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Neue Lösungen - Post-consumer-Recycling effizienter gestalten

High-tech RecyclingVom Abfall zum Rohstoff

High-tech Recycling: Vom Abfall zum Rohstoff

Vor einigen Monaten fuhr die Alba-Gruppe mit Ihrer Marke Interseroh eine aufwendige Informationskampagne, um ihre Recyclingkunststoffe aus Kunststoffabfällen zu bewerben. Herausgestellt wurden vor allem die mit Neuware vergleichbaren technischen Eigenschaften des so erzeugten „Procyclen“-Granulats.

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Neue LösungenPost-consumer-Recycling effizienter gestalten

Neue Lösungen für das Waschen, Trennen und Trocknen von Kunststoffabfällen sollen sich vor allem durch geringere Betriebskosten und höheren Wirkungsgrad auszeichnen.

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Verschmutzte Landwirtschaftsfolie

Zur Plast Mailand präsentiert wurde ein Nassshredder, dem bereits beim Vorzerkleinern Wasser zugegeben wird. Bisher wurden nur die für die Nachzerkleinerung eingesetzten Schneidmühlen mit Wasser beaufschlagt. Als Vorteile werden weniger Verschleiß, keine Schnittverschweißung durch optimale Kühlung beim Zerkleinerungsvorgang und eine besonders effektive Abscheidung schon in der ersten Verfahrensstufe genannt. Vor allem bei stark verschmutztem Material, typisch beispielsweise für Landwirtschaftsfolie, eigne sich diese Technik. Aber auch bei Post-consumer-Folien aus dem Haushaltsbereich werden mit dieser Technik laut Anbieter längere Messerstandzeiten erreicht, die einen deutlich kostengünstigeren Betrieb erlauben. Auch Problemmaterialien, wie mit Holz- und Papieranteilen verschmutzte Aufgabestoffe, lassen sich im Nassshreddern besser handhaben, weil sie intensiver benetzt werden.

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Ein weiterer Schwerpunkt ist die Reduzierung der Betriebskosten, dabei steht der Verschleißschutz an den Schneidmühlen im Vordergrund: Schon seit längerer Zeit hat Herbold Mühlengehäuse mit wechselbaren Verschleißplatten im Programm. Jetzt gibt es auch für die Rotoren eine Austauschmöglichkeit der Verschleißplatten: die Messerträger können bei Bedarf herausgeschraubt werden, so dass bei Verschleiß der Komplettausbau, Aufpanzern und Nachwuchten entfallen.

Agglomerat

Um ein sauber weiter verarbeitbares Material zu erhalten, wird der Plastkompaktor eingesetzt. Er produziert aus Folien, Fasern oder Schaumstoffe in ein rieselfähiges Agglomerat mit hoher Schüttdichte. Am Ende einer Waschanlage eingesetzt, kann die Maschine einen Doppelnutzen aufweisen: Durch Umwandlung zu Agglomerat werden nicht nur Rieselfähigkeit und Schüttgewicht erhöht, gleichzeitig läuft auch eine effiziente Trocknung. Mit diesem Material kann man in großen Chargen bis 20 Tonnen homogenisieren, um die nötigen Produkteigenschaften herzustellen.

Im neuen Technikum in Meckesheim bei Heidelberg wurden umfangreiche Erweiterungen vorgenommen, um im industriellen Maßstab Versuche mit Originalmaterial des Kunden durchführen zu können. Herbold bietet dort die Möglichkeit, alle Verfahrensschritte einer Wasch- und Agglomerieranlage zu demonstrieren. Damit ist schon im Projektstadium eine Bemusterung auch in größeren Mengen möglich, was die Investitionsentscheidung wesentlich erleichtert.

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