Errema auf der K 2022

Annina Schopen,

Kreislaufwirtschaft ist möglich

Unter dem Messemotto „Another life for plastic, because we care” stellen alle Unternehmen der Erema-Gruppe ihre Neuheiten vor. So soll gezeigt werden, dass es möglich ist, Kreislaufwirtschaft zu realisieren, wenn die Akteure entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten.

Manfred Hackl, CEO der Erema Group. © Erema

In Düsseldorf werden die Tochterunternehmen der Erema-Gruppe  – das sind Erema, Pure Loop, Umac, 3S, Keycycle und Plasmac – erstmals gemeinsam auf einem Messestand ihre Neuheiten, Service- und Dienstleistungen präsentieren. Vorgestellt werden sieben neue Recyclingsysteme und Komponenten, die zum einen Großanlagen mit einer Produktionskapazität von bis zu 6 to/h ermöglichen und zum anderen neuerlich einen Meilenstein bei Rezyklatqualität und Prozessstabilität setzen sollen.

Möglich machen das laut Ankündigung des Unternehmens unter anderem technologische Neuerungen an der Plastifiziereinheit, die speziell für hohe Durchsätze bei niedrigem spezifischen Energieverbrauch entwickelt wurden, der neue Erema-Laserfilter 406 mit 50 % größerer Siebfläche und neue digitale Assistenzsysteme, die ab der K 2022 auf der Kundenplattform Bluport zur Verfügung stehen werden. Dazu zählt beispielsweise die App Predicton, mit deren Hilfe auf Basis kontinuierlicher Messung und Auswertung von Maschinendaten drohende Störungen vorausschauend erkannt und behoben werden können.

Neue Baureihen für neue Zielgruppen

„Mit Chemarema haben wir zudem eine neue Baureihe für die mechanische Materialaufbereitung im Zuge des chemischen Recyclingprozesses entwickelt“, nennt Manfred Hackl, CEO der Erema Group, eine weitere Neuheit. Mechanische Verfahren stehen vielfach am Beginn der Prozesskette für das chemische Recycling, um Inputströme aufzubereiten und eine verlässliche, kontinuierliche und energieeffiziente Materialzuführung zu gewährleisten. Chemarema bezeichnet eine auf die jeweilige Anforderung adaptierbare Extrusions-Technologie, die genau auf nachfolgende chemische Prozesse ausgelegt ist.

Anzeige

Für Kunden, die auf der Suche nach rasch verfügbaren Recyclingsystemen für einfache Anwendungen sind, wartet die Erema-Tochter Umac mit einer Neuerung auf. Das bisher auf Wiederaufbereitung und Handel mit Gebrauchtanlagen spezialisierte Unternehmen erweitert seinen Geschäftsbereich und wird in Düsseldorf mit Readymac erstmals eine standardisierte, vorgefertigte und auf Lager produzierte Recyclinglösung, basierend auf der Erema TVE Technologie, präsentieren. Im Inhouse-Recycling-Segment werden schließlich Pure Loop und Plasmac mit ihrem Produktportfolio das breit gefächerte Maschinenangebot des Unternehmensverbundes abrunden.

Live-Recycling und Leuchtturmprojekte

Im Außengelände will Erema dann in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern Kunststoffrecycling mit Live-Vorführungen erlebbar machen. Dafür werden unterschiedliche Abfallströme verarbeitet. Die Vielfalt an Endanwendungen für das Rezyklat wird in der Ausstellung „products made of recyclate“ präsentiert, wobei die Palette von technischen Bauteilen über Konsumgüter bis hin zu Lebensmittelverpackungen reichen wird.

In der Erema-Gruppe ist die Vorfreude auf die K 2022 schon sehr groß. „Kreislaufwirtschaft ist zum Megathema in der Kunststoffbranche geworden, auch für Kunststoffabfälle, bei denen das vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Dieser Schub ist eine Bestätigung für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren. Es gibt zwar noch viel zu tun, aber alle Akteure in der Wertschöpfungskette ziehen nun an einem Strang. Das wird auch auf der diesjährigen K-Messe spür- und sichtbar sein“, so Manfred Hackl.

Halle 9, Stand C09

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Messebilanz

Wittmann: Die K 2022 war ein voller Erfolg

Wittmann hat auf der diesjährigen K Neuheiten im Bereich der Spritzgießmaschinen und Prozesstechnologien sowie der Roboter und Peripheriegeräte vorgestellt. Der Schwerpunkt lag auf Exponaten, die den Beitrag zu Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Evoweld Mini von Evosys Laser

Laserschweißen am Tisch

Die Evoweld Mini von Evosys Laser aus Erlangen ist der Neuzugang unter den Komplettsystemen der Evoweld-Serie. Das Tischgerät ist auf die Bearbeitung von Kleinserien wie Prototypen zugschnitten. Damit kann der Einsatz dieses Verfahrens auch für...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite