Product Carbon Footprint

Andreas Mühlbauer,

Recycelter Kunststoff senkt CO2-Verbrauch um bis zu 87 Prozent

Kunststoffverpackungsspezialist Alpla betreibt unter der Marke Alplarecycling weltweit topmoderne Werke für die Produktion von rPET (recyceltes PET) und rHDPE (recyceltes HDPE).

ALPLArecycling betreibt weltweit 13 Recyclingwerke. © Alpla

Die Berechnung des Product Carbon Footprint durch das unabhängige Beratungsunternehmen c7-consult liefert nun neue Daten für insgesamt vier Werke in Mexiko und Deutschland. CO2-Einsparungen von bis zu 87 % gegenüber Neuware bestätigen den Klimaschutzeffekt wiederverwerteter Kunststoffe und die ökologische Bedeutung regionaler „Bottle-to-Bottle“-Kreisläufe.

Alpla setzt auf Kreislaufwirtschaft: Der international tätige Verpackungsspezialist investiert jährlich mehr als 50 Millionen Euro ins Recycling und nutzt modernste Technologien für die Produktion von Recyclingmaterial. Mit einer installierten und projektierten Output-Kapazität von jährlichen 350.000 t zählt das Unternehmen zu den weltweit führenden Kunststoffrecyclern. Analysen des Ökobilanzierungsspezialisten c7-consult bestätigen nun aktuell die effiziente Fertigung an insgesamt vier Standorten in Mexiko und Deutschland. Dort stellt Alplarecycling rPET und rHDPE her, das bis zu 87 % weniger CO2 verursacht als Neuware.

„Die Zahlen bestätigen unseren Weg. Wir stellen klimaschonende Recyclinglösungen mit regionalem Fokus her, verarbeiten sie zu neuen Verpackungen weiter und fördern so den ‚Bottle-to-Bottle‘-Kreislauf. So sorgen wir weltweit für sichere, leistbare und nachhaltige Verpackungslösungen“, betont Georg Lässer, Director Business Development, Procurement and Sales Recycling bei Alpla.

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Pioniere für Kreislaufwirtschaft in Mexiko

Im Recyclingwerk in Toluca in Mexiko stellt Alplarecycling jährlich 30.000 t rHDPE her. Bei der Produktion in Toluca fallen 0,69 kg CO2e/kg an. Das sind 70 % weniger Emissionen als bei HDPE-Neumaterial (2,32 g CO2e/kg). Bereits seit 2005 betreibt Alpla im Joint Venture IMER (Industria Mexicana de Reciclaje S.A. de C.V.) gemeinsam mit Coca-Cola FEMSA und The Coca Cola Company in Toluca das damals erste PET-Recyclingwerk Lateinamerikas. Es verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von 16.000 Tonnen rPET. Die Herstellung verursacht laut Analyse nur 0,38 kg CO2e/kg und damit 87 %weniger als PET-Neuware (2,90 kg CO2e/kg).

Die rPET-Produktionskapazität in Mexiko wird im nächsten Jahr auf 51.000 Tonnen gesteigert. In Kooperation mit Coca-Cola Femsa entsteht derzeit das Werk PLANETA (Planta Nueva Ecología de Tabasco) in Cunduacán. Bei der Sammlung setzen die Joint-Venture-Partner mit dem Modell der bezahlten Annahme gebrauchter PET-Flaschen und gesellschaftlichen Kooperationen Akzente. „Recycling ist ein zentrales Element bei Verpackungslösungen der Zukunft. Wir wollen die Menschen von den Vorteilen überzeugen und stützen uns dabei auf fundierte Daten. Die exakte Analyse unserer Werke ermöglicht uns zudem die zielgerichtete Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks“, erklärt Carlos Torres Ballesteros, Alpla Managing Director Mexico, Central America and the Caribbean.

Deutschland: haushaltsnahe Sammlung

Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 43.000 t rPET zählt Alplarecycling zu den größten PET-Recyclingbetrieben Deutschlands. Am Standort in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) wird Material aus dem Gelben Sack verarbeitet. Dazu wurden 2019 weltweit einzigartige Sortier- und Aufbereitungsanlagen errichtet. Die Wiederverwertung von PET-Flaschen aus haushaltsnaher Sammlung führt zu einem etwas höheren Energiebedarf beim Waschen. So fallen in Bitterfeld-Wolfen pro Kilogramm rPET 0,93 kg CO2e an. Damit verursacht das Recyclingmaterial 68 % weniger Emissionen als Neuware. Beim Standort für PET-Recycling in Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) sind es nur 0,68 kg CO2e/kg, was einer Reduktion um 77 % entspricht.

Dass noch Optimierungspotenzial vorhanden ist, beweisen die Recyclingwerke von Alplarecycling in Österreich und Polen, wo in den vergangenen Jahren ebenfalls der PCF berechnet wurde. Durch den zusätzlichen Einsatz erneuerbarer Energien kann rPET mit einem Fußabdruck von bis zu 0,21 kg CO2e/kg hergestellt werden, was einer Reduktion von bis zu 93 % entspricht. Umstellungen auf erneuerbare Energien werden aktuell auch für die Werke in anderen Ländern geprüft.

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