Discspreader automove von Westeria

Annina Schopen,

Reststoffe mit KI sicher trennen

Mit der Entwicklung des Discspreader automove zeigt Westeria, wie sich Recyclinganlagen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) weiter optimieren lassen.

Mit KI-Technologie ausgerüstet, verteilt der neu vorgestellte Scheibenverteiler gleichmäßig gemischte Wertstoffe wie Kunststoffe, Holz, Kompost, Schrott, Schlacke, insbesondere auf Beschleunigungsbändern von optischen Sortierern und NE-Abscheidern. © Westeria

Mit dieser Technologie ausgerüstet, verteile der auf der Ifat 2022 neu vorgestellte Scheibenverteiler gleichmäßig gemischte Wertstoffe wie Kunststoffe, Holz, Kompost, Schrott, Schlacke, insbesondere auf Beschleunigungsbändern von optischen Sortierern und NE-Abscheidern. Dadurch lasse sich das so verteilte Material beim nachfolgenden Sortieren noch leichter sowie mit Effizienz- und Durchsatzsteigerungen trennen, verspricht der Hersteller. Des Weiteren reduziere sein Einsatz Störungen im Prozessablauf und steigere somit die Qualität der Aufbereitung insgesamt.

Zuverlässiges Sortieren ist essenziell für das erfolgreiche Recycling gemischter Stoffströme. Zugleich erfordert der Einsatz leistungsstarker Trennaggregate hohe Investitionen. Aufgrund einer nicht optimalen Materialverteilung bleiben diese Maschinen aber oft weit unter ihrem Potenzial. Dazu Felix Poth, Geschäftsführer von Westeria: „Anlagenbetreiber tolerieren heute häufig ein mittelmäßiges Verteilbild aufgrund einer nicht optimalen Wartung der Verteilaggregate. Dies ist ein Grund, warum unser wartungsarmer Discspreader schnell ein großer Erfolg wurde.“

Um diesen weiter zu optimieren, so dass Veränderungen im Materialstrom nicht mehr zu Verschlechterung der Verteilung führen, hat das Unternehmen gemeinsam mit KI-Experten der TH Köln den Discspreader automove entwickelt. Dieser Einscheibenverteiler reagiert unmittelbar auf variierende Materialströme. Das System ist platzsparend konstruiert und lässt sich so zum Beispiel direkt auf das Zuführband des Sortieraggregats montieren. Poth weiter: „Zwei in Förderrichtung hinter der Scheibe positionierte Kameras erfassen die aktuelle Materialverteilung auf dem Band und stellen die Bilder der künstlichen Intelligenz zur Verfügung. Diese nutzt ihr selbst erlerntes Wissen zur Generierung von Steuersignalen, um die Position und Ausrichtung der Scheibe in Echtzeit zu variieren, sodass bereits geringfügige Unregelmäßigkeiten der Verteilung in kürzester Zeit ausgeglichen werden. Ein manuelles Nachjustieren ist nicht mehr erforderlich. Damit schaffen wir auch bei stark variierenden Stoffströmen optimale Voraussetzungen für nachfolgende Schritte wie die NIR-Sortierung oder das Windsichten.“

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Die technische Umsetzung erfolgt mithilfe eines servo-elektrisch über Hubzylinder angetriebenen Schlittens, der in Führungsprofilen über dem Förderband läuft und längs und quer zur Bandbewegung verfahrbar ist. Daran ist ein in Förderrichtung ausgerichteter Tragarm befestigt, der sich um seine Achse drehen lässt, um die Neigung der an seinem Ende aufgehängten Scheibe zu verändern. Der neue Discspreader automove lässt sich flexibel aus allen Richtungen beschicken und eignet sich sogar für das Verteilen von schwingungsabsorbierenden Ultraleichtstoffen. Er ist serienmäßig mit Tools für die Sensordatenübermittlung, die Fernwartung sowie die Dokumentation und Auswertung ausgestattet.

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