Wiederverwertung von PMMA

Annina Schopen,

Pekutherm: Plexglas-Recycling muss ausgebaut werden

Vermeidung oder der Verzicht, wie bei Einweg-Plastik bei Verpackungen, seien bei Plexiglas nicht sinnvoll, sagt Heiko Pfister, Geschäftsführer von Pekutherm. Das flächendeckende Recycling und vor allem das Bewusstsein müssen aber noch gesteigert werden.

Arbeitsvorbereitungen für das PMMA-Recycling © Pekutherm

Bei den Kunststoffen zählt Acrylglas (PMMA) zu den führenden Werkstoffen, die nicht nur optimale Haltbarkeit und Eigenschaften haben, sondern auch hochwertig recycelt werden können. „Polymethylmethacrylat hat im Vergleich zu vielen anderen Kunststoffen extrem gute Eigenschaften. Vermeidung oder der Verzicht, wie bei Einweg-Plastik bei Verpackungen, sind hier nicht sinnvoll, allerdings müssen das flächendeckende Recycling und vor allem das Bewusstsein dafür hingegen noch deutlich ausgebaut werden. Nur so kann verhindert werden, dass die wertvollen Rohstoffe von PMMA in der Müllverbrennung oder auf Deponien landen, und zur Herstellung neuer Produkte statt hochwertiger Recyclate wieder unter Schädigung des Klimas neue Rohstoffe verwendet werden müssen“, sagt Heiko Pfister, Geschäftsführer von Pekutherm.

Das Geisenheimer Unternehmen ist spezialisiert auf das Recycling von Acrylglas und weiteren speziellen Kunststoffen. So könne eine deutliche Ressourcenschonung realisiert werden – entscheidend sei aber, dass diese Kunststoffe nach Gebrauch über ein schlüssiges System eingesammelt und dann wieder als Rohstoff dem Wirtschaftskreislauf zur Verfügung gestellt werden. Pekutherm hat dafür bereits eine Lösung entwickelt: Mit den Ecoboxen stellt das Unternehmen Verarbeitern und Nutzern von Plexiglas Sammelcontainer zur Verfügung, die anschließend bei Pekutherm in die Wiederverwertung gehen.

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CO2-Bilanz verbessern, Energie sparen

Die CO2-Bilanz von Acryl- oder Plexiglas, wie es im Alltag nach dem Markennamen der Firma Röhm heißt, ist generell vielen anderen Kunststoffen überlegen. Hinzu kommen überragende technische Eigenschaften, wie die chemische Beständigkeit, optische Qualität und Witterungsbeständigkeit, UV-Schutz, absolute Farblosigkeit und gute Einfärbbarkeit, leichte Umformbarkeit und gute Bedruckbarkeit. In Zeiten knapper und sehr teurer Energie ist es entscheidend, neue Produkte so kostengünstig wie möglich herzustellen: „Das Recycling bekommt einen völlig neuen Stellenwert im Rahmen der aktuellen Energiekrise. Jede Kilowattstunde investierter Energie zählt und der Energieaufwand bei der Nutzung eines hochwertigen Recyclats ist geringer als die Neuanfertigung – selbst dann, wenn der Aufwand zum Recycling einbezogen wird“, sagt Heiko Pfister von Pekutherm. Durch das technische Recycling wird eine Qualität bei den Granulaten erzielt, die ein ähnlich gutes Produkt wie ein neuer Rohstoff zulassen.

Optimal für eine Vielzahl an Anwendungen  

Dieser Recycling-Rohstoff sei ideal bei zahlreichen Anwendungen einzusetzen – von Leuchten für Kraftfahrzeuge, generell eingefärbte PMMA-Produkte und vieles mehr. „Das Ziel einer effizienten Kreislaufwirtschaft sollte sein, die Umwelt- und mehr denn je die Energiebilanz von Produkten nachhaltig zu verbessern. Daher ist es entscheidend, flächendeckend einen Verwertungskreislauf für Altprodukte und auch Abfälle, die während der Produktion entstehen, zu schaffen. Mit unseren Ecoboxen, die wir der Industrie, dem Laden- und Messebau oder Möbelfertigern zur Verfügung stellen, haben wir einen Musterfall geschaffen, der gerne bundesweit noch weiter ausgebaut werden soll“, so Heiko Pfister weiter. Dies sei vor allem in Anbetracht der enormen Änderungen am Energiemarkt ein vordringliches Ziel, um der Industrie einen wirtschaftlichen Umgang mit den Werkstoffen zu ermöglichen.

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