Kreislaufwirtschaft

Meinolf Droege,

Polyester-Recycling in einem Schritt

Das Recycling von Post-Consumer-Ware und Faserabfällen aus PET zu hochqualitativen Endprodukten in nur einem Extrusionsschritt soll nun deutlich einfacher werden.

Ein breites Spektrum an Eingangsmaterial lässt sich in einem Schritt auf das gewünschte Qualitätsniveau recyclen. © Gneuss

In nur einem Prozessschritt verarbeitet der MRSJump-Extruder laut Gneuss ein breites Input-Materialspektrum von Polymer-Mahlgütern aus Haushaltsabfällen, Materialkombinationen und Bottle-Flakes. Ohne Vorbehandlung des Eingangsmaterials wie Kristallisation und Vortrocknung oder einen nachgeschalteten Viskositätsaufbau recycele der der Extruder rPET direkt für die Weiterverarbeitung, auf gewünschtem IV-Niveau und mit Einhaltung weltweiter Lebensmittelstandards.

Kurze Verweilzeiten, geringe thermische und mechanische Belastungen der Schmelze und eine effiziente Entgasung und Dekontamination zeichnet seit Jahrzehnten die MRS-Technologie aus. Mit dieser Technologie extrudiertes rPET entspricht in seiner Qualität dem von Neuware und lässt sich somit in einem echten, kontinuierlichen Recyclingkreislauf halten.

Mit besonderem Augenmerk auf die, für die Zukunft des Kunststoffrecyclings entscheidenden, anspruchsvolleren Anwendungen wie die des PET-Faser- oder Post-Consumer-Recyclings, aber auch für die effiziente Dekontamination von anderen Polymeren, wurde die Schneckeneinheit des MRS-Extruders modifiziert und verlängert, so dass, in Kombination mit einer hierfür entwickelten 1 mbar-Vakuumeinheit, die Viskosität des Polyesters für viele Anwendungen direkt im Extrusionsschritt auf das gewünschte Niveau gehoben oder stabilisiert werden könne. Erstmalig werde so die Verarbeitung von Recyclingmaterialien mit niedrigen oder stark schwankenden Eingangsviskositäten in einem Extrusionsschritt möglich.

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