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PET-Recycling bis zum hochwertigen Granulat

Länderübergreifende ZusammenarbeitAlpla und Fromm kooperieren bei PET-Recycling

PET-Flaschen

Die Zusammenarbeit der beiden Verpackungshersteller im deutschen Markt soll die vollständige Wiederverwertung von PET-Kunststoffen ermöglichen. Beide betreiben Recyclingwerke und sichern so die Rohstoffversorgung der eigenen Produktionsbetriebe.

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Vom Reststoff zum MasterbatchPET-Recycling bis zum hochwertigen Granulat

Polyethylenterephthalat (PET)-Reststoffe zu hochwertigen Granulaten aufbereiten – das ist Aufgabe einer neuen Unterwasser-Stranggranulieranlage beim Unternehmen Märkische Faser in Premnitz.

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Stranggranulieranlage für die Produktion von rPET (Bild: IPS)

IKV, Schwesterunternehmen der Märkische Faser, hat bereits mehrere konventionelle Stranggranulieranlagen von IPS zur Herstellung von PET-Masterbatches im Einsatz. Nun wurde in eine Unterwasser-Anlage investiert – und damit in die laut IPS immerhin 1000. ausgelieferte Anlage im Laufe des 20-jähringen Firmengeschichte.

Mit PET- Reststoffen aus den eigenen Produktionsprozessen der Märkischen Faser wie reine Schmelzeabfälle, Gewölleabfälle aus dem Faser-Spinnprozess, Faserabfälle aus der Faserbehandlung und PET-Kunststoffabfälle aus Gewerbe und Industrie im nicht kontaminiertem Zustand, sollen wieder hochwertige PET-Granulate gewonnen werden. Grundsätzlich wird PET in einer Direktveresterung mit einer nachgeschalteten Pre-Polykondensation und einer Polykondensation unter der Abspaltung von Wasser hergestellt. Für die meisten technischen Anwendungen erhält das PET eine bestimmte intrinsische Viskosität.

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In der Verarbeitung und besonders beim Recycling neigt PET jedoch durch Diffusion zur Einlagerung von Wasser und anderen Stoffen in die Kristallstruktur. Durch Aufschmelzen und Extrudieren werden diese eingelagerten Restbestandteile an Schmutz und Wasser tief in das Material getragen, was zum Abbau der Viskosität führt. Daher ist es wichtig, dass diese Störstellen aus der PET-Schmelze herausdestilliert werden, damit sich der Reinheitsgrad des PETs durch die Dekontamination erhöht und das PET die intrinsische Viskosität seiner einstigen Herstellungsgüte erreicht.

Unter dem Motto Upcycling anstelle von Recycling geht die Märkische Faser neue Wege bei der Aufbereitung. Basierend auf einer neuen Anlagentechnologie will das Unternehmen mit ihrem Vertriebspartner IKV das Granulat unter dem Namen P-Eternity vermarkten.

Die im ersten Quartal 2018 in Betrieb gehende Anlage des Typs SGU 120/2 HS ist auf die besonderen Bedingungen des Unterwasser-Stranggranulierens von R-PET abgestimmt. Dazu zählen die Strangzuführung mit abgerundetem Anfahrkopf und flexibel einstellbarer Extrusionshöhen sowie die klappbare Sprühdüseneinheit für einen einfachen und schnellen Zugang zum Schneidkopf. Die für diesen Prozess besonders geforderte Schneidspaltkonstanz werde bei einfacher Einstellbarkeit mit dem robusten Schneidkopf und weitere Lösungen erreicht. Alle Anlagenbauteile wie das Prozesswassersystem mit Bandfiltereinheit und Granulattrockner sind auf einem gemeinsamen Maschinenrahmen montiert. Dies gewährleiste die einfache Aufstellung und schnelle Inbetriebnahme.

Neben der Anlage mit ihrer Leistung seien der persönliche Kontakt und die After-Sales-Betreuung von großer Bedeutung, erklärt Produktionsleiter Bastian Lantzsch. Schnelle Antworten auf Fragen und prompte Ersatzteillieferungen sorgen dafür, dass die Maschinen kaum stillstehen.

Aufgrund der modularen Produktsystematik kann IPS die Anlagen kundenspezifisch abstimmen. Geliefert wird das komplette Granuliersystem, bestehend aus Strangzuführung, Prozesswasserverteilung, Unterwasser-Stranggranulator, Nachkühlstrecke mit Agglomeratabscheider und Wasserstrahlpumpe, Granulattrockner, Prozesswassersystem und kompletter Steuerung. Mit der Bedienerführung wird die gesamte Anlage über eine grafische Berührungs-Bedienoberfläche gesteuert. Ebenfalls möglich ist das automatische An- und Abfahren auf Knopfdruck.

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