PET-Flaschen verarbeiten

Leistung einer Recyclinganlage gesteigert

Die steigende Nachfrage nach recyceltem Material veranlasste ein österreichisches Recycling-Unternehmen die im Jahr 2010 installierte Anlage aufzurüsten.

Die Recycling-Anlage wurde im Jahr 2010 installiert. © Starlinger

Fünf Getränkehersteller betreiben das im Jahr 2006 gegründete Unternehmen PET to PET-Recycling im Osten Österreichs. Seit 2010 verfügt das Unternehmen über eine Starlinger-Recyclinganlage des Typs Reco-Star. Sie verarbeitet die im Vorfeld zerkleinerten, gewaschenen und sortierten Flakes zu hochwertigem Regranulat. Die Technologie gewährleiste die umfassende Dekontamination des Materials nach dem FIFO-Prinzip. Die strengen Vorgaben unserer Eigentümer, allen voran Coca-Cola, eui ein ausschlaggebender Faktor beim Kauf der Anlage gewesen. Auch die geografische Nähe – beide Unternehmen trennen etwa 50 Kilometer – spielte laut Strasser eine Rolle, denn sie ermöglicht kurzfristige Ersatzteillieferungen und rasche technische Unterstützung.

2018 hat das Recycling-Unternehmen etwa eine Milliarde PET-Flaschen beziehungsweise 25 400 Tonnen Material verarbeitet – ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Mittel beträgt der Recyclinganteil in österreichischen PET-Flaschen derzeit 30 bis 50 Prozent. Vöslauer, einer der PET to PET-Gesellschafter, wirbt sogar mit rund 60 Prozent pro Flasche Mineralwasser und einer geplanten Steigerung auf 100 Prozent in den nächsten Jahren. Das Aushängeschild des Unternehmens ist eine 0,5 Liter PET-Flasche, die nach eigenen Angaben bei gleichbleibendem Materialeinsatz zu 100 Prozent aus Regranulat hergestellt wird.

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2018 wurden hier rund 25 400 Tonnen verarbeitet. © Starlinger

Im PET-Recycling ist die Verfügbarkeit der Eingangsware ein limitierender Faktor. Derzeit kann PET to PET seinen Materialbedarf nur zum Teil aus österreichischen Sammelsystemen decken. Die gesammelten PET-Flaschen sind auch für Hersteller anderer Produkte ein beliebter Sekundärrohstoff. So entstehen aus rPET beispielsweise Folien für den Lebensmittelbereich oder Umreifungsbänder. Daher bezieht das Unternehmen auch Ballenware aus europäischen Nachbarländern. Verarbeitet werden transparente, blaue und grüne Flaschen. Das Regranulat geht sowohl an die Eigentümer, denen ein Vorkaufsrecht zukommt, als auch an Interessenten auf dem freien Markt.

Gute Zusammenarbeit (v.l.): Gerhard Kammer, Produktionsleiter PET to PET, Christian Lovranich, Leiter Anwendungstechnik Starlinger Recycling Technology, Christian Strasser, Geschäftsführer PET to PET. © Starlinger

Wegen der steigenden Nachfrage nach recyceltem Material trat PET to PET im vorletzten Jahr an Starlinger Recycling Technology mit dem Wunsch nach einer Kapazitätserhöhung der Recyclinganlage heran. Der Maschinenbauer nahm die Anlage unter die Lupe und analysierte das Potenzial für eine Leistungssteigerung. Die Umbauarbeiten erfolgten stufenweise und umfassten Prozessschritte wie Trocknung, Extrusion, Filtration und Energierückgewinnung. Nach Abschluss sämtlicher Umbauarbeiten laufe  die Anlage mit 20 Prozent mehr Ausstoß bei gleichbleibender Qualität und konstantem IV-Wert. Dank der Verdoppelung der Kapazität zur Energierückgewinnung sei die Anlage nicht nur produktiver, sondern auch deutlich energieeffizienter geworden.

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