Tomra auf der K 2022

Annina Schopen,

Qualitäts- und Quantitätslücken in der Wertschöpfungskette

Entlang der Wertschöpfungskette von Kunststoffen gebe es acht Lücken, so Tomra: Design, Daten, Anpassung, Erschwinglichkeit, Qualität, Quantität, Wahrnehmung und Richtlinien. Auf der K 2022 will das Unternehmen erörtern, wie der Kunststoffkreislauf geschlossen werden kann – mit Fokus auf zwei der acht Lücken: Qualität und Quantität.

ntlang der Wertschöpfungskette von Kunststoffen gebe es acht Lücken, so Tomra: Design, Daten, Anpassung, Erschwinglichkeit, Qualität, Quantität, Wahrnehmung und Richtlinien. © Tomra

Sowohl die Industrie als auch die Gesellschaft sehen sich heute mit steigenden Kosten für die Nutzung von neuen Materialien konfrontiert. Bestehende und neue Richtlinien schreiben höhere Ziele für den Recyclinganteil vor, und Markeninhaber verpflichten sich weiterhin, den Recyclinganteil in ihren Produkten zu erhöhen. Gleichzeitig gibt es nicht ausreichend hochwertige Rezyklate auf dem Markt, um die wachsende Nachfrage der Konsumenten nach Kunststoffen zu befriedigen.

Die Kombination aus bewährten Sammel- und Sortierverfahren in Verbindung mit einem verbesserten Advanced Mechanical Recycling (AMR)-Prozess kann dabei helfen, die Qualitätslücke zu schließen. Wie das mechanische Recycling zielt auch das AMR-Verfahren darauf ab, die Ausbeute und den Reinheitsgrad des Materials zu maximieren. Es geht jedoch noch einen Schritt weiter, indem es Heißwasch-, Desodorierungs- und Super-Cleaning-Schritte vorsieht, die zu einem noch hochwertigeren und geruchsneutralen Rezyklat führen, das in anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt werden kann. Solche Lösungen ermöglichen ein hochwertiges Recycling, sowohl von getrennten als auch von gemischten Abfallströmen.

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Da alle für diese Lösungen erforderlichen Technologien bereits existieren und seit Jahrzehnten zu erfolgreichen Ergebnissen führen, handelt es sich hierbei um den schnellsten Weg, mit dem Recycler den neuwertigen recycelten Kunststoff erhalten können, den Verarbeiter und Verpacker für ihre Produkte benötigen. Um eine echte Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu verwirklichen, müssen diese Lösungen natürlich in großem Umfang angewendet werden, was erhebliche Investitionen in Infrastruktur und Technologie erfordert.

Um die Quantitätslücke zu schließen, muss eine große Menge an Abfällen, die sonst auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen landen würden, zurückgewonnen werden. Hierfür bietet Tomra seinen Kunden spezielle Lösungen für Kunststoffe an: Autosort, Autosort Flake und Innosort Flake. Dabei handelt es sich um praxiserprobte Technologien für die Sortierung verschiedener Kunststoffarten, einschließlich der Flakesortierung. Darüber hinaus wandelt Tomra Insight den täglichen Betrieb in nahezu Echtzeit-Sortierdaten um und lädt diese in die Cloud hoch, wodurch der Sortierprozess zu einem strategischen Management-Tool wird.

Um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen entscheidend zu verringern, müssen ausreichende Mengen an recyceltem Kunststoffmaterial mit neuwertiger Qualität produziert werden. Die gute Nachricht ist, dass Sammel- und Rückgewinnungssysteme wie Pfandsysteme und die Restabfallsortierung dazu beitragen können, dies zu erreichen. Kombiniert mit Advanced Mechanical Recycling wird der Markt, sofern nötig, gut gerüstet sein, um die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Rezyklaten zu decken.

Für die diesjährige K hat Tomra eine Reihe von Vorträgen organisiert, die als „Tomra Talks“ bekannt sind. Mitglieder von Tomra werden gemeinsam mit Vertretern von Borealis, dem ROAF Management und Worn Again Technologies sowie anderen Referenten aktuelle Themen wie Advanced Mechanical Recycling (AMR), Restabfallsortierung, chemisches Recycling und Textilrecycling diskutieren.

Zusätzlich zu Recycling Sorting werden dieses Jahr auch Tomra Public Affairs und Collection am Stand vertreten sein, um als Experten Fragen zu kommenden Gesetzen zu beantworten und über Themen wie Pfandsysteme und Leergutrücknahmesysteme zu informieren.

Halle 9, Stand D47

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