Nominierung Produkte des Jahres 2024

Annina Schopen,

Coperion: ZSK FilCo

Der Filtrationscompounder ZSK FilCo vereinfacht das Recycling von PCR deutlich: Filtrieren und Compoundieren erfolgen in einem Produktionsschritt. Die Anlage ist im Wettbewerb um die Produkte des Jahres nominiert in der Kategorie 4: Werkstoffe und Werkstoffverarbeitung.

Der ZSK FilCo ermöglicht das Aufschmelzen, Filtrieren, Compoundieren und Granulieren des Rezyklats in einem Produktionsschritt. © Coperion

Der neue ZSK FilCo ist eine kompakte Anlage, die die beim Recycling von Post Consumer Rezyklat (PCR) wichtigen Prozessschritte „Filtrieren“ und „Compoundieren“ in einem Produktionsschritt ermöglicht. Dabei wird das PCR in Form von Mahlgut, Fasergewölle, Folienflakes oder Agglomerat einem ZSK Doppelschneckenextruder zugeführt und dort mit allen Bestandteilen (sämtliche Polymere, PE, PP, PA, PS, PC/ABS, etc.) aufgeschmolzen, homogenisiert und entgast. Die Schmelze wird dann aus dem ZSK Extruder ausgeleitet und über einen Filter von allen Kontaminationen befreit. Im Anschluss erfolgt die Rückführung in den ZSK Doppelschneckenextruder, wo der Schmelze Verstärkungsstoffe wie Glas-, Holz- und Kohlefasern oder Füllstoffe wie Talkum, CaCO3 oder gemahlenes PEX zugegeben werden. So werden gezielt die gewünschten Eigenschaften des Rezyklats erzielt.

Herkömmliche Recyclingverfahren sehen bislang vor, dass das Rezyklat zunächst mit Hilfe eines Einschnecken- oder eines Doppelschneckenextruders aufgeschmolzen, anschließend filtriert und granuliert wird. In einer zweiten Anlage wird das gefilterte Regranulat dann einem Doppelschneckenextruder zugeführt, wo es erneut aufgeschmolzen und mithilfe von Additiven, Verstärkungs- und Füllstoffen compoundiert und wieder granuliert wird. Bei dieser Produktionsweise muss die Aufschmelzenergie ein zweites Mal eingebracht werden. Dies führt neben dem deutlich höheren Energieverbrauch zu einer höheren thermischen Belastung des Rezyklats, was wiederum einen Anstieg der Degradation und eine Kettenverkürzung des Polymers zur Folge hat.

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Durch den Einsatz des ZSK FilCo lässt sich im Vergleich zum herkömmlichen zweistufigen Produktionsverfahren mehr als 50% des Energieverbrauchs einsparen. Darüber hinaus erzielt der ZSK FilCo eine deutlich höhere Produktqualität und benötigte Zuschlagstoffe können auf Wunsch innerhalb eines Produktionsschritts punktgenau eingearbeitet werden.

Die Vorteile im Überblick

Durch den Einsatz des ZSK FilCo lässt sich im Vergleich zum herkömmlichen zweistufigen Produktionsverfahren mehr als 50% des Energieverbrauchs einsparen. © Coperion

Der ZSK FilCo ermöglicht das Aufschmelzen, Filtrieren, Compoundieren und Granulieren des Rezyklats in einem Produktionsschritt. Der Platzbedarf für den Anlagenaufbau sinkt deutlich. Darüber hinaus erzielt der ZSK FilCo konstant eine höhere Produktqualität als bisher übliche Recyclingprozesse. Alle Produktströme werden gravimetrisch und ohne Schwankungen in den Prozess gegeben. Da das Rezyklat nur einmal aufgeschmolzen werden muss, ist die Degradation des Polymers deutlich geringer und die Polymerketten werden weniger stark beansprucht. Zudem sinkt der Energieaufwand deutlich. Der Aufschmelzprozess ist aufgrund des hohen mechanischen Energieeintrags mit einem Doppelschneckenextruder deutlich energieeffizienter als mit einem Einwellenextruder. Darüber hinaus entfallen beim ZSK FilCo-Konzept der zweite Aufschmelzprozess für das Compoundieren sowie das Granulieren des Zwischencompounds. Der neue ZSK FilCo sorgt mit seiner verbesserten Endproduktqualität und dem deutlich geringeren Energieverbrauch für eine effizientere und nachhaltigere Produktion von Rezyklaten

Filtrationscompounder ZSK FilCo von Coperion, nominiert in der Kategorie 4: Werkstoffe und Werkstoffverarbeitung. Hier geht es direkt zur Abstimmung.

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