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Kautschukabfall zu Feinstpulver recyclen

Kreislaufwirtschaft beschleunigtBorealis übernimmt Kunststoff-Recycler Ecoplast

PE-Recycler Ecoplast

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Gummi recyclenKautschukabfall zu Feinstpulver recyclen

Doppelwalzenmühle

Eine zur K erstmals vorgestellte Doppelwalzenmühle soll vulkanisierte Gummiabfälle energieeffizient zu feinsten Pulvern recyclen. Die lassen sich in der Kautschukverarbeitung wieder einsetzen.

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Ein wichtiges Merkmal der von Pallmann entwickelten und unter dem Namen Karakal vermarkteten Mühle sei deren Fähigkeit, den Kautschuk während des Zermahlens zu Pulver zu entvulkanisieren, sodass es anstelle von Neumaterial verwendet werden kann. Karakal ist ein Doppelwalzenmahlwerk, das speziell für das Recycling von Abfällen aus der Produktion technischer Bauteile sowie Abfällen aus der Runderneuerung von Lkw-Reifen konzipiert wurde. Die Maschine verarbeitet vorzerkleinertes Materialien mit maximal 4 Millimeter Partikelgröße. Verschiedene Module der Maschine sind zum Patent angemeldet.

In diesem Verfahren entstehen laut Pallmann kosteneffizient Pulver mit Partikelgrößen unter 500 Mikrometer und einem D50 (mittlerer Durchmesser) von etwa 250 Mikrometer, die zudem eine optimierte Struktur aufweisen. In der Vergangenheit wurde die Kryotechnik für das Gewinnen von Pulvern aus Kautschukabfall eingesetzt. Dabei entstehen überwiegend kubische Körner, die für die Verarbeitung zu neuen Verbundstoffen nicht ideal sei. In jüngerer Zeit wurden herkömmliche Walzenmahlwerke eingesetzt, die Partikelgrößen von etwa 800 bis 1000 Mikrometer erzeugen, die für die Wiederaufbereitung zu groß sind. Dieses Verfahren sei außerdem sehr energieaufwendig.

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Die Maschine arbeitet mit zwei 1000 Millimeter langen Hauptwalzen von jeweils 400 Millimeter Durchmesser. Auf den ersten Blick wirkt die Anlage wie ein konventionelles Doppelwalzenmahlwerk, bei genauerem Hinsehen erkennt man jedoch Mikro-Zacken an den Oberflächen der Walzen. Diese sind in Segmente unterteilt und können vom Benutzer neu geschärft werden. Rotationsgeschwindigkeit und -richtung werden über Antriebe mit variablen Frequenzen gesteuert. Die Temperatur des Prozesses ist ebenfalls steuerbar. Bei den hohen, in diesem Prozess erreichbaren Temperaturen entstehe auch ein gewisser Grad der Entvulkanisierung. Die erzielten Pulver können somit direkt anstelle von frischem Kautschuk in die Originalmischanlage zurückgeführt werden.

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