktur auf und eignen sich somit auch zur Weiterverarbeitung durch Vulkanisation.

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Im Dauerbetrieb könne die Anlage zeitweise bedienerlos arbeiten. Ein Werker sei somit dazu in der Lage, mehrere Zerkleinerungsanlagen gleichzeitig zu bedienen.

Mit dieser Technologie soll es auch kleineren Unternehmen – und solchen mit geringeren Mengen aufzubereitenden Materials – ermöglicht werden, das innerbetriebliche Recycling von Produktionsabfällen zu realisieren. Gleiches gilt für Unternehmen, die zwar größere Mengen, aber vielerlei Arten von Werkstoffen in eigener Regie sortenrein aufbereiten wollen ohne einen externen Dienstleister zu beauftragen. Hier hat man nicht nur das Zerkleinerungs-Know-how im eigenen Haus, auch die Qualität kann leichter beeinflusst werden, schließlich muss man nichts nach „draußen“ geben. Vermischungen von Aufgabematerial, eventuell auch mit Materialien anderer Unternehmen, sind ausgeschlossen. Ob es darüber hinaus sinnvoll ist, freie Mahlkapazitäten extern anzubieten, muss der Betreiber für sich entscheiden.

Neben der Kompaktzerkleinerungsanlage sind auch Maschinen und Anlagen für größere Durchsätze vefügbar, ebenso wie die traditionellen Schneidmühlen der SM-Baureihe.

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